In der Stadt

Text zum Thema Ansichtssache

von  Martina

Sie hatte nie in diese Stadt gepasst,
hasste die vielen Häuser, die sie immer zu verschlucken drohten.
Diese kamen ihr vor wie Gesichter und ihre Fenster -
sie schauten stets ihrem Gang hinterher.
Unentwegt fühlte sie sich begafft. Immer diese Blicke im Rücken. Grauenvoll.
Deshalb wirkte ihr Gang stets ein wenig gehetzt.
Die Menschen hier, waren auch nicht viel besser.
Sie wirkten so fad wie ihre Häuser. Weiß. Grau. Steinern.
Manchmal kamen ihr die Häuser lebendiger vor, als ihre Bewohner,
obwohl sie sich nie von der Stelle bewegten.
Die Menschen gingen zwar durch die Straßen,
kamen aber anderweitig doch nie von der Stelle. Irgendwie.
Sie hätte diese blöde Stelle als Friseuse hier nie annehmen dürfen,
da sie wusste, dass sie kein Stadtmensch war.
Anfangs hatte sie Angst, sie würde etwas verpassen. Das Leben. Das sie nicht lachte!
Wo sie wohnte, so sagte man, sei der Hund begraben.
Oder: Hier möchte man nicht mal tot übern Zaun hängen.

Aber...dort waren die Toten wenigstens (richtig) tot!

© M.Brandt

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Kommentare zu diesem Text


 Dieter_Rotmund (10.09.18)
"pfad wirken"???

 Dieter_Rotmund meinte dazu am 16.02.20:
Außerdem:

stehts -> stets

??? Komma in:
"Die Menschen hier, waren auch nicht viel besser."

Richtig gut der Satz:
"Sie hätte diese blöde Stelle als Friseuse hier nie annehmen dürfen."

Stark!

Der Rest ist, mit Verlaub, Geschwafel.

Ich würde alles wegschmeißen und mit dem Frisösensatz neu anfangen. Dies nur als Vorschlag.

 Martina antwortete darauf am 18.02.20:
Danke, ein wenig hab ich es umgesetzt =)
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