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Sonnendiskussion

Kurzgeschichte zum Thema Sonne


von Skala

Wir sitzen draußen, meine Freundin und ich. Die Steinbank fühlt sich kalt an unter meinen nackten Füßen, ebenso wie der Stift und die Zettel, die ich gegen meine Schienbeine presse. Wir sitzen mit den Rücken zueinander, meine Freundin schreibend. Ich halte meine Knie mit meinen Armen umschlungen und blinzle in den Himmel, in das kalte Aschgrau, dass die Sonne nicht zu durchdringen vermag. Meine Augen beginnen zu schmerzen und ich schließe sie. Atme tief ein, die kühle Mailuft, die nach Gewitter riecht.
Über uns klappert ein Fenster. Eine Männerstimme ruft: „Was tut ihr denn hier?“
Ich ignoriere die Stimme, bleibe so sitzen, wie ich bin.
„Wir sollten raus“, ruft meine Freundin. „Schreiben.“
„Tja“, sagt die Männerstimme von oben. „Vernünftig, wenn die Sonne scheint.“
„Ja“, antwortet meine Freundin.
„Gutes Schaffen noch.“
„Danke gleichfalls.“
Das Fenster oben klappert und wir sind wieder allein. Ich öffne die Augen.
„Was hatte der denn?“, frage ich. „Wo bitteschön scheint denn hier die Sonne?“
„Schau mal vor dich“, sagt meine Freundin. Ich kneife die Augen zusammen und sehe tatsächlich am Himmel etwas Weißes, Kreisrundes, von dem ich schwören könnte, es sei vorher noch nicht da gewesen.
„Das ist doch nie im Leben die Sonne“, behaupte ich, fasziniert von dem großen, weißen Ball.
„Was soll es denn sonst sein?“, fragt meine Freundin und ich weiß, dass sie die Augen verdreht, obwohl ich ihr den Rücken zuwende.
„Der Mond.“
„Der Mond“, wiederholt sie ungläubig. „Spinnst du?“
„Wie soll das denn die Sonne sein?“, frage ich. „Wenn da Norden… ne, Süden ist… oder wo ist hier welche Himmelsrichtung, sag mal!“
„Da ist Norden“, sagt meine Freundin und deutet nach rechts. „Glaube ich, also…“
„Na, und willst du mir weismachen, dass die Sonne im Westen aufgeht? Im Osten geht die Sonne auf, nach Süden nimmt… du kennst doch das alte Gedicht!“
„Aber das da vorn ist die Sonne!“, beharrt meine Freundin. „Ich meine, so groß ist doch der Mond nicht!“
„Und so rund nicht die Sonne!“, gebe ich kontra und drehe mich zu ihr um. Sie starrt mich verdutzt an. „Was ist die Sonne denn dann, wenn nicht rund?“
„Gut, das war vielleicht ein bisschen schwach“, gebe ich zu. „Okay, die Sonne ist rund, aber viel zu hell. Hätte ich nicht blind werden müssen, wenn ich so lange in die Sonne gestarrt hätte?“ Ich sehe auf die Uhr. „Komm, wir müssen auch los!“ Ich stehe auf, klopfe mir kleine Steinchen von meiner Hose und schaue noch einmal gen Himmel. Nebelschwaden steigen vom Wald in das Aschgrau des Himmels. Der weiße Ball ist verschwunden.
„Egal, ob es Sonne oder Mond war“, stelle ich fest. „Es ist sowieso weg.“

Anmerkung von Skala:

Kommt vor, sowas. Ein etwas irritierendes Gespräch, das eine Freundin und ich auf unserem Schulhof führten.



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von WhiteDevil (20) (30.05.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Skala meinte dazu am 31.05.2008:
Und vor allem wahr...
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Kommentar von lightsleeper (53) (30.05.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Skala antwortete darauf am 31.05.2008:
Stift gegen Schienbein... und Arme um Knie und überkreuzt... sowas geht!
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Skala schrieb daraufhin am 02.06.2008:
So... hab jetzt die "Waden" oben in "Füße" umgeändert... so sollte es eigentlich schon von Anfang an sein. Vielleicht ist das mit der Sitzposition jetzt ein bisschen schlüssiger...
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tulpenrot
Kommentar von tulpenrot (31.05.2008)
Auch wenn der Anfang irgendwie ein bisschen unlogisch erscheint - wo sind die beiden Freundinnen: draußen oder gehen sie erst nach draußen? - gefällt mir der Erzählstil sehr.
LG tulpenrot
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Skala äußerte darauf am 31.05.2008:
Öm... die sind schon draußen. Wo ist denn das unklar, dann kann ich's verbessern?!
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes gesammelte Prosa.
Veröffentlicht am 30.05.2008, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.08.2011). Textlänge: 437 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.132 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.05.2020.
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