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Aphorismen 14 und 15: Moral, Aufmerksamkeit und Freiheit

Aphorismus zum Thema Moral


von kaltric

Wer viel Aufmerksamkeit haben will, muss nur gegen die gegenwärtig herrschende Moral verstoßen. Denn stets sitzt diese tief verwurzelt bei den anderen, so unsinnig sie auch sein mag und erregt daher maßlose Empörung.

Wer frei sein will, sollte sich zuerst von der herrschenden Moral befreien, trotzend jeglicher Konsequenz.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von MarieM (55) (30.07.2008)
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kaltric meinte dazu am 30.07.2008:
1 - Die Menschen die von Natur aus anders sind als die gewünscht Form, sind mir sympathisch.

2 - Viele sind ja auch noch nicht die christliche Moral losgeworden. Dabei ist etwas wie "Du sollst nicht töten" ja nur einfach sehr überflüssig, denn normalerweise muss man sich dies nicht erst verbieten lassen, sondern man tut es sowieso nicht.
Moral ist halt fesselnder Zwang. Leider. Selbst selbstgegebene...trotzdem ist mir nur die wichtig...
Leider überlebt man alleine in dieser Gesellschaft nicht, unterwirft man sich nicht der herrschenden Moral..
(und die wird immer schlimmer. In jegliche Richtung)
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MarieM (55) antwortete darauf am 30.07.2008:
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Kommentar von Boeni (21) (30.07.2008)
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kaltric schrieb daraufhin am 30.07.2008:
Zur Langform davon empfehle ich den Artikel "Etwas über Moral" von Gustav Landauer
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MarieM (55) äußerte darauf am 30.07.2008:
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Kommentar von Ti_Leo (33) (30.07.2008)
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kaltric ergänzte dazu am 30.07.2008:
Nicht im Geringsten, im Gegenteil
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Kommentar von Caty (71) (30.07.2008)
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kaltric meinte dazu am 30.07.2008:
^^
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elvis1951 (59) meinte dazu am 30.07.2008:
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Ti_Leo (33) meinte dazu am 30.07.2008:
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Kommentar von FliegendesOink (27) (10.08.2008)
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (09.02.2013)
Kulturell betrachtet: Aufruf zum gewollten Tabubruch.

Ich persönlich finde das langweilig und nicht weniger spießig als die ' herrschende Moral', weil beides Form über Inhalt stellt.
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Al_Azif (34) meinte dazu am 11.03.2014:
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 12.03.2014:
Zunächst einmal: Wenn man den 'Mut' einer These an der Aufmerksamkeit misst, die ihr zuteil wird, dann landet man doch wieder beim Tabubruch, denn so bekommt man die meiste Aufmerksamkeit. (Ganz nebenbei: Natürlich gibt es in unsere heutigen Gesellschaft Tabus.)

Der Gehalt einer These liegt in ihrer Aussage, nicht Verbreitung. Und wenn man glaubt, nur gegen den Strom könnten interessante Thesen entwickeln werden, ist dass ebenso kurzsichtig wie ein bedingungsloses Schwimmen mit dem Strom.

Das wirklich interessante dabei ist: Die Deutung gesellschaftlicher Moral ist in beiden Fällen die gleiche, nur die moralische Wertung differiert, was für den einen schwarz ist, ist für den anderen weiß und umgekehrt. Wirklicher Fortschritt ist auf diese Art und Weise nicht zu erwarten.

Auch der zweite Aphorismus geht in die gleiche Richtung. Außerdem ist eine seiner Voraussetzungen, das Moral gesellschaftlich geschaffen wird und damit nach belieben veränderbar ist. Psychologische Studien haben aber immer wieder das Gegenteil bewiesen. Er kommt mir ein wenig vor, als wäre er 1968 aufgeschrieben worden und würde alle Forschungen, z.B. auf dem Gebiet der Neurologie aber auch der Psychologie standhaft ignorieren.
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Dies ist ein Paragraph des mehrteiligen Textes Gesammelte Aphorismen.
Veröffentlicht am 30.07.2008, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.02.2009). Textlänge: 48 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.665 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.09.2019.
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