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Genre des Tages, 04.08.2020:
Clerihew
Das Clerihew ist ein scherzhafter, pseudobiografischer Vierzeiler, bestehend aus zwei Reimpaaren mit... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Running Geck von Didi.Costaire (22.01.20)
Recht lang:  'clerihew' ist doch ein name! von harzgebirgler (28 Worte)
Wenig kommentiert:  Götz von Berlichingen. von franky (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  'aida' von harzgebirgler (nur 92 Aufrufe)
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Ich bin gewöhnlich

Kurzgeschichte zum Thema Schönheit/ Schönes


von Seelensprache

Ich bin gewöhnlich.
Ich streife durch das Laub, wie ein Finger, der den letzten Rest Schokocreme aus einer Schüssel kratzt. Ich drehe mich wie ein Kreisel solange bis mir schwindelig wird und auch dann kann ich nicht damit aufhören. Meine Arme sind weit gestreckt und suchen nach Händen, die mit ihnen tanzen möchten. Ich schließe meine Augen und lächle.
Ich bin dankbar, denn ich weiß, dass ich gewöhnlich bin. Das macht mich besonders.
Windböhen umwehen mich und drücken mir das Shirt eng an meine Haut. Es flattert an den Armen und an der Seite und ich fühle mich, wie ein Segel, das weit hinaus auf das Meer getragen wird.
Ich hüpfe durch das kniehohe Gras, dann laufe ich gebückt hindurch, damit meine Hände es berühren können.
"Du bist so schön", sage ich. Ich bleibe stehen und schaue hinab auf einen Halm der sich hebt und senkt wie ein Schiffsbug in einer Welle.
"Du bist so schön! Du bist so schön! Hörst du mich? Du bist so unglaublich schön!", rufe ich.
Ein Schauder zieht sich über meine Haut und lässt mich frösteln. Ich genieße den Augenblick. Es ist, als küssten tausend kühle Lippen meinen Körper.
Ich liege. Nun liege ich. Ich habe einen Halm zwischen meinen Zähnen und er weht im Wind und ich folge ihm und schaue was er mir zeigt. Ich tauche ein in die Kronen der Bäume, durchdringe ihr verzweigtes Geäst, bewundere das herbstfarbene Blätterkleid. Sie haben sich schick gemacht; herausgeputzt.
Ich drehe mich im Gras und plötzlich ist es dunkel. Es ist nur ein Stich der uns zurückholt, wie einen Dolch den man uns in den Nacken treibt. Es ist nur dieser kurze Moment, der uns überfährt wie ein Handelsmann, der unsre Seele mit sich nimmt.
Danach ist der Herbst nur noch eine Jahreszeit. Alles ist dann kalt und düster und gewöhnlich; auf eine andere Art gewöhnlich.

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