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Grauer wird was vorher bunter

Gedicht zum Thema Liebe und Tod


von Prinky

Durch das Tal, durch tiefe Flüsse,
zog es sie in stillen Grund.
Dorten gab es keine Küsse,
nicht den einen, seinen Mund.
Dort war alles endlos friedlich,
jener Schmerz war wie vereist.
Rehenaugen schauten niedlich,
schauen immer so, zumeist!

Ihre Liebe war empfänglich,
nur der eine wollte nicht.
Jemand war so überschwenglich,
doch der trat nie in das Licht.
Und die Liebe war gestorben,
als sie seine Augen sah.
Ach, sie hatte so geworben,
was für sie nicht lohnend war.

Unter Bäumen wollt` sie träumen,
jener Sonne beichten, sie
ließ nun alten Wohnraum räumen,
deren Leerstand wollt` sie nie.
Doch die Liebe, sie geht unter,
und das Leid ist obenauf.
Grauer wird was vorher bunter,
nimmt nur niemand gern in Kauf.

Und sie senkt` den Kopf bedächtig,
schoss sich einmal in den Kopf.
Leben ist nicht allzumächtig,
manchmal hängt man nur am Tropf.
Stille wahrt` diese Sekunden,
und der Grund färbte sich rot.
All dem Herz geschenkte Wunden
buchstabierten sich zum Tod.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von steyk. (55) (16.11.2008)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Prinky meinte dazu am 16.11.2008:
Aus Zeitgründen nur soviel...Meiner Meinung nach ist das einer deiner besten Kommentare überhaupt!
Ich bin überrascht. Ich denke, ich habe bei etlichen meiner Gedichte die in etwa selbe Stilrichtung, und ich denke, jenes gehört nur in diese Kategorie. Trotzdem ein FETEES DANKE.
Micha
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Prinky
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Lyrische Sammlung 2008.
Veröffentlicht am 15.11.2008, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.11.2013). Textlänge: 162 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.309 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.08.2019.
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