Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Feline (11.05.), LARK_SABOTA (03.05.), Klangzeitfolgen (03.05.), Trugverschluss (02.05.), Mono (02.05.), HensleyFuzong (01.05.), Aries (27.04.), Iktomi (25.04.), Reuva (24.04.), jean (23.04.), Marie (20.04.), Pearl (20.04.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 566 Autoren* und 71 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 15.170 Mitglieder und 446.189 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 17.05.2021:
Geschichte
Ziemlich neu:  Kürzstgeschichtchen Periode 5 von Terminator (17.05.21)
Recht lang:  Strich von tastifix (5022 Worte)
Wenig kommentiert:  märchenfiguren von redangel (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Holdoora V: HH&K von Terminator (nur 59 Aufrufe)
alle Geschichten
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Annexion – Anbindung – Anerkennung. Globale Beziehungskulturen im frühen 16. Jahrhundert
von JoBo72
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil bin ich nicht (wahrscheinlich)" (derquotentürke)

Der widerspenstige Toaster

Kurzgeschichte zum Thema Humor


von tastifix

Auf meinen Toast frühmorgens bestehe ich, egal, was immer mein Toaströster auch dazu sagt. Sicherlich, irgendwie kann ich ihn ja verstehen: Jeden Morgen gehe ich ihm auf die Heizspirale:
"Vier Toastbrote bitte!"
Es bedeutet echten Stress für ihn, denn er ist nur für die gleichzeitige Bräunung von zwei Scheiben konzipiert.

Als er gerade erst bei mir eingebürgert gewesen ist, hat er noch keine übermütigen Streiche gewagt, sondern sich vorsichtshalber von seiner aller besten Seite gezeigt und aufmerksam all meine Befehle bezüglich des gewünschten Bräunungsgrades meines Frühstücks befolgt. Der Anblick der wunderbar gesund aussehenden Toastscheiben ist die reinste Wonne gewesen.
Selbstverständlich hat er sie nach erledigter Arbeit beinahe geräuschlos frei gegeben, so dass ich ungestört dem Frühstücksorchester aus dem Garten habe lauschen können. Ja ja, wie gerne ich mich daran erinnere ...

Und heute? Heute fühlt er sich seiner Arbeitsstelle so sicher wie viele Beamten ihrer Position und erlaubt sich genau wie einige von denen ungehörige Eskapaden. Ich fordere:
"Einmal Bräunungsstufe Zwei bitte!"
Er ignoriert es und ich halte blasse Brotscheiben in der Hand, so leichenblass, dass ich beunruhigt überlege, ob ich mit denen schleunigst zum Arzt wandern solle. Nur - zu welchem??

Ich sehne mich nach mittelbraunen Toastscheiben und er liefert mir die reinsten Kohlebriketts. Meinen schiefen Blick deswegen beachtet er nicht. hält demnach eine eigentlich längst angebrachte Entschuldigung offensichtlich für total unnötig und außerdem für unter seiner Röster-Würde. Mit spitzen Fingern - denn heiß sind die Scheiben auch noch - befördere ich den quadratischen Schund ins verdiente Abfalleimergrab.

Mein Toaströster ist einer von der extrem pfiffigen Sorte und hat sich etwas Neues einfallen lassen, um mich damit an mein Geduldsfadenende zu treiben. Neuerdings ist von leiser Übergabe des seiner Meinung nach perfekt bearbeiteten Weißbrotes keine Rede mehr.
"Plopp!!!"
Jedes Mal schrecke ich dermaßen zusammen, als ob hinter meinem Rücken etwas zu Bruch gegangen wäre. Aber mit diesem Effekt ist der freche Kerl beileibe noch nicht zufrieden gestellt. Es muss doch eine Möglichkeit geben, mich endgültig fertig zu machen.

Ein paar Tage später ist es soweit. Nichtsahnend sitze ich am Tisch und warte mit knurrendem Magen auf mein Toastbrot.
"Plopp!!"
Anstatt die Scheiben mir höflich entgegen zu strecken, lässt er diese in hohem Bogen eine hinter sich und die andere in der entgegen gesetzten Richtung mir mit Wucht an mein rechtes Ohr sausen. Es knallt wie eine Ohrfeige.
"Na warte: Wenn du dies noch einmal wagen solltest ... !"

Am nächsten Morgen warte ich regelrecht auf des Toaströsters Pfeil- und Bogenspiel und grinse hämisch in mich hinein.
"Der wird sich wundern!"
Wer sich dann wundert, ist keinesfalls er, sondern ich. Als ich die Bombentoasts, darin nun wirklich total ungeübt, in Richtung seiner Schlitze zurück schleudere, verfehlen sie ihr Ziel um sage und schreibe zehn Zentimeter und landen stattdessen auf der bis dato blitzblanken Arbeitsplatte.

Gar nicht braune oder nur mittelbraune Toastscheibenkrümel bilden einen vortrefflichen Farbkontrast zum eleganten Nussbraun der Platte und sind als Hundertschaft eine wirklich untolle Zierde. Die ich dann, schwer sauer auf mich selber, sauer auf den Toaströster und auch ein wenig sauer auf den Toast mindestens drei Minuten lang wegwische ...

Anmerkung von tastifix:

Dieser Text ist in der Rheinischen Post veröffentlicht worden.


tastifix
Zur Autorenseite
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 16.01.2009. Textlänge: 508 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.350 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.05.2021.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Mehr über tastifix
Mehr von tastifix
Mail an tastifix
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 10 neue Kurzgeschichten von tastifix:
Glückwunsch Toni und das Auto Zitronenscheibe mit Pilzfrisur Das Versteck! Seelenkampf Ein überirdischer Schock (Teil 2) Muss das denn unbedingt sein...?? Es musste ja so kommen! Ein überirdischer Schock (Teil1) Ein schwingendes Leben (1.Teil)
Mehr zum Thema "Humor" von tastifix:
Ein Schock wie noch nie ... Uund rutsch!! (Nur ein ganz kleines bisschen übertrieben) Die Weihnachtsmänner-Osterhasenkonferenz Als die Rentiere streikten Was wir auf einer Fernbusreise so alles erlebten Besuch in der Apotheke: Ich wusst gar nicht, dass der dermaßen amüsant sein kann ... Ein Kuchen der besonderen Art Drei Riesenportionen Kartoffelsalat und weitere Katastrophen Die Kommuniontorte Der abgehackte Daumen Das versteckte Eckstückenversteck Besuch beim Tierarzt Aufruhr um eine hochschwangere Tochter Eines rechts, eines links, bloß keines loslassen Ein Oldie auf der Zielgeraden (Mein Uralt-Handy -der Freund und Helfer
Was schreiben andere zum Thema "Humor"?
jüngst leckten zwei kerls in emsdetten (harzgebirgler) im himmel die erzväter meutern... (harzgebirgler) eiswein & sauerbier (harzgebirgler) BRA(H)MA(H) (harzgebirgler) frau knieschmand gibt sich wirklich alle mühe (harzgebirgler) hund & pfanne (harzgebirgler) bettnässer (harzgebirgler) schlips(e) (harzgebirgler) ringe(nan)strich (harzgebirgler) wie das (land)leben so spielt (harzgebirgler) und 1679 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2021 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2021 keinVerlag.de