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Buschfeuer.

Kurzprosa zum Thema Alleinsein


von erdbeermund

Ich gehe neben ihr und sehe in jedem Gesicht das, was ich nicht sehen will. Sie zieht mich am Ärmel und sie benötigt dafür nur zwei Finger. So stelle ich es mir vor.
Sie lacht nicht und antwortet nicht und der Mann am Kiosk, in dem sie wöchentlich einbricht, zieht sie aus und er benötigt dafür beide Hände. Das entmutigt sie, denke ich mir; das Vorübergehen und Zerschlagen des Fensters, das nie geputzt zu werden braucht, weil die Scheiben erst nach zehn Tagen aussehen wie Stadtpfützen, das Ausziehen und seinen Atem in ihrem Nacken und die Kälte auf ihrer Haut.
Jene Stadtpfützen habe ich übrigens studiert. Ich kenne sie alle; oft lächelt sie deswegen und fragt mich, was ich noch studieren wolle. Ich beginne, sie dafür zu hassen.
Wir gehen am Kiosk vorbei und sie schnippt ihre Zigarette hinein. Das tut sie, wenn er ihr gerade wieder Geld gegeben hat, denn üblicherweise raucht sie die, die ich ihr gebe.  Sie schmecken ihr zwar nicht, aber sie bedankt sich.
Durch die Stadt, auf Bänken und in Straßenbahnen, die ihre Grimassen hinter sich her ziehen, sodass die Leute vor uns erschrecken und sich fragen, wem das traurige Gesicht hinter ihnen gehört.
Ich beruhige diese Leute, denn ich kenne das Gesicht und ich erzähle ihnen Geschichten, die sie hören wollen. Sie verfolgt mich in meinen Träumen und ist sich ihrer Sache so sicher, dass sie nicht einmal mehr Unterwäsche trägt und ich empfinde seltsam, weil ich darum weiß und auch darum, dass sie meist friert, wenn ich bei ihr bin.
Meine Hand hat sie noch nie genommen, aber sie zieht an meinem Ärmel, und sie sieht mich nicht an. 
Ich gehe neben ihr und sehe in jedes Gesicht, das ich nicht sehen will. Einmal fragte sie mich, ob ich wisse, wie lange ein Buschfeuer brenne. Ich konnte nicht antworten und ich weiß heute, dass dies ihre einzig ehrliche Frage an mich war.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von mbkreativ (61) (18.02.2009)
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erdbeermund meinte dazu am 22.02.2009:
danke, moni. lyrisches ich, du weißt (: viele liebe grüße.
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Kommentar von ChristophEndres (45) (19.02.2009)
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Kommentar von Elvarryn (36) (23.02.2009)
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erdbeermund antwortete darauf am 23.02.2009:
Welcher Weg war das? Ich geh ja meist rückwärts.
Dickes Danke fürs Meinungreinstellen - und letzteres würd' mich freuen! (:
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Elvarryn (36) schrieb daraufhin am 23.02.2009:
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parkplatzbison (29) äußerte darauf am 23.02.2009:
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Kommentar von Elsa (25) (24.02.2009)
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franky
Kommentar von franky (08.04.2009)
Hi liebe Lara
Dein Text ist ein echter Hammer!!!
Du nimmst mich nicht mit zwei Fingern, du packst mich mit gewalt und ich gehe deinen Spuren nach, sie erwecken in mir ein Staunen und Seufzen, weil ich weiß dass du die Wahrheit durch die Straßen führst. Das Buschfeuer hat ein Regen gelöscht und niemandinteressiert sich wie lange es gewütet hat, ist eigentlich traurig.

Herzliche Nachtgrüsse
von Franky
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Kommentar von Marni (39) (12.04.2009)
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Veröffentlicht am 18.02.2009, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.02.2009). Textlänge: 319 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.484 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.07.2021.
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