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Mein Weg zu dir

Gedicht zum Thema Lebensbetrachtung


von Lisboeta

Ich gehe
den Weg zu dir,
hin und her
gehe ich.

Ich lasse
die Seele bluten,
mein Herz schmerzen,
wenn es in mir noch
Seelisches oder Blutiges
gibt.

Ich lasse
meinen Gedanken
freien Lauf,
ich denke.

Gefühle
machen sich
in mir breit,
wenn ich
überhaupt fähig bin
zum Denken oder Fühlen.

Was denke,
was fühle ich?

Bin ich das,
was ich fühle?

Bin ich das,
was ich denke?

Bin ich das,
was ich sein will?

Oder bin ich
etwas anderes,
das es
gar nicht gibt,
weil es
nicht ausgedacht,
weil es nie
erfunden wurde?

Aber
ich gehe und fühle.
Wie gerne
ginge ich dorthin,
wo es
weder Schmerz
noch Sehnsucht gibt,
weder Wünsche
noch Gedanken,
wo
die Abwesenheit
der Zeit
alles
weder gegenwärtig
noch vergänglich
macht.

Plötzlich
werde ich
geweckt,
von zwei kleinen
Kreaturen, die
für die Gefangenschaft
geboren wurden,
und
in ihren engen Käfig
geduldig
auf mich warten.

Da weiß ich
auf einmal:
mein Leben gehört nicht
mir allein.

Da steht
meine Seele auf,
und sie bückt sich
nach Kräutern,
die mit ihrem Grün
zwei unschuldigen
Gefangenen
Seelenfreude
bereiten.

Und
ich denke nach
über ihre Freude,
wenn sie sich drauf
stürzen,
gierig, vergnügt,
beinahe von Sinnen,
wie schnell sie
alles verschlingen.

Die Frage bleibt,
worüber ich mich
freue?

Zu sehen,
wie glücklich sie sind,
in diesem Augenblick?
Oder befriedigt
mein Egoismus
nur mich,
meine eigene Selbstsucht,
weil ich
die Freude spüre
beim Betrachten
ihres Glücks?

Meine Liebe zu ihnen
hält sie fest,
sie sind
meiner Liebe
ausgeliefert.

Sie dürfen es nicht
bestätigen.
Wollen sie
geliebt  werden
oder würden sie
lieber ungeliebt
in der Wildnis der Freiheit
sterben?

Was sie denken,
wissen wir nicht.

Vielleicht würden sie ja
lieber
mich selbst in ihren Käfig
einsperren,
um ungeniert und endlich
den freien Himmel
zu erblicken,
von Sternen
erleuchtet,
trotzig den
tödlichen Gefahren
ausgesetzt.

Aber mein Ego
hält sie fest.
Mein Egoismus will
sie lieben,
meine Selbstsucht
bringt ihnen
das Fressen,
die Leckerbissen,
die, täuschend grün,
ihr Leben
grünlich färben.

Was für Wesen
sind wir,
die alle einsperren,
die wir lieben,
die alles
das zerstören,
was wir nicht besitzen?

Und
ich laufe weiter,
den Feldweg entlang,
wo ich
am Ende
dein unverändertes Haus
betrachte.

Du musstest leiden,
du bist gegangen.
Dein Leben
wandelte sich um,
man sieht es nicht mehr,
es veränderte
die Substanz.

Was
aber änderte sich
hier,
als deine Existenz
zu Ende ging?

Manche
fanden Reichtum,
andere
den verlorenen Gewinn.

Nun
geht ihr Leben weiter,
alles läuft
ohne dich,
nichts
änderte sich.

Die kleinen Hunde
bellen mich an,
wenn ich
auf dem offenen Pfad
unter den Bäume
gehe,
ihr illusorisches 
Eigentum.

Wenn es
niemanden gäbe,
der über sie herrscht
und für sie entscheidet,
würden sie mich
sofort
blutig beißen.

Ungerechtigkeit
regiert die Welt.

Die Industriestaaten
bombardierten
die Völker,
damals,
als wir auf die Welt kamen,
ebenso wie jetzt,
wo die Welt
dich verloren hat.

Hass
entzweitet die Menschheit.

Nach
Menschlichkeit sucht sie
vergebens.

Die Planeten dagegen
drehen sich
unendlich.

Das Universum
leuchtet weiter,
alle Sternen glänzen
in voller Pracht.

Der Erdball dreht sich
unermüdlich
hinter dem Sonnenschein her.

Und
geradeaus
laufe ich meinen Weg,
weiter,
futtere ich
zwei unschuldige Hasen,
die
das Unglück traf,
dass sie
ihre Mutter
in einem Käfig
zur Welt brachte.

Warum
wurdest du geboren?
Was brachte
dein Leiden in dieser Welt,
wenn doch,
als die Welt dich verlor,
sich nichts
verändert hatte?
Was wäre anders,
wärst du gestorben
kurz
nach deiner Geburt?

Warum
kommen wir
auf diese Welt,
wenn wir ihr,
so wenig dienen
und ihr
noch weniger
nützen können?

2008


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (29.04.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Lisboeta meinte dazu am 29.04.2009:
Herzlich bedanke ich mich und sei du auch von mir lieb gegrüßt. Maria
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Der SpaltInhaltsverzeichnisEine gelbe Rose
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Durch Liebe und Tod.
Veröffentlicht am 29.04.2009, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.09.2009). Textlänge: 585 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.279 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.12.2019.
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