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Regentropfen

Gedicht zum Thema Liebe und Tod


von Lisboeta

Dankbar sitze ich hier im Regen,
der vor deiner quadratischen Tür fällt.
Unter den nassen Tröpfchen gehe ich,
langsam nach Hause, leicht durchnässt,
feucht von himmlischen Tränen,
die, so rein und frei von Salz,
meinen müden Körper erquicken,
an jeder Ecke der Erde
den Boden sauber spülen
und zum Leben erwecken.

Ich denke an dich.

Zu lange war ich gewohnt
an dich zu denken,
um davon wegzukommen.
Oder ist diese etwa
eine schlechte Angewohnheit?
Wie dein Leben ablief,
keine Spur hinterließ,
wo du doch Tag für Tag
so viel hinter dich brachtest?

Der normale Mensch,
der kein Sieger
der Macht und Gewalt
seiner Zeit war,
hinterlässt keine Zeilen
in irgendeinem Buch
oder an einem Denkmal.

Kein Volk empfängt
die Verehrung seiner Helden.
Es trug sie auf eigenen Schultern
und bleibt doch selber ohne Grab
unter den Mauern der Kathedralen,
für den Ruhm  der Großen erbaut.
Das Volk bleibt vergessen.
                                           
Über dich aber schreibe ich.

Nicht über das, was du einst erwarbst,
nicht über das, was als Erbe
von dir übrig blieb.
Ein Auto, ein Haus, ein Garten,
Wohnungen, Gebäude, Gelände,
werden nicht von Wolken gehalten.
Sie fallen zurück auf die Erde.

Die Wolken sind nicht stumpf
wie unser Besitz auf der Erde,
sie nehmen uns nicht das Licht.

Wären sie so wie unser Besitz:
Sogar die Wucht des Blitzes
würden sie ableiten, ohne Nutzen,
weil dann die Augen der Kinder
von Träumen entleert würden,
weil sie dann nicht zählten
die Sterne am Himmel,
bevor sie schlafen.

Nur von dir und von mir
soll die Rede sein, davon,
was du warst, was wir waren,
was du bist und wie ich
dich in meinem Herzen trage.
Das schreie ich hinaus in die Welt,
das male ich mit Buchstaben
auf das Papierblatt.

Was bin ich eigentlich?
Vermutlich bin ich nichts,
sonst würden sie nicht,
wenn sie mich anschauen,
sich so viele Gesichter
selber ausdenken müssen.

Mal bin ich eine Hure,
mal ein braver Beamter.
Mal bin ich eine Mutter,
die liebevoll die Kinder stillt.
Mal bin ich ein Clown,
über den man lacht und lästert.
Mal bin ich ein Künstler,
der mit tiefstem Gefühl
sein Lebenswerk meistert.
Mal ein lieber Nachbar,
der jedem nützlich ist.

Und wenn doch jemand
in mir den Freund findet,
trifft mich gewiss ein anderer,
der mich gestört anstarrt,
weil ich ihm so sehr missfalle.
Wie einen Feind,
der die Welt mit seiner Moral
in große Gefahr bringt
und den sie endgültig
ausradiert sehen wollen.

Wer warst du eigentlich,
um einen solchen Mensch
wie mich zu berühren?
Was du warst, was ich war,
würde ich in Worten sagen,
die alle verstehen können.
Doch keiner redet meine Sprache.
Und früher?
Als jeder verstand was ich sagte?
Wer wusste da, was ich dachte?
Was meine Hand schrieb?

Vermutlich liegt es
nicht an den Vokabeln,
sondern an meinem Verstand
und an den sinnlosen Sätze,
meiner ärmlichen Aussagen.
Es liegt an den Buchstaben
die ich schreibe, aber nicht verstehe.
Es liegt an meinem Denken,
das doch so begrenzt ist,
wie Scheine in meiner Tasche,
die sich so wenig vermehren,
weil so vieles wichtiger war
als für ein Leben zu kämpfen,
wo nur Schein und Ruhm
Guthaben und Gewinn
über die Zukunft entscheiden.

2008


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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Durch Liebe und Tod.
Veröffentlicht am 06.05.2009, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.09.2009). Textlänge: 530 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.322 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.06.2021.
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