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Ansichtssache

Gedicht zum Thema Ansichtssache


von Lisboeta

Am Altar versprachen sie sich
Treue für ein ganzes Leben.
Doch bald schon tauschte sie
die Treue ein für Untreue.
Das Leiden hielt noch manches Jahr,
bis sie ihn dann verließ.

Seine Treue hielt
bis sie gegangen war,
auch wenn sie die Gemeinsamkeit
verloren hatten.

Sie ließen sich scheiden.

Wenn die Ehe so lange gehalten hätte,
wie die vielen Jahre der Scheidung,
würde man ihre Ehe
als eine lange betrachten.

Wie komisch ist das Denken
und das Fühlen dieser Welt.

An der Wand vor seiner Tür steht heute
ein Kreuz aus Grün,
darin zwei Rosen.

Es gibt aber keine Witwe,
wenn Menschen geschiedenen Leute waren.
Es gibt aber keine Witwe,
wenn die Liebe sich schon getrennt hatte.
Es gibt keine Witwe,
wenn die Gemeinsamkeit den Körper und die Seele
längst verlassen hatte.

Wie komisch ist das Denken
und das Fühlen dieser  Welt.

Theater auf der Bühne,
ist  schön und  wertvoll,
wenn es nur ein Spiel bleibt,

Doch während manche Menschen leben,
spielen andere das Leben vor.

Die Liebe zu den Nächsten vorzuspielen,
ist keine Kunst,
ist Lüge!

2008


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (11.05.2009)
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Lisboeta meinte dazu am 12.05.2009:
Nochmals Dankeschön für Deine Zeilen. Ein guten Tag! Lebe Grüße, Maria
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