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Wüste

Lyrischer Prosatext zum Thema Liebe & Schmerz


von Dieter Wal


Dieser Text gehört zu folgenden Projekten: Liebe in Lyrik und Prosa., Maritimes.
Für A. S.

Ich kenne die Wüste nicht wirklich,
ging nie durch verheerte Schlachtfelder
und rauchende Trümmerlandschaften.
Ich trage die Wüste in mir,
bin Schlachtfeld und Krieger zugleich,
Sieger und Besiegter.
Das Leben hat mein Schiff
auseinandergebrochen
mit dunklem Krachen.
Das Meer brach in mich ein,
wälzte sich sprühend durch mich hindurch,
bis ich unterging.

Wer ist so elementar,
die aufgewühlte Natur
zur Ordnung zurückzurufen?
Wessen Hand vermag es,
die Wogen zu glätten, zu besänftigen?

Ich kenne die Wüste nicht wirklich,
denn ich trage die Wüste in mir,
trockenes Rinnsal.
Jeder Schritt
hinterlässt
feine Spuren
goldgesprenkelten Sandes.

Hinter meinen Augen
verteilt der Wind die Dünen hauchfein.
Er deckt ein versteinertes Straußenei auf
und deckt es wieder zu.
Er fährt durch die Ruinen einer untergegangenen Stadt
und begräbt sie,
er küsst eine silberne Distel
und zieht weiter.


Dieter Wallentin

 
 

Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (09.07.2009)
" ... Ich kenne die Wüste nicht wirklich,/ denn ich trage die Wüste in mir ... " Gut ver-dichtet. Liebe & Schmerz? Metaphorisch.

Lothar
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Dieter Wal meinte dazu am 19.03.2011:
Danke. lieber Lothar!
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souldeep
Kommentar von souldeep (10.07.2009)
Die kraftvollen Bilder, die du hier auftischt, sprechen
mich an, Dieter. Es ist viel echtes darin verborgen,
finde ich, viel Gelebtes, Erträumtes, Verlorenes und
auch Gewonnenes...und seien es nur die Erkenntnisse,
die Reife, die daraus spricht.
Es sind Bilder, die zum einfühlen einladen...diesen
zerborstenen Schiffsrumpf im Brustkasten zu spüren
und vom tobenden Meer durchfluten zu lassen, die
goldenen Spuren rieseln zu fühlen, deren Glanz ein
wenig geblendet zu finden, das Versteinerte, die
ungeborenen und begrabenen Wünsche und Früchte
und vieles mehr.

:)
Herzliche Grüsse,
Kirsten
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Dieter Wal antwortete darauf am 19.03.2011:
Liebe Kirsten,

mit so großen Komplimenten kann ich nur schwer umgehen. Danke!

Herlich
Dieter
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Kommentar von wortverdreher (36) (12.07.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 19.03.2011:
Thx!
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ZornDerFinsternis
Kommentar von ZornDerFinsternis (14.07.2009)
Es ist wunderschön. Schmerzend, berührend...alles bricht aufeinmal auf mich herein - als würdest du, aus dem Abgrund meiner Seele schreiben - bin hin und weg.
LG, Anni
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Dieter Wal äußerte darauf am 19.03.2011:
Liebe Anni,

du schreibst auch manchmal aus meinem. Danke!

Herzlich
Dieter
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Lena
Kommentar von Lena (12.08.2009)
Sicher ist es ein lyrischer Prosatext, Dieter, aber für mich ist es ein Bild...ein Bild, das Liebe und Schmerz malt, so anschaulich und sichtbar, aber auch fühlbar und spürbar.

"Ich trage die Wüste in mir,
bin Schlachtfeld und Krieger zugleich,
Sieger und Besiegter."

Das sind die Zeilen, die ich am besten nachvollziehen kann, denn genauso geht es mir an manchen Tagen auch...Dein Text lässt mich die Aufgewühltheit nachempfinden, und trotzdem kommen solche schönen Worte vor wie "feine Spuren goldgesprenkelten Sandes" und "er küsst eine silberne Diestel"... das lässt irgendwie hoffen und gibt dem Text einen Hoffnungsschimmer...liebe Grüße, Arja
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Dieter Wal ergänzte dazu am 19.03.2011:
Liebe Arja,

Hoffnung gibt es immer, solange wir noch nicht wirklich gestorben sind. Danke sehr für deine Worte.

Herzlich
Dieter
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (14.07.2013)
Nur wer so empfunden hat, kann die innere Wüste so bildkräftig
schildern.
LG
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 10.11.2013:
Leider. Danke.
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unangepasste
Kommentar von unangepasste (14.07.2013)
In meinen Augen eines deiner besten Gedichte. Es gewinnt seine Kraft aus der Bildsprache, die hier nicht nur aus einzelnen Metaphern besteht, sondern ein bewegtes, in seinen Nuancen fein abgestimmtes Gemälde entstehen lässt.
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Dieter Wal meinte dazu am 19.10.2013:
Danke. :)
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Coline
Kommentar von Coline (01.02.2014)
Mir gefällt dein Gedicht sehr gut, aber diese zwei Zeilen "Ich kenne die Wüste nicht wirklich, denn ich trage die Wüste in mir," haben mich ganz tief berührt. Danke dafür. Lieben Gruß, Coline
diesen Kommentar melden
Dieter Wal meinte dazu am 03.02.2014:
Ist man ausgedörrt nach Trennungen, fühlt es sich wie Sand hinter den Augen an. Findest du nicht?
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Coline meinte dazu am 04.02.2014:
ja. Das stimmt wohl. Dein Gedicht ist einfach flutend. :) KG Coline
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Kommentar von janna (66) (01.02.2014)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Würdest du mich immer liebenInhaltsverzeichnisWalderdbeeren.
Dieter Wal
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Buch Annika: Edens Saphire..
Veröffentlicht am 09.07.2009, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 02.12.2013). Dieser Text wurde bereits 2.931 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.05.2018.
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