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Erzählung zum Thema Frauen/ Männer


von Feuervogel

Sie saß auf dem Sofa neben ihm und hatte es sich dort richtig gemütlich gemacht. Davor hatte er sich  noch um die Getränke gekümmert und da war sie etwas neugierig durch seine Wohnung getigert. Dabei entdeckte sie ein Photo von ihm, auf dem er witzig aussah mit einer Nickelbrille. Die Brille die er jetzt trug wirkte eher gediegen, eckig, konservativ. Da sie ihr Herz auf der Zunge trug, teilte sie ihm das auch so unverblümt mit. Aber eigentlich war es ja auch egal was für eine Brille er trug, denn mehr als Freundschaft, würde sie sowieso nicht für ihn empfinden. Ja, er war nett und sie war an diesem Abend gerne zu ihm gekommen, um mit ihm vor der Glotze abzuhängen, aber nach mehr stand ihr nicht der Sinn. Sie hatte keinen sexuellen Notstand, er wohl schon eher. Während der Film lief stopften sie sich mit Süßigkeiten voll. Im Film küssten sich die Darsteller und er meinte daraufhin, er sei schon lange nicht mehr geküsst worden. Ach nein, dachte sie so bei sich, was soll denn diese Aussage. Sie hatte erst gestern geküsst, und zwar den ganzen Kerl auf ihrem Sofa, jedoch das verschwieg sie ihm. Das ging ihn ja auch nichts an. Auf seine Aussage ging sie nicht ein und der Film lief weiter. Einige Zeit später sagte er, er sei unfruchtbar. Äh, wie bitte? Sie traute ihren Ohren kaum. Der Kerl den sie erst ein paar Stunden kannte, erzählte ihr plötzlich auf seinem Sofa, er sei unfruchtbar. Jetzt wusste sie ja wo der Hase lang lief. Er meinte, sie solle das wissen. Achso, dachte sie, ich müsse das wissen, damit ich hier ja ganz beruhigt die Beine breit machen kann, ohne später einen Braten in der Röhre zu haben. Natürlich wollte sie jetzt nähere Informationen hierzu haben,denn neugierig war sie eben auch und so fing sie an ihn auszufragen. Das aber passte ihm nicht und  er wurde ungehalten. Schließlich könne er nicht Fernseh schauen und zusätzlich reden. Was sollte das denn? Ah, tiefgründig sollte es also nicht werden, denn er wollte ja nur poppen und sie schon mal darauf vorbereiten, dass es hier nichts zu befürchten gebe. Sie ließ nicht locker und er erzählte wie er einst dieses Ergebnis bei seiner Musterung erhalten hatte. Dabei beschrieb er ihr seine Hoden, die wohl nur Kirschkern groß seien. Nun, darunter konnte sie sich jetzt nichts vorstellen, wollte sie auch gar nicht. Aber um das Paradoxe dieser Situation zu verdeutlichen, erzählte sie ihm von ihren Schamlippen. Wenn er etwas wollte, dann hätte er es doch zumindest da sagen können, z. Bsp.. ..oh das macht mich jetzt aber neugierig, darf ich mal sehen. Nun, er hätte sie nicht sehen dürfen, aber das wäre doch mal ehrlich und offen gewesen. Sie mochte keine Männer, die nicht ehrlich sagen können, das sie mit ihr schlafen wollen. Die, die um den heißen Brei rumreden, liebenswert zum Abkotzen sind und nicht mit Schwanz und Lust hinstehen können, um ehrlich zum Besten zu gebn was sie wollten. Sie gehört ja auch nicht zu den Frauen, die mit der Hintertür ins Haus fallen. Sie braucht klare Aussagen, denn so ist sie doch auch. Am Ende sagte sie ihm dann, ist ja schön für die Frau die mit dir schläft, aber ich hoffe du machst trotzdem Safer Sex im Zeitalter von Aids. So schauten sie weiter den Film an und da er wohl doch schon sehr müde war, schlief er ein neben ihr. Das störte sie nicht, jedoch wurde auch sie müder und müder. Irgendwann fielen ihr die Augen zu und sie erwachte etwas erschrocken, als sie die Musik vom Abspann des Films hörte. Sie hatten beide nebeneinander geschlafen und sie war so schläfrig und matt, dass sie sich erst einmal nicht gleich erheben konnte, um zu gehen. So kuschelte er sich an sie und sie ließ es zu, da dies ja auch nichts war, was ihr unstimmig vorkam. Da lag sie nun mit seinem Arm um ihren Körper. Alles war angenehm, ein schöner Tag, eine wirklich nette Begegnung ging zu Ende. Irgendwie kamen sie nochmals auf ihre Lebenssituation zu sprechen und sie sprach offen über ihre Erkrankung, die sie zu früh schon zur Rentnerin gemacht hatte. Da es aber schon mitten in der Nacht war, wollte sie jetzt auch nicht mehr in die Tiefen ihrer Geschichte einsteigen. Sie sagte ihm, sie wolle nun gehen und erhob sich. Er brauchte einige Zeit und bat sie zu warten, da er sie an die Tür begleiten wollte. Da er sich eine Zigarette drehte und ihr Fragen zu ihrem Leben stellte, blieb sie sitzen. Sie antwortete, war natürlich emotional, da das was ihr wiederfahren war damals,  ja kein Spaziergang gewesen war. Er verstand nicht, wie sie denn heute noch so so agressiv sein könne. Sie hätte wohl noch nicht vergeben. Sie dachte bei sich, wie kann ein fremder Mensch, der sich achtsam und spirituell wähnt, mitten in der Nacht noch solche Gespräche führen wollen. Wie kann einer der nichts über einen anderen weiß, sich zu solch oberflächlichen Ausagen hinreißen lassen? Sie gab ihm zur Antwort, dass sie ja nun schon lange auf ihrem Weg sei und das sie wisse was sie täte, manche Dinge könne man nicht verzeihen, damit müsse man eben leben. Sie hasse ja nicht, sie empfindet Mitgefühl, aber das was war hatte ja ihr Leben zerstört und mit den Folgen müsse sie schließlich leben. Sie tat ja wahrlich ihr Bestes. Was  wusste er schon. Plötzlich sprach er die Brille auf seiner Nase an. Das es doch unwichtig sei, wie man aussehe, wenn man sich selber liebe, dann begegnen einem nur Menschen die das auch täten. Was wollte er denn nun damit noch in den Raum stellen? Das sie ihm das mit der Nixckelbrille, die ihm in ihren Augen besser stand, gesagt hatte, war ihre ehrlich Meinung gewesen, die er ja zuerst noch so angenehm und positiv empfunden hatte. Ah, jetzt drehte er den Spieß um, wollte ihr wohl weiß machen, wie wenig sie sich selber liebe, wenn sie andere so kritisieren müsse. Doch den Schuh zog sie sich nicht an. Sie wusste, das sie mit sich nicht immer im Einkalng war und ist, aber dazu stand sie. Sie musste nicht aller Welt ihre spirituelle Pseudofassade -von ach ich bin ja so zufrieden -und die Welt ist so wie ich sie mir mache und alles ist gut Geblubber- täuschen. Sie war und ist nicht die Liebe in Person, sie ist traurig, unzufrieden, manchmal bitter, manchmal genervt, müde, ausgebrannt, einsam und wund, ja das ist sie. Aber sie ist auch Kraft, Liebe, Kreativität, Power, Lust, Mut, Ideenreich und vorallem eines ist sie sicherlich, absolut. Sie ist AUTHENTISCH in der Liebe und im Leid. Er hätte doch die andere Brille nicht absetzen müssen. Er hätte doch bei sich bleiben können, wenn er sich so liebt. Warum hat er das denn getan? So gleichgültig, wie er vorgab, waren ihm die Meinungen Anderer nicht. Oder wollte er halt erst einmal nur besonders höflich sein? War das Berechnung, um sie schließlich irgendwann flach legen zu können? War er der Wolf im Schafspelz? Sie saß höflich da, während seine Agression und Unzufriedenheit mehr und mehr aus seinen Worten herauszufühlen war. Als sie sich schließlich erlaubte ihre Meinung zum Besten zu geben, fuhr er ihr über den Mund und meinte, dass sei ihm jetzt aber alles zu viel, zu so später Stunde solche Gespräche zu führen. Da platzte ihr beinahe der Kragen. Diese Psycho-Aussage von irgendwelchen Psycho-Pseudo-Spirituellen Säcken kam ihr bald zu den Ohren heraus. Diesr Satz, -ach das ist mir jetzt aber alles zu viel bla bla-, ist die pure Abwehr, die pure Unachtsamkeit. Wo sind denn da Liebe und Mitgefühl, du Pseudo-Guru, dachte sie bei sich. Sie kämpfte mit den Tränen. Was für einen Idioten hatte sie sich denn jetzt schon wieder an Land gezogen? Der schlug mit Macht in ihre Wunden, wohl weil er seine eigenen nicht sehen wollte. Egal, so ist es, dachte sie. Da weist dich wieder jemand nur auf deinen Schmerz hin, und es bleibt dir nichts anderes übrig jetzt liebevoll zu dir zu sein, denn sie sah ja, Andere können es nicht immer sein. Ich bin geblieben, weil du Fragen an mich hattest und ich habe dir zugehört, entgegnete sie ihm, dies gebot mir meine Höflichkeit, jetzt aber gehe ich. Warum musste er diesem wirklich schönen und angenehmen Tag am Schluss in der Nacht so einen Hieb versetzten? Männer müssen wohl zu Schweinen werden, wenn Frauen auf ihre "unfruchtbaren Angebote" nicht eingehen und vor ihre Pussi das Schild " Betreten heute verboten" aufgehängt haben. Mit Tränen in den Augen schlich sie zum Auto und traute ihren Gefühlen kaum. Da saß er und sprach von Mitgefühl und Achtsamkeit und wie sehr er sich doch lieben würde, und das es ihm doch scheiß egal wäre was andere von ihm denken. Wie scheiß egal ihm das war, hatte sie ja nun zu spüren bekommen. Eines jedenfalls ist ihr wieder mehr als deutlich geworden durch diese Begegnung . Wenn sich einer so sehr liebt, dass es egal ist wie er auf andere wirkt, dann kann er ja eigentlich anziehen was seine Partnerin wünscht, denn er täte es aus Liebe zu ihr und stören tut es ihn nicht, denn ihm ist es doch egal. Was pocht so ein Mensch auf die Liebe Anderer und ist bereit so wenig zu geben. Traurige, arme Welt, einsame, verwundete Menschheit. Das wäre mal Größe, sich aus Liebe zum karierten Hemd hinziehen zu lassen, ganz bewusst, mit voller Klarheit, das man die Kritik des Anderen annimmt und sie zu seiner Realität macht, nicht um des lieben Frieden willens, sondern der Liebe wegen. Aber sie war ja gar nicht seine Partnerin, und sie würde es auch nicht werden. Warum hatte er sich nur so ereifert? Am nächsten Tag sandte sie ihm eine sms und bedankte sich für das Schöne. Das andere hatte ja nichts mit ihr zu tun. Er schrieb ihr, freut mich, dass es dir gut getan hat. Seit dem hatte sie nichts mehr von ihm gehört und nun wußte sie, er hatte sich nicht für sie interessiert, er war nur so nett gewesen, um sie letztlich flach legen zu können.

Michaela Möller

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (06.03.2020)
Eigentlich nicht schlecht, wenn's nicht so schlampig gemacht wäre.

Nichts für und gut, aber die vielen Fehler wirken halt doch sehr störend!
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Veröffentlicht am 14.07.2009, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.07.2009). Textlänge: 1.696 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.444 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 10.04.2021.
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