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GreisinInhaltsverzeichnisKomm, Bruder Tod

Humoristische Grabinschriften für das Leben danach!

Engagiertes Gedicht zum Thema Tod


von Dieter Wal


Dieser Text gehört zum Projekt Texte vom Tod.
Motto:


"- Das letzte Wort behaltend, bis ans Ende,
schrieb sie die Grabschrift selber. Das spricht Bände." 


Mascha Kaléko, Epitaph an die Verfasserin
aus: In meinen Träumen läutet es Sturm, S. 137





Epitaph

Den alten Männern und den jungen,
den jungen Mädchen und den alten
soll diese Grabschrift vorgesungen
werden, wenn nicht vorgehalten.
Der Preis der Poesie ist teuer.
Poeten hüten ängstlich Feuer,
und jedes Wort, das sie hinsprechen,
bezahlen sie mit Nervenschwächen.
Ihr seht nur, was er hingebaut.
Des Dichters Elefantenhaut
war seidendünn,
vom Fuße bis ans Kinn,
vom Scheitel bis zur Sohle.
Ich bin im Urlaub,
dass ich mich erhole.
Jenseits unsrer Planeten
weggetreten,
mit leichtem Schritt,
in ein Land der Ewigkeit.
Noch ha'm Sie Zeit.
Kommen Sie nicht mit.



*



JETZT IST DIETER DER REIMER IM EIMER.



*




DER BÄR WAR ZU SCHWER.




*







Heute wegen Krokusbesichtigung
von unten geschlossen. Morgen
auch. Kann etwas länger dauern.






*






Ich bin ein Star, holt mich hier raus!





*





Banane?





*




Besucher-WCs um die Ecke!






*





Komm schon!






*






Trink Coca Cola!






*







Bitte keine Blümchen abbeißen!

Anmerkung von Dieter Wal:

Diese Aphorismen in Form von Eulogien oder Grabinschriften möchten indirekt zum humoristischen Umgang mit dem eigenen Tod anregen.

Nicht weil Sterben etwa lustig wäre, sondern gerade weil Sterben eine eher ernste und vielleicht sogar unter glücklichen Umständen geradezu heilige Angelegenheit sein kann.

Wer sich den Tod zum Freund macht, ohne morbid zu werden, wer sein Leben so ordnet, dass er mit seinem Tod rechnet und sich im Lebensvollzug seiner Sterblichkeit bewusst bleibt, erfährt tieferes Glück, wahre Lebendigkeit und wirklich heitere Lebensfreude.

Dem kann wenig im Leben ernsthaft etwas anhaben, denn dieser Mensch hat sich dem größten Problem, dem unlösbaren Rätsel des Lebens, fragend und aufgeschlossen zugewandt.

Damit stellt er sich immer wieder neu den wesentlichen Fragen der Philosophen:

1. Woher kommen wir?

2. Wohin gehen wir?

3. Warum leben wir? Was ist der Zweck unseres Daseins? Was ist für mich der Sinn meines Lebens? Oder kenne ich mehrere?

4. Wie soll ich leben? Welche Ziele möchte ich vor meinem Tod unbedingt erreicht haben? Was kann ich dafür tun?

5. Wie will ich sterben?


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Misanthrop (31) (25.07.2009)
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Dieter Wal meinte dazu am 25.07.2009:
Verdammt guter Grabspruch. Schade, dass er nicht tatsächlich auf seinem Grabstein steht. Oder doch? Weißt du, wo er diese Grabinschrift veröffentlichte? War mir gar nicht bekannt, obwohl ich sein Gesamtwerk las und große Stücke auf diesen Poeten halte. Daher herzlichen Dank für deinen Beitrag!
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Misanthrop (31) antwortete darauf am 25.07.2009:
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 25.07.2009:
Auch das wusste ich nicht. Diese Deppen! Das pfunkelt ja von Intelligenz bei Clark Gable (Urmel aus dem Eis schreibt "pfunkeln" ;-). Vermute amerikanischen Puritanismus. Aber warten wir mal ab, ob mein Spruch eines Tages gemeißelt wird. Leider kann ich dir dann hier nicht mehr davon berichten. :D
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Misanthrop (31) äußerte darauf am 25.07.2009:
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Kommentar von Tintenbub (69) (25.07.2009)
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Dieter Wal ergänzte dazu am 25.07.2009:
Im Barock waren sie bedauerlicherweise humorfrei.
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Dieter Wal meinte dazu am 26.07.2009:
Welche ist Misanthrops Meinung (Nicht dass ich seine Kommentare hier nicht zu schätzen wüsste!)?
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Tintenbub (69) meinte dazu am 26.07.2009:
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Dieter Wal meinte dazu am 26.07.2009:
Jetzt verstanden. Ein Grabspruch sollte zur Person und ihrem Leben passen. Aus meiner Sicht und bei bestem Wissen und Gewissen versichere ich dir, dass die bisherigen Grabsprüche recht gut zu mir passen! ;-) Die süddeutschen sind phantastisch. Gerade sie ermutigten, eigene zu verfassen, denn es gab mit ihnen eine deutsche Tradition, an die sich anknüpfen ließ, bei denen Humor selbstverständlich war. Erster Auslöser war der Grabspruch meines Senior-Texters Klaus Neuser "HEUTE RUHETAG!".
(Antwort korrigiert am 27.07.2009)
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Kommentar von Asvika (23) (03.08.2009)
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Dieter Wal meinte dazu am 03.08.2009:
Die ersten beiden solltest du nehmen. Aber wär doch blöd bei so guten Grabsprüchen ebenso jung ins Gras zu beißen. Der letzte Spruch ist ein "burschikoser frauenfeindlicher Klassiker", der mir, zu meiner Schande, trotzdem fast gefällt. Ich find des zu derb. Aber für sich ist er fast gelungen.
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managarm meinte dazu am 04.08.2009:
@ Dieter: Du hast ja Ideen!;-)
@ Asvika: Du auch:-) "(Dornröschen 2.0"

Wenn ich einen Grabstein bekäme, müsste darauf zu lesen sein: "Glotz mich nicht so blöde an! Ich bin tot!" ;-)

Herzlich
Frank
(Antwort korrigiert am 04.08.2009)
(Antwort korrigiert am 04.08.2009)
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Dieter Wal meinte dazu am 09.08.2009:
Hallo Frank,

"Guck nicht so dumm, bin doch tot!" findet die Gnade des Herrn Araki. Darf ich den klauen?

Herzlichen Gruß
Dieter
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managarm meinte dazu am 09.08.2009:
Ich schenke ihn dir, Dieter!;-))
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Dieter Wal meinte dazu am 26.05.2010:
Das könnte ich mir auch gut als Grabinschrift vorstellen:


Der Zitronenknabe kommt aus dem Grabe,
frisst Zitronenknödel und ärgert
die immer grellere Zitronenzicke.
Sie macht sich aus dem Staub.


Meinungen dazu?
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Dieter Wal meinte dazu am 23.03.2011:
Ich hab noch einen:


Wegen Krokusbesichtigung von unten geschlossen.
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Dieter Wal meinte dazu am 27.03.2011:
So ist richtig:


Heute wegen Krokusbesichtigung
von unten geschlossen. Morgen
auch. Kann etwas länger dauern.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes «Hin und weg!» Texte vom Tod..
Veröffentlicht am 25.07.2009, 26 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.02.2013). Dieser Text wurde bereits 5.978 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.11.2018.
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