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InhaltsverzeichnisA Pomba

O Escorpião

Fabel zum Thema Entfremdung


von Lisboeta

Ia o Escorpião pelo seu caminho à procura de insectos. À entrada do seu buraco, junto a uma pedra, tocou sem querer na Flor de Verão, de cor muito amarela. Pensou:
- Parece o Sol!

Muitos dias passaram e, de cada vez que ele saía do seu buraco, parava para admirar a Flor bonita. Quando regressava, não o fazia sem estacar olhando para ela. Um dia falou-lhe:
- Flor, posso deitar-me na tua sombra, para te poder olhar de perto?
A Flor porém respondeu-lhe:
- Peço-te que não me perturbes o sossego. Nesta solidão inspiro o ar quente do Verão, absorvo os raios de luz, saboreio os empurrões do vento. Tudo isto quero fazer sozinha sem importunos perto de mim.
O Escorpião retorquiu:
- E que diferença faz, se eu ficar aqui nesta sombra, projectada por ti?
- Olha - disse a Flor – eu nasci para morrer no Outono e quero ficar sozinha, porque o tempo é curto de modo a poder apreciar tudo o que ele me dá. Não me posso distrair.
O Escorpião explicou:
- Linda Flor, eu não te vou estragar antes do teu tempo. Só gostava de me deitar aqui, e aqui ficando, poder-te ver cada vez que abro os olhos. Nem perfumes consigo captar, que poderia eu extrair de ti, que fosse teu prejuízo?

Indiferente, a Flor não o mandou embora e ele deitou-se na sombra dela, feliz e repleto de sentimentos ternos.

Mas a sombra era pouca, por vezes nenhuma. O calor do sol começou a secar-lhe a carapaça. Ainda murmurou:
- Eu morro!
E como fosse o seu sofrimento insuportável, levantou a cauda e enterrou o ferrão na sua própria cabeça.
Moribundo balbuciou:
- Linda Flor!
E ficou esticado, ali na sombra do chão.

A Flor voltou-se, dizendo:
- Finalmente!

Missi
25.08.2009

Anmerkung von Lisboeta:

Übersetzung von Thomas
(mit bestem Dank)

Der Skorpion

Da ging der Skorpion seines Wegs auf der Suche nach Insekten. Am Eingang seiner Höhle, nahe einem Stein berührte er unabsichtlich die Blume des Sommers, die so gelb war. Er dachte:
- Sieht aus wie die Sonne!

Viele Tage vergingen und jedes mal, wenn er aus seiner Höhle kam, hielt er an, um die schöne Blume zu bewundern. Wenn er zurückkam, machte er das nicht ohne auf sie zu blicken. Eines Tages sagte er zu ihr:
-Blume, darf ich mich in deinen Schatten legen um dich von Nahem anzusehen?
Die Blume antwortete ihm darauf:
- Ich bitte dich, meine Ruhe nicht zu stören. In dieser Einsamkeit atme ich die heisse Luft des Sommers, absorbiere die Lichtstrahlen, geniesse die Windstösse. Dies alles will ich allein tun, ohne
Störungen in meiner Nähe.
Der Skorpion erwiderte:
- Was macht es für einen Unterschied, wenn ich hier in deinem Schatten bleibe, der von dir geworfen wird?
- Schau - sagte die Blume - ich wurde geboren um im Oktober zu sterben und will allein bleiben, weil die Zeit zu kurz ist, alles zu geniessen was sie mir gibt. Ich darf mich nicht ablenken.
Der Skorpion erklärte:
- Schöne Blume, ich werde dich nicht vor deiner Zeit verderben. Ich würde mich nur gerne hier
hinlegen um dich jedes Mal, wenn ich die Augen öffne, sehen zu können. Nicht einmal Düfte gelingt es mir einzufangen, was ist Deine Bedenken?

Unentschieden, schickte ihn die Blume nicht fort und er legte sich in ihren Schatten, glücklich
und voll von zärtlichen Gefühlen.

Aber da war wenig Schatten, manchmal gar keiner. Die Hitze der Sonne begann ihm die
Panzer auszutrocknen. Er murmelte: Ich sterbe!
Und, wie wenn sein Leid unerträglich wäre, hob er den Schwanz und versenkte den Stachel in seinen eigenen Kopf.
Sterbend stammelte er:
- Schöne Blume!
Und verblieb ausgestreckt im Schatten auf dem Boden.

Die Blume sah sich um und sagte:
- Na endlich!



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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Contos de Paz e de Violência.
Veröffentlicht am 25.08.2009, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.11.2009). Textlänge: 297 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.512 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.08.2020.
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