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Teil I

Epos zum Thema Feind(schaft)


von Kleist

Gnork der Stinker stand, auf sein zweihändiges Zackenschwert gestützt, auf der obersten Burgzinne und ließ seinen kühnen Blick weit über die endlose grabanische Kalksandsteinsteppe schweifen, die im Westen vom mächtigen Spelterwasser und im Osten von den beeindruckenden Ri-Ra-Runkel-Bergen begrenzt wurde.
Gnork fing an, in seinen Taschen zu kramen, ohne eigentlich genau zu wissen, wonach er suchte. Unglücklicherweise hielt er dabei sein Zackenschwert nicht mehr fest genug, welches daraufhin über den Rand der Zinne und die volle Höhe des Belagerungsturmes hinunter fiel.
Zum Glück blieb es ein Stück neben dem mit Säure gefüllten Burggraben liegen und fiel nicht hinein.
Gnork musste also wohl oder übel die dreihundert Werst Höhenunterschied bis zum platten Boden zurücklegen, die Falltür herunter lassen und überschreiten, das Schwert ergreifen, und ...
Gnork überlegte, was er wohl alles anstellen könnte, wenn er bewaffnet vor dem Burgtor stehen würde.
Es nützte alles nichts: Gnork ließ die Strickleiter hinunter und kletterte hinab bis zur ersten Palisade. Dort angekommen, legte er erst einmal eine Pause ein, griff in seinen Proviantbeutel, machte sich über die marinierten Spelterwasserkrabben her und bestellte sich einen Humpen dunklen Zwergenbieres.
Der Wirt war ein rothaariger, stämmiger, bärtiger, untersetzter, bärbeißiger Mittvierziger, dem man schon an seinem Gang und seiner ganzen Art anmerkte, dass er den größten Teil seines Lebens zur See gefahren war.
Gnork leerte den Krug in einem Zug und wollte sich gerade erheben, als aus einem entfernten, dunkleren und stark bewaldeten Winkel der Schenke ein Armbrustbolzen auf ihn zu schoss, sein linkes Ohr nur knapp verfehlte und in ein Schnapsfass einschlug, welches daraufhin mit ohrenbetäubendem Lärm explodierte.
Gnork zog und entsicherte seinen Zweihandkrummsäbel und stürmte unter lautem Kriegsgeheul ins Unterholz.
Das war das Zeichen für die Chaoszwerge zum Angriff. Ihr Anführer, ein rothaariger, stämmiger, bärtiger, untersetzter, bärbeißiger Mittvierziger, dem man schon an seinem Gang und seiner ganzen Art anmerkte, dass er den größten Teil seines Lebens zur See gefahren war, schleuderte seinen Kriegshammer wie einen rotierenden Irrwisch in die feindlichen Reihen.
Drüben mähte die scharf geschwungene Sense Dutzende nieder.
Schon bald zeichnete sich ein Sieg der kaiserlichen Truppen ab.
Gnork verließ enttäuscht und geknickt den Ort des Geschehens, griff sich sein Zackenschwert, wickelte es wieder ein und trottete müde und erschöpft zurück in seine Gemächer, blätterte noch kurz in einem alten Palimpsest aus dem Nachlass seines Großonkels mütterlicherseits, der einer der berühmtesten Quacksalber südlich des Hüärlp gewesen war, und schlief dann relativ schnell ein.
Im Traum maß er sich im Armdrücken mit der Hohepriesterin des Tempels der verloren gegangenen Götter und bekam für seinen Sieg eine kunstvoll geschmiedete gusseiserne Bratpfanne, sowie ein 13-teiliges Messer-Set zum Vorzugspreis  von nur einer halben Golddublone und vier Silberlingen.

In seiner Küche konnte er den Kram gut gebrauchen. Er feuerte den Herd an, setzte die neue Pfanne darauf und ließ in dieser DREI UNZEN BUTTER zerlaufen. Unter ständigem Rühren mengte er zwei Pfund kleingehackte Erdwurzeln bei, ließ diese anbraten, gab eine Hand voll möglichst abgehangener Vogelbeeren, sowie eine Prise zerstoßener Ogerknochen hinzu und schlug dann noch das Ei eines grünen Donnervogels hinein.
Nochmal rühren, mit Kalisalz abschmecken, durch ein Fischereinetz abseihen - Bon appetit! Derartig gestärkt machte sich unser Held nun auf den Weg in die Stadt, wo er zielsicher die Generalbataillonskommandantur des östlichen Heerhaufens ansteuerte.
Da der Wachmann an der Eingangspforte jedoch einen irgendwie unsympathischen Gesichtsausdruck hatte, verwarf er seinen Plan, sich auf zwölf Jahre beim Bataillon zu verpflichten und schlenderte gemächlich Richtung Hafenpassage. Als er am Kai angekommen war, ließ er seinen gewohnt kühnen Blick über das endlose Meer schweifen. Das Wasser strahlte eine unglaubliche Ruhe und Zufriedenheit aus.
Gnork betrachtete versunken das Spiel der Sonnenstrahlen, die sich in den Wellenkämmen vor und zurück spiegelten.

So musste die Ewigkeit sein:
Ein sanftes Schwappen und Plätschern, kaum durchdrungen von den schweren Kielen der mit fremdländischen Handelswaren überbordenden Dschunken, die durch ihre sanft wiegenden und wogenden Schaukelbewegungen fast vergessen ließen, dass sie einst stolz aufragende Laubbäume aus tiefen und dunklen Wäldern gewesen waren; durch kräftige und wohlgezielte Axthiebe unversehens zu Fall gebracht. Zersägt, geschreddert, mit Holzleim vermengt und schließlich in wächserne Schiffsformen gegossen; Puderzucker und Sahne drauf: Fertig!
Gnork erschnauderte sich bei dem Gedanken, der leise in der brausenden Dünung vor sich hin wabernde Zweimastrahsegelschoner "Spökenkieker römisch zwo", auf dem er anzuheuern gedachte, könnte sein selbst gestecktes Ziel verfehlen und einer der

Anmerkung von Kleist:

In Strophe IV, Vers 17 muss es statt "angeheuert" heißen: "Gammastrahlung aussendende"


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Kleist
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Dies ist ein Abteilung des mehrteiligen Textes Letzte Ausfahrt Güstrow - Verloren im Andromeda-Nebel.
Veröffentlicht am 04.09.2009, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.07.2012). Textlänge: 714 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.528 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.09.2021.
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Grabanien 1951
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