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Der PoetInhaltsverzeichnisIllusion einer Zeit

Die Zeit

Gedicht zum Thema Zeit


von Lisboeta

Was ist die Zeit?
Wie sieht sie aus?
Wie eine eitle Frau
verändert sie ständig
ihr Aussehen und sich.

Die Zeit, die ich
von meinem Arm ablese,
ist etwas sehr Bestimmtes,
Messbares, Verständliches.
Diese Zeit,
sie eilt dahin und drängelt mich
aus meiner eigenen Tür.
Sie bestimmt,
ob ich arbeite oder ruhe,
Sie diktiert
Vernunft und Sinn.

Wenn ich aber
an die Zeit denke,
in der ich ein Kind war,
bekommt sie auch Düfte,
wird von Träumen geprägt
und von Wünschen erfüllt.
Die Luft wird warm,
gemütlich werden die Räume,
in denen diese Zeit verweilt,
und Geborgenheit
strahlt aus jedem Gesicht.

Denke ich an jetzt,
wird die Zeit zu einem Zug.
Mal schnell, mal lahm,
fährt er die Berge hoch,
vorwärts nur mühsam.
Es verlieren sich die Düfte,
denn die Fenster sind zu.
Es verliert sich die Wärme,
denn es ist Winter
und keiner schließt die Tür.

Die Zeit steht auch
für die Zukunft.
Wie sieht die Zeit dort aus?
Jeder Wunsch hat ein Fragezeichen,
für Wärme steht nur Nebel,
für Kälte schweres Gas,
jeder Schritt ist ein Schweben,
jedes Wort hat ein stilles Echo.

Und doch ist die Zeit da,
damals, jetzt
und irgendwann.
Aber wir sehen sie nicht.
Ist vielleicht das Denken
wie eine Zeitmaschine,
es erzeugt und verändert
das Tempus mit dem Ziel,
so dass uns diese Zeit
als unreal erscheint?

Die Zeit:
immer ist sie da.
Ist das wirklich so,
oder ist es nur
irgendeine Vorstellung
in unserem Gehirn?
Wenn die Zeit da ist,
wie alt ist sie dann?
Wird sie so alt sein
wie der erste Mensch,
der auf der Welt erschien?

Oder ist sie so alt,
wie mein Bewusstsein
darüber, wer ich bin?
Gleichgültig,
wie ich über sie denke,
bleibt die Zeit genauso,
wie sie immer ist,
unverändert und neu.
Lebhaft lauert sie,
ihr entkommt nichts,
ob Einsamkeit,
Trauer oder Freude.

Vielleicht ist die Zeit
mit dem Tod verwandt.
Beide diktieren so brutal 
Leben und Schicksal
von Generationen.
Wie der Tod, so die Zeit.
Es ist ihrer Grausamkeit,
die uns Menschen
zusammen treibt.

06.12.2008


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von D_Epperlein (57) (23.09.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Lisboeta meinte dazu am 24.09.2009:
Lieber Detlef, in diesem von der Zeit verzauberten Tag, bedanke ich mich für deinen Kommentar. Liebe Grüße - Maria
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Überlegungen.
Veröffentlicht am 19.09.2009, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.09.2009). Textlänge: 340 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.441 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.07.2020.
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