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Geschäfte in der Nr. 13

Grotesk-Zeitkritisches Drama zum Thema Arbeit und Beruf


von Jorge

In der Nr. 13 war seit Jahren der Wurm drin.
Früher hieß der Laden „Schlossklause“.
Für uns Kinder gab es Malzbier am Juniortresen.
Oben redeten unsere Väter  und unten wurden Bilder  und Glasbucker getauscht.
In meiner Lehrzeit machte hier der erste Grieche sein Lokal auf.
Der schleppte laufend hübsche Mädels ab und heiratete auch alle Jubeljahre.
Konstantinow  blieb schließlich  bei der Bäckerstochter  Gerda hängen. Das war sein Aus als Geschäftsmann. Gerda hatte eine „Zsazikiallergie“ – es dauerte nur eine Saison und Konstantinow  war pleite.
Der Insolvenzverwalter  Rudi, ein ehemaliger Hauptfeldwebel machte seiner Isolde zu Liebe einen Buchverkauf mit Barbetrieb auf.
Zunächst lief alles ganz gut  bis eines Tages der Landrat sich ein Buch empfehlen ließ. Isolde meinte: „Ich kann Ihnen „Verblühte Rosen“ von Andrew Taylor empfehlen“
Der Landrat  verstand „Verbrühte Hosen“ – fühlte sich verarscht und schickte seine Gewerbeaufsicht in die Spur.
Da bei Rudi und Isolde fast ausschließlich gesoffen wurde und man in einem Hinterzimmer  auch noch Glückspielaktivitäten  feststellte, war der Laden Ruck Zuck dicht. Das Objekt  war jedenfalls  wieder einmal zu vermieten.

Nun trat ich auf den Plan:
„Ich versuche in dieser Krisenzeit selbst mein Glück“ sagte ich zu meiner Frau.
Glück war das Stichwort. Von der Hausnummer  13 subtrahierte ich meine Glückszahl 7  und wurde folgerichtig auf 6 orientiert.
Im Nu gingen mir Tausende Geschäftsmodelle durch den Kopf: Johnnys Rammelbude, Johnnys Präserei und viele weitere wurden schnell verworfen es blieb:
                            Johnnys  SEXQUELLE.
Irgendwie war ich schon immer aus der Rolle gefallen. In unserem regionalen Anzeiger, der jeden Freitag in Tausende Briefkästen gesteckt wird, schaltete ich meine erste Anzeige. Die Frau am Anzeigetresen war erfreut,  endlich einen Neukunden zu bekommen und drängte mich zu einer  Achtelseite im Vierfarbdruck mit einer Laufzeit von 4 Wochen für 300 Euro. Ich sagte, dass das für mich nicht in Frage komme, ich brauche eine ganze Seite zum gleichen Preis. Nach harter Verhandlung bekam ich meine ganze Seite in schwarz/weiß als Einlageblatt.

Da stand es nun in Riesenlettern: 
Quelle ist tot  -  es lebe  Johnnys
SEXQUELLE
Zur Eröffnung  gab es für die ersten Hundert Kunden  „Dildo-Burger“ umsonst.
Der größte Besuchermagnet  war aber die in Aussicht gestellte kostenlose Brustvergößerung  für die 1000. Kundin.
Vorsorglich hatte ich in der Anzeige in kleinen Buchstaben hinzufügen lassen: „unter Ausschluss des Rechtsweges“
Als Gewinnerin präsentierte ich Anna Kulikowa. Anna ist Egons Cousine  und sie war nicht abgeneigt, Vorher/Nachher –Fotos ihres Busens in den Schaufenstern zu präsentieren. Ihr müssen ohnehin alle Jahre die Billigimplantate  ausgetauscht werden.

Ich bin ja nicht größenwahnsinnig, aber der Laden läuft momentan megagut.
Ich plane von Norderstedt über Leipzig und Hannover nun auch in Köln und München meine eigenen Sex Quellen zu eröffnen.
Ehemalige  Quelle Mitarbeiter  haben ihre Unterstützung zugesagt als 6 Euro Jobber in meine  Kette einzutreten.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von chichi† (80) (28.10.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Jorge meinte dazu am 28.10.2009:
Danke Gerda für das Lächeln am frühen Morgen
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AZU20
Kommentar von AZU20 (28.10.2009)
Es ist erfreulich, welch gute Werke du dir und anderen tust. Weiter so! LG
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Jorge antwortete darauf am 28.10.2009:
Danke Armin für den Zuspruch.
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (28.10.2009)
Wer sagt es denn? Die Quelle-Mitarbeiter bekommen eine neue Chance - und das sogar zu handelsüblichen Konditionen...

eine unterhaltsame Geschichte mit erstem Hintergrund, lieber Jorge.

Bei kommenden Geschäftseröffnungen empfehle ich, statt des Dildo-Burgers Dildo-Hotdogs und Amy-Winehouse-XXL-Burger zu servieren, um den Laden noch schmackhafter zu präsentieren. ))

LG, Dirk
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Jorge schrieb daraufhin am 28.10.2009:
Danke Dirk für deine Hinweise. Ich leite sie an meine Werbeabteilung weiter.
Ich muß mich jetzt selbst voll auf die Ausweitung des Geschäfts in Asien kümmern. Ich sitze mit Amy und ihrem Vater auf der chinesischen Mauer und wir lachen über deinen Kommentar. Ist das nicht ein Zufall?
Zai jian (Auf Wiedersehen) Jorge
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Didi.Costaire äußerte darauf am 28.10.2009:
Oha! Dass sie bloß nicht nach vorne überkippt. Man sieht es ja bis hierhin blitzen.
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Jorge ergänzte dazu am 29.10.2009:
Es ist nix passiert Dirk. Wir sitzen schon wieder im Flieger und Amy schäft; ihr Röckchen ist leicht verrutscht.
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Kommentar von Feuervogel (31.10.2009)
Ha, grööööhhhhllll...isch schmeiß misch wech...das ist so super, geil..."Sex-Quelle"...na da muss erst mal einer drauf kommen....LG Ela
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Jorge meinte dazu am 18.11.2009:
Vielen lieben Dank Ela für die Empfehlung und den Klick auf favorito.
Darüber freut sich der Spaßmacher besonders. Dein ungehemmtes Lachen war grenzüberschreitend zu vernehmen. LG Jorge
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Kommentar von BBA (43) (18.11.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Jorge meinte dazu am 18.11.2009:
Ganz vielen Dank BBA für den erfreulichen Doppelklick aus deiner Hand.
An manchen Tagen ist man eben etwas juxiger eingestellt als an den ernsten.
Vielen Dank für die Wertschätzung und LG Jorge
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Jorge
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Veröffentlicht am 28.10.2009. Textlänge: 453 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.575 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.07.2020.
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