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Poet sein (Übersetzung aus dem Portugiesischen)

Gedicht zum Thema Schreiben


von Lisboeta

http://www.keinverlag.de/texte.php?text=236141

Poet sein
(Deutsch von Thomas)

Poet zu sein, heisst anders zu sein,
Das zu sein, was nicht alle sind.
An Gott und an die Traurigkeit zu glauben,
Indem man auf das Herz hört.

Poet zu sein, bedeutet das Herz zu hören,
Manchmal ist es brennendes Fieber,
Das ein Gefängnis ist
Für das, was uns belügt.

Poet zu sein, heisst verrückt zu sein,
Zu hören, dass niemand lügt,
Oder das, was der Andere hört,
Der uns gleich ist.

Ich bin kein Poet, noch habe ich diese Ambition.
Ich bin nicht, was diese sind,
Ich habe keine Seele und kein Herz
Um seine Manifestation zu hören.

Ich möchte ein bischen so sein.
Ich würde gerne, Poet, so sein wie du,
Nur dir ein wenig ähnlich.

(Anmerkung: Als Schülerin ging ich an dem Denkmal des portugiesischen Dichters Cesário Verde vorbei. Ich wünschte damals, so zu werden wie er.)

Anmerkung von Lisboeta:

http://www.keinverlag.de/texte.php?text=236141

Ser poeta

Ser poeta, é ser diferente,
Ser aquilo que nem todos são.
Ser em Deus e na tristeza crente.
Em ouvir o coração.

Ser poeta, é ouvir o coração,
Às vezes é febre ardente,
Que faz uma prisão,
Àquilo que nos mente.

Ser poeta é ser louco,
Ouvir o que ninguém mente,
Ou o que ouve o outro
Que é igual à gente.

Não sou poeta, nem tenho essa ambição.
Não sou o que eles são,
Não tenho alma ou coração,
Para ouvir a sua manifestação.

Gostaria de ser um pouco assim.
Gostaria, poeta, de ser como tu,
Somente parecida um pouco a ti.

1970
(13 anos)



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Kommentare zu diesem Text


Fuchsiberlin
Kommentar von Fuchsiberlin (25.11.2009)
Liebe Lisboeta,

ein sehr tiefsinniger und schöner Text.

Ein Poet lebt Gefühle und Gedanken und füllt diese mit Bildern, und schaut sich das Leben aus seiner ureigenen Sicht an.

In einem gefühlvollen und feinfühligen Menschen steckt daher ganz bestimmt eine poetische Ader.

Ganz liebe Abendgrüsse
Jörg
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Lisboeta meinte dazu am 26.11.2009:
Lieber Jörg,

vielen Dank für deine Worte und deiner Empfehlung. Bei diesem Gedicht ist meine Freude doppelt so groß: wenn du auf der Anmerkung schaust, ich habe den Text mit 13 Jahre alt geschrieben.
An dem Original in Portugiesisch
http://www.keinverlag.de/texte.php?text=236141
kannst an der Anmerkung diese Erklärung lesen:
"Als Schülerin ging ich an dem Denkmal des portugiesischen Dichters Cesário Verde vorbei. Ich wünschte damals, so wie er zu werden."

Danke!

LG

Lisboeta
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Lala
Kommentar von Lala (02.12.2009)
Hallo Lisboeta,

Die vorletzte Strophe und das Bild, das sich beim Lesen in mir formte, finde ich sehr gut und ausbaufähig.

Das Lyrische-Ich, will nicht verwechselt werden mit einem Dichter, aber spricht in einer Form, die solches nahelegt. Was wird hier getrieben? Fishing for compliments? Aber, und das ist wie ich finde spannend, es wird in der Folge kein Zweifel an der Aussage zugelassen: "Ich bin nicht! Noch habe ich. Ich bin einfach nicht so, denn ich habe kein Herz und ich habe keine Seele" – so steht es in der Übersetzung. Das ist so eindeutig und so klar und so negativ konnotiert, dass niemand sich freiwillig getraut, auch nicht, um Komplimente zu bekommen, es so widerspruchslos, so ohne Hintertürchen, aufzuschreiben; das ist wie ein Stinkefinger, weil bis zu dieser Strophe der Leser, oder icke, geglaubt hat, dass er der Stimme eines Poeten gelauscht hat. Irrtum, Freunde des gebundenen Wortes: Stinkefinger.

In der letzten Strophe fühlte ich mich als Leser angesprochen. So als würde ich in einen Spiegel sehen. Da streckt ein Dichter die Waffen und schreibt: „Eigentlich, wäre ich gerne wie Du.“ Wie, bitte? Der Dichter sagt, er wäre lieber Leser? Was ist das denn für eine Nummer? Einer muss doch was schreiben, einer muss doch der Poet sein, oder? Ansonsten gibt es weder Leser noch Poeten. Das hat was wie ich finde, denn es kam für mich so unerwartet. Nicht zuletzt hat diese Lesart bei mir funktioniert, weil hier ein Ich-Erzähler spricht., der die Verwechslung LI und Dichter nahelegt.

Auch wenn ich jetzt weiß, bzw. auch wenn ich jetzt gelesen habe, in welchen Kontext Du dieses Gedicht gestellt hast und ich bemerken musste, dass mit Deiner Erklärung der Text klarer wird, halte ich doch an meiner Lesart fest, so wenig sie in ihrer Konsequenz intendiert sein mochte. Vielleicht sehe ich zuviel, aber nach wie vor finde ich diese Zeilen stark:

Ich bin kein Poet, noch habe ich diese Ambition.
Ich bin nicht, was diese sind,
Ich habe keine Seele und kein Herz


Gruß

Lala
(Kommentar korrigiert am 02.12.2009)
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Lisboeta antwortete darauf am 03.12.2009:
Lieber Lala,

na ja, was soll ich da sagen? Jede negative Kritik an diesem Gedicht wäre berechtigt. Ich habe keinen Leser angesprochen, sondern den Poet selbst, wessen Denkmal ich täglich, zwei mal am Tag auf dem Weg in die und aus der Schule sah. Ich redete tatsächlich mit ihm! Ich selbst kann wenig dazu sagen, da ich erst 13 Jahre alt war. Ich weiß nur, mein Sehnsucht auf eine andere Welt als meine Schule, die nur (und sehr gut) zukünftige Fremdsprachensekretärinnen mit allem drum und dran bildete, war sehr groß und ich litt und versuchte mit meinem Schicksal klar zu werden (da in dem Alter ich gar nichts ändern dürfte) und entwickelte dabei viele negativen Gefühle, weil ich dachte, wenn einer wertvoll ist und wirklich schreiben kann, braucht nicht so viel darüber zu träumen, da jeder es merken wird und was anders mit ihm vorhaben - als mich in dieser Schule mit 10 Jahre alt rein getan zu haben...

Interessant, was mein klein und sehr unvollkommenes Gedicht bei Euch ausgelöst hat! Ich habe mir einfach vorgenommen, wie ich Zeit habe, auch meine jüngeren Texte zu veröffentlichen, mehr war es nicht in meinem Sinn.

Ich danke dir, wirklich sehr, für deinen erstaunlichen Kommentar - der hat mich sehr gefreut!

Einen schönen Tag und liebe Grüße

Lisboeta
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Kommentar von sol (32) (26.02.2012)
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Lisboeta schrieb daraufhin am 27.02.2012:
Liebe sol,

vielen Dank für die überraschende Empfehlung.

Es ist mir immer die reinste Freude, wenn die Texte meiner Kindheit so geschätzt werden. Texte aus einer Zeit, wo keiner verstand, warum fühlte ich mich in meiner schulischen Ausbildung zur Fremdsprachen Sekretärin nicht glücklich (von 10 bis 16 Jahre alt) und gegen jeden Vernunft und Ablenkungsmanövern auf meinen Träume klemmte.

Alles sehr lang her... Das Leben trickst mich doch aus und die Wünschen müssten sterben. Ab und zu schreibe ich noch...

Wenn Portugiesisch weich ist, was soll ich über Italienisch sagen? Für uns in Portugal eine der schönsten Sprache auf dieser Welt.

Liebe Grüße und Dankeschön für das Kommentar

Lisboeta
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sol (32) äußerte darauf am 29.02.2012:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Lisboeta ergänzte dazu am 29.02.2012:
Liebe Lala,

ich las, du kommst aus Italien - dafür muss nicht Italienisch deine Muttersprache sein - entschuldige. Auch meine Kinder sind halb Deutsche und halb Portugiese, hier geboren, und ihre Muttersprache ist Deutsch.

Vielen Dank für deine Verständnis und Annahme meines Textes, der eigentlich vom Klang her mich nie so ganz gefallen hat.

Liebe Grüße

Lisboeta
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sol (32) meinte dazu am 03.03.2012:
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Veröffentlicht am 25.11.2009, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 02.02.2010). Textlänge: 149 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.033 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.11.2019.
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