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Der Meermann

Prosagedicht zum Thema Liebe & Schmerz


von Mondsichel

In den Tiefen der azurblauen Welt,
verlor sie den Stern in ihrer Brust.
An Augen gleich dem blühend Tag,
und Lippen von einer brennend Lust.
Diesen Händen aus weißem Elfenbein,
hatte sie das Leuchten anvertraut.
Umschlungen von süßer Sinnlichkeit,
wurd’ sie des Meermanns liebe Braut.

Doch als seine Kälte sie erzittern ließ,
und immer tiefer sie ins Dunkel zerrte.
Der Atem ihr langsam knapper wurde,
und die Liebe sie in einen Käfig sperrte.
Da gab er lächelnd ihr seinen Todeskuss,
zog ihr alle Lebenskraft aus dem Leib.
Sie verlor den letzten Funken Hoffnung,
und starb als das verführte Weib.

Zum Himmel hinauf floh ihre Seele,
doch der Tod, er ward zum Zwischenspiel.
Noch heller erstrahlt nun ihr Sternenlicht,
als es dem Meermann des Einsten gefiel.
Und jede Nacht blickt er zum Horizont,
um die Sterne mit Gesang zu betören.
Doch keiner senkt sich zu ihm nieder,
denn dort oben kann ihn niemand hören...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Ja nicht nur Meerjungfrauen sind verführerische Sirenen. Auch die männliche Sparte dieser Gattung haben betörende Auswirkungen auf naive Herzen. Ich habe in meinem heutigen Text das Klischee ganz frech umgedreht und mal einen Meermann zum Verführer gemacht. In der Mythologie sind es ja meist die Meerjungfrauen welche die Seefahrer in ihr Unglück lockten...


 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (26.02.2010)
Hi liebe Arcy,
Gut gemacht, das mit dem Meermann. Ist der auch jungfräulich? Oder ist so was bei diesem Wesen nicht nötig. (Und was bringt das schon?)

Herzliche Grüße

von

Franky mit Fantom behaftet...
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Mondsichel meinte dazu am 26.02.2010:
Ich glaube dieser Meermann hat eher geglaubt das der Stern für immer ihm gehört und dabei vergessen das Liebe im Käfig nicht existieren kann. Es sei denn man steht auf solche Methoden ;)

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Mondsichel
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Zeit des Erwachens.
Veröffentlicht am 26.02.2010, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.08.2010). Textlänge: 157 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.196 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.04.2019.
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