Zum Umgang mit Bankern

Aphorismus zum Thema Gier

von  Ephemere

Verachtet nicht die Starken, die sich nehmen, was sie wollen, sondern die Feigen, die ihnen nichts entgegen setzen.

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Kommentare zu diesem Text


 Macbeth (10.03.10)
Mal vom ranzigen Begriff der "Stärke" (was hat denn amoralisches Verhalten mit Stärke zu tun, es sei denn man heißt Nietzsche oder vielleicht Friedman) abgesehen - eine durchaus berechtigte Kritik.
Allerdings sehe ich einen offenen Konflikt zwischen deinem Opportunismus-Aphorismus und diesem hier: Sind die betreffenden "Banker" nicht auch vor dem Lockruf des Geldes eingeknickt und damit, nach deinen Worten, "Feiglinge"? Das spielt so gesehen auch meiner oben aufgeworfenen Frage in die Hände.

Gruß,
Macbeth
(Kommentar korrigiert am 10.03.2010)

 Ephemere meinte dazu am 10.03.10:
Stärke bedeutet die Kraft und Macht, etwas tun zu können. Und die, die sich ungestraft Milliarden nehmen KÖNNEN oder Staaten ungestraft erpressen KÖNNEN, sind damit stark. Mit Moral hat das nichts zu tun. Stärke ist keine moralische Kategorie (im Gegensatz von "Güte" oder vielleicht auch noch "Charakterstärke"). Die Banker (setzt nach Belieben andere Gruppen ein, auf die sich das übertragen lässt) sind nicht die Opportunisten - sie FOLGEN ihren Prinzipien, die in diesem Fall schon qua Jobbeschreibung und Unternehmensform (bei AGs und Fonds) eine mehr oder weniger bedingungs- und u.U. rücksichtslose Gewinnmaximierung vorschreiben. Die Opportunisten und eben damit die Feiglinge sind die Politiker und Konsumenten, die ihnen nichts entgegensetzen, weil ein Konflikt (oder eine Änderung des Konsumverhaltens) zu anstrengend wäre...

 Macbeth antwortete darauf am 10.03.10:
Ja, dann knicken sie doch vor dem Vorteil, sich etwas nehmen zu können, ein, profitieren sozusagen heimtückisch von der "Schwäche" der Anderen - Also Feigheit, wie du sie im anderen Apho dargelegt hast.

 Ephemere schrieb daraufhin am 10.03.10:
Würde ich nicht so sehen: Wessen Prinzip (schon allein auf Grund der Geschäftslogik) ist, soviel wie möglich zu nehmen, wird seinem Prinzip ja nicht untreu, wenn er nimmt, was er kriegen kann, sondern lebt es in Reinkultur, soweit er kann. Seinen Prinzipien untreu (und damit feige und opportunistisch) wird der, der ihm Einhalt gebieten wollen würde (oder qua Systemlogik müsste), dies aber nicht tut.

 RomanTikker (23.04.12)
Achtet!

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