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Ontem ainda eram meninos (mit schlechter Übersetzung)

Gedicht zum Thema Wehrdienst


von Lisboeta

Soldadinhos que eram meninos,
como aquele ao meu colo.

Aquele, olhava pela janela
os outros comboios coloridos
rápidos como uma névoa.

Aquele, olhava a porta do eléctrico
que abria, fechava, como as gentes
subiam e desciam as escadas.

Os soldadinhos descansavam,
dormitando junto às mochilas.
Outros conversavam e ofereciam o lugar.

Os soldadinhos estavam mascarados
de árvores e plantas,
sentados no comboio, pacífico.
Os outros soldadinhos, à paisana,
traziam as mochilas da farda.

Ainda há pouco eram crianças,
os soldadinhos vestidos de árvore.
Os bonés manchados de verde,
um verde seco sem esperança,
cobriam cabeças bonitas
de gente jovem e viçosa...
Ainda há pouco eram crianças.

Se os soldadinhos já são adultos,
não o pareciam.
Eram ainda meninos de colo,
que talvez se iludam
noutros abraços mais excitantes.

E são estes os seres que nos garantem a paz,
que matamos em terras estranhas?

Se também os soldadinhos,
ainda há tão pouco crianças,
têm amigos e amigas,
pai e mãe, ou irmãos,
porque os arrancamos à vida
e não os deixamos crescer?

E os soldadinhos contavam o tempo,
que ainda faltava até ao destino
de uns dias na vida normal.

Ontem ainda eram meninos,
hoje alimentam canhões e granadas.

17.04.2010

Anmerkung von Lisboeta:

(selbst gemacht und unkorrekte Übersetzung aus dem Portugiesischen)

Noch gestern waren sie Buben


Kleine Soldaten die Buben waren,
wie dieser auf meinem Schoß.

Dieser, der schaute den anderen
farbigen Zügen aus dem Fenster,
schnell wie ein Nebel.

Dieser, der schaute die Tür der Straßenbahn
am öffnen, am schließen, wie auch den Leute,
die Treppen rauf- und runter stiegen.

Die kleinen Soldaten ruhten,
schlummernd nah zu den Rücksäcke.
Andere unterhielten sich und bieten ihren Platz an.

Die kleinen Soldaten waren verkleidet
als Bäume und Pflanzen,
sitzend im friedlichen Zug.
Die anderen kleinen Soldaten in Zivil
trugen den Rücksäcke ihrer Uniform.

Noch kurz davor waren sie Kinder,
diese kleinen Soldaten als Bäume bekleidet.
Die Mützen vom Grünen befleckt,
ein trockenes Grüne ohne Hoffnung,
bedeckten die schönen Köpfe
der jungen und kräftigen Menschen…
Noch kurz davor waren sie Kinder.

Ob die kleinen Soldaten schon Erwachsen sind,
sie schienen es nicht.
Sie waren noch Schoßkinder,
die sich vielleicht in anderen
reizender Umarmungen täuschen lassen.

Und sie sollen die Wesen sein, die uns den Frieden gewährleisten,
indem wir sie in den fremden Ländern umbringen?

Wenn auch kleine Soldaten,
die so kurz davor noch Kinder waren,
Freunde und Freundinnen haben,
Vater und Mutter, oder Geschwister,
warum reißen wir sie aus dem Leben
und lassen sie nicht weiter wachsen?

Und die kleinen Soldaten zählten die Zeit,
die noch bis zu ihrem Ziel fehlte,
ein paar Tage in dem normalen Leben.


Gestern waren sie noch Buben,
heute nähren sie Kanonen und Granaten.


17.04.2010



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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Crítica social.
Veröffentlicht am 17.04.2010, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.04.2011). Textlänge: 199 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.488 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.11.2019.
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