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Gedicht zum Thema Heimat


von Dieter Wal

Für S. S.

Deutschland der Trichter und Henker,
langsam werd ich schon gelenker,
Land der Mauern und Särge,
Heimat der segnenden Zwerge,
Land beider Meere und Seen,
irgendwas sollte geschehen.
Du, Land der Lehre und Asche,
es hat dich gut in der Tasche.
Mein Land der grübelnden Riesen
und das Land blühender Wiesen.
Land der zügigen Schwimmer
und das der fittenden Trimmer.
Heimat des Bernsteins und Pfahlbaus,
Land auch des statischen Stahlbaus.
Du Land der Balina Schnauze,
Land all der gnomigen Kauze.
Land dieser maßlosen Schlemmer,
Land oft in wagnerndem Dämmer.
Land des kristalligen Baches,
liebe es und dann verlach es!
Land all der wütenden Gnome,
beständig uralter Dome.

Wohnstatt von Pepsi, dem Zischer,
Land auch von Schröder und Fischer,
Heimat den Drogen und Drögen,
nenn es entspannt: Unvermögen.
Heimat von Spatzen und Hunden,
mir sind die Augen verbunden.
Land der Bild oder des Spiegel?
Unlängst gegrillt: Brief und Siegel!
Land Krupps, Boschs, Kienzles und Meißen
und wie sie sonst alle heißen,
Hilde Domins Land, von Bingen,
das Leben wird sicher gelingen.
Land bei Tag und unter Sternen.
Was kann man bloß daraus lernen?
Land aller Kugeln und Kreise,
Steinzeit in ewigem Eise,
Land ganz aus Plastik und Flaschen
klingt köstlich, ich möchte naschen.
Land von Speer und von Haushofer,
Land all der nächtlichen Schwofer,
Land dieser Kammern und Ketten,
ist Deutschland wirklich zu retten?

Deutschland der Busen und Blöden,
irgendwann trifft es halt jeden.
Land dieser Gräser und Blüten,
die sich aufrichtig bemühten,
Deutschland der bildenden Künste,
besser mal schnell da verschwindste!
Deutschland von Lessing und Goethe,
klassisch kommt die Abendröte.
Sogar von Heine und Schiller,
mag er nicht oder was will er?
Land der von Grimm und von Bechstein,
so groß kann gar nicht mein Pech sein!
Deutschland der schnellen Abschiebung,
ich bin schon fast aus der Übung.
Land aller Wiesen und Pilze,
Land aller Fiesen und Sülze.
Du mein Land rauschender Blätter,
Land falscher Helden und Götter.
Land unsrer Stare und Spechte,
Land schräger Vögel der Rechte,
Amphibienland und der Insekten,
weißt du, wie wir dich versteckten?
Land aller Hühner und Enten,
das Land recht wackliger Renten,
Land der Lebkuchen und Weine.
Fühlst du dich manchmal alleine?
Land grüner Wiesen und Masten.
Kann dich das etwas entlasten?
Land unserer Raben und Krähen,
oft möchte man einfach gehen.
Du, Land der Käfer und Krabben,
läßt sich noch etwas verknappen?
Land unsrer Elstern und Bäume,
jeder hat so seine Träume.
Land deutscher Ziegen und Züge,
sags mir, wenn ich richtig liege!

Deutschland von Herbst und von Hoffen,
heut hats mich wirklich getroffen.
Deutschland der Kellner und Kladden,
heut wär der Herbst zu bestatten.
Land der erfrischenden Werbung.
Siehst du die rotbraune Färbung?
Land mit viel Zeit und viel Zeitung,
gut wie Atomaufbereitung!
Land der neutralen Neutrinos,
besonders weißer Albinos,
Deutschland zum Starren und Staunen,
man möchte nichts anberaumen,
Deutschland von heute auf morgen,
du, vergiss einfach die Sorgen!
Deutschland des Glücks und der Liebe,
ständige Endorphinschübe.
Deutschland der Bäcker und Banken:
Land der verträumten Gedanken,
Deutschland der Dichter und Denker.

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