Kröte

Alltagsgedicht zum Thema Abgrenzung

von  Didi.Costaire

Alter, du bist so ein Pfosten,
spackst nur rum auf meine Kosten.
Guck dich an. Wie du schon aussiehst,
wird es Zeit, dass du hier rausfliegst.
Hör mal auf mit dem Geseiher,
deinem Schwachstrulli-Geleier,
sonst kann’s sein, dass ich dich ditsche,
auf den Boden dieser Klitsche.
Falls du dann noch weiter murrst,
kommst du morgen in die Wurst.
Schabo, du hast doch ein Rad ab,
merkst nichts, wenn ich sage: Shut up!
Checkst du gar nicht, wie du aneckst?
(Weil du ständig Blödsinn ausheckst.)
Du bist Grotte, einfach schrecklich.
Geh nach wo du wohnst und leck mich.

Ich will meine Ruhe haben.
Halt die Klappe! Feierabend.

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Kommentare zu diesem Text

steyk (57)
(05.05.10)
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 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Das sollte man wirklich nicht, lieber Stefan. Möglicherweise führt es noch zu Kröpfen...
Danke und liebe Grüße, Dirk
Klopfstock (60)
(05.05.10)
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 Peer antwortete darauf am 05.05.10:
und wenn ich mich nicht
täusche geht es hier um die "reife Liebe"..
In diesem Falle irritiert mich die Aussage im Text: Geh hin wo du wohnst. Wenn es sich um den Dialog (oder Monolog;))) eines Ehepaares handelt, wohnen beide doch unter einem Dach, fragt sich
ein ratloser Peer
Klopfstock (60) schrieb daraufhin am 05.05.10:
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Klopfstock (60) äußerte darauf am 05.05.10:
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 Peer ergänzte dazu am 05.05.10:
Besten Dank für deine erhellenden Gedanken. Damit kann ich mich anfreunden.;))) Ach ja, was ich noch sagen wollte: Der Titel hat mich natürlich magisch angezogen.;))) Kröte hat was von "verhext" und so.
LG Peer
(Antwort korrigiert am 05.05.2010)

 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Liebe Irene, lieber Peer,
danke für euer reges Interesse!

Woher die Ausgangssituation zu diesem Text stammt, hat Judith im Kommentar drunter angedeutet. Ich wollte allerdings schon, dass man ihn auf eigene Vorstellungswelten ummünzen kann.
Ich würde es als eine zwiespältige Beziehung betrachten, in der eine gewisse Art von Liebe durchaus eine Rolle spielt, die sich in Form von viel Nachsicht und Geduld für einen Menschen äußert, den man trotz seiner Mankos irgendwie mag (und der die Dinge selbst wahrscheinlich völlig anders wahrnimmt). Irgendwann platzt aber doch einmal der Kragen. Auch beim Krötenmann, dessen Standardtext ich hier etwas verkürzt und gleichzeitig ausgeweitet habe.

Der "schichtenspezifische Sonderwortschatz", auf den ich bei der Recherche der (mir bis dato unbekannten) Masematten gestoßen bin, trifft die Sache sehr genau.
Liebe Grüße, Dirk
(Antwort korrigiert am 05.05.2010)

 Emotionsbündel (05.05.10)
Ich hatte geahnt, dass hier mal wieder eine Fernsehsendung Pate stand ....
Ein "schöner" Jargon, in den du da hineingeditscht hast *seufz*

Liebeliche Grüße, Judith

 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Liebe Judith, danke für deine aufklärenden Worte samt lächelndem Seufzer und liebelichen Grüßen. Tja, manchmal ist es auch der Blick in die Röhre, der mich zu Versen anregt.
Der Jargon ist immerhin nicht mit unschönen A- und F-Worten gespickt.
Allerliebste Grüße, Dirk
Maskitow (25)
(05.05.10)
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 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Schön, dass es dir zusagt. Vielleicht kann man es ja mal irgendwann anwenden...
Danke und liebe Grüße, Dirk

 loslosch (05.05.10)
Mit viel Lokalkolorit. Der ungereimte Schluss mag absichtsvoll sein, kommt aber bei mir nicht so rüber.

... Lass dich, wie du bist, begraben.
... Lass dich, oller Fratz, begraben. [Mein Gebot.]

"... fressen dich die Raben" [Lass dich fressen von den Raben], so schönt wies klingt, würde stilistisch nicht passen.

Es ist ein Alltags-"Gedicht", ja.
Lothar

 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Danke für deinen Kommentar, lieber Lothar,
und die Vorschläge. Der erste gefällt mir.
Auf meinen Schlussvers, den Ausgangspunkt des Gedichtes, möchte ich aber nur ungern verzichten und könnte höchstens die vorletzte Zeile abändern. Dem widerspricht allerdings, dass Reimwörter wie habend oder erlabend überhaupt nicht hineinpassen und zudem die Tatsache, dass ich in diesem Text einiges "verbrochen" habe, das nicht der reinen Lehre entspricht - ganz besonders im Halbsatz in Klammern.
LG, Dirk

 styraxx (05.05.10)
Mit diesem Gedicht nimmst du kein Blatt vor den Mund - Zynismus pur und sprachlich mit allen Wassern gewaschen. Gerne gelesen. LG

 Didi.Costaire meinte dazu am 05.05.10:
Lieber Cornel, es freut mich, dass dir Mundart und Formulierungen gefallen haben.
Danke für deine Worte und liebe Grüße, Dirk
supernova (51) meinte dazu am 07.05.10:
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 Didi.Costaire meinte dazu am 08.05.10:
Hallo und herzlichen Dank für den Kommentar und die Empfehlungen, supernova! Das erwähnte Wort hat mir auch besonders gut gefallen, und Kröten gibt es viele.
Liebe Grüße, Dirk
quergeist (39)
(02.03.11)
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 Didi.Costaire meinte dazu am 02.03.11:
Hallo quergeist, freut mich, dass dir mein Gedicht gefällt und deine Sammlung etwas angewachsen ist.
Bezüglich "Schabo" habe ich noch einmal frisch gegoogelt: Ein Autor hier heißt ja so ähnlich (schabbo), aber so betont man es zumindest hier in der Gegend nicht, und man wird auch bei der Suchmaschine auf Schabo umgeleitet.
Allerdings habe ich nun auch ein Szene-Wörterbuch vom Duden-Verlag gefunden, mit der Schreibweise "Tschabo".
LG, Dirk

 RomanTikker meinte dazu am 26.03.11:
Ich kenne den Begriff als "Chabo" aus dem HipHop-Jargon, wird besonders in der Frankfurter und Mindener Szene benutzt soweit ich mich erinnere. Laut  Wikipedia bedeutete das ursprünglich einmal "Junge".

Chabos sind außerdem Zwerghühner. Die Welt ist groß.

Grüße!

R

 Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.11:
Es ist ein Wort, das in der gesprochenen Sprache weit mehr Anwendung findet als in der geschriebenen. So ist es wohl zu erklären, dass es unterschiedliche Schreibweisen gibt und der Deutungsspielraum von freundschaftlich bis verachtend reicht.
Danke für deine Recherchen!
Beste Grüße, Dirk

 harzgebirgler (21.06.17)
mit solchem typen der dumm labern tut / ham wohl die wenigsten echt was am hut. beste abendgrüße aus goslar von henning

 Didi.Costaire meinte dazu am 21.06.17:
Danke, Henning!

Ich muss jedoch direkt gestehen,   dass er
beliebt war und in echt ein stilles Wasser,
obwohl er gerne tief ins Bierglas schaute
und dass nur hier er auf die Kacke haute.

Beste Grüße, Dirk
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