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Lyrischer Prosatext zum Thema Trennung


von Dieter Wal

Sie liebt einen andern.
Ist das nicht mindestens
ebenso hübsch wie:
"Der Regen löst ihm das Fleisch von den Knochen"?

Sie liebt einen andern.
Das schmeckt nach einem
rundlichen Fläschchen Wermut,
Tropfen für Tropfen langsam
auf der Zunge zergehen lassen.

Sie liebt einen andern.
Das reimt sich auf Aufprallen,
freien Fall, Bremsenkreischen,
auf wie vom Schlag getroffen.
Klingt wie Totensonntag.
Kannst Gräber zählen,
wenn du langsam an ihnen vorübergehst,
bleib andächtig stehen
zur Freude der Friedhofsgärtner.

Knirsche mit deinen Zähnen,
belaste den aufgeschütteten Kies,
trolle dich und lebe.

Anmerkung von Dieter Wal:

5. März 1990.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Sylvia
Kommentar von Sylvia (21.05.2010)
..ich bewundere deinen Lebenswillen...lächel..
Also, anno dazumal, mit den Pharaonen und so.
Schlangen, Römer und so
Spaß beiseite,
Jede Zeile erzählt von einer Wut und einem beinahe mörderischem Gedanken, von einem verletzenden Sarkasmus,
jede Zeile möchte nicht zugeben, wie enttäuscht und traurig und schmerzend es für LI ist und wie tief getroffen durch tiefe Gefühle LI ist.

lieben Pfingstgruß
Sylvia
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Dieter Wal meinte dazu am 21.05.2010:
Liebe Sylvia,

vielen Dank für deinen Kommentar. Seltsam ist Kommunikation. Das LI (Kenn es persönlich!) in seiner männlichen Wahrnehmung empfindet diese Form Selbstdarstellung im Prosagedicht schon fast als hysterisch-exhibitionistisch.

Dass da etwas in "jeder Zeile nicht zugegeben" werden möchte, kommt dem LI nahezu abstus vor. Natürlich spreche ich dir deine Wahrnehmung nicht ab, sondern wundere mich, dass sie so erheblich von meiner unterschiedlich ist.

Ich als Mann schäme mich, zuzugeben, dass ich bei Liebeskummer emotional knapp am Suizid vorbeischrubbe. Wenn da ein fröhlicher Amokläufer vorbeikäme, wär ich wohl der frenetisch grinsende Irre, der ihm mit offenen Armen entgegenliefe und sagte: "Schieß auf mich!!" (Siehe auch: "Schießen Sie auf den Pianisten!")

Frohe Pfingsten!

Dieter
(Antwort korrigiert am 21.05.2010)
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Sylvia antwortete darauf am 21.05.2010:
Hallo Dieter,

ich nochmal, LI also du und die männliche Wahrnehmung schreibt in keinem Satz, das es innerlich schmerzt, zerreisst, enttäuscht und traurig ist. Du nennst es hysterisch...:0) und exhibitionistisch....das ist es nach männlicher Denke auch....weiß ich allerdings nicht genau. Das Prosagedicht geht absichtlich nicht auf die Empfindungen ein, die da sind, bevor der fast suizidiale (richtig geschrieben?) Gedanke kommt. Möchte also LI dies absichtlich wegschieben? Meiner Meinung nach, ja....
So, also...schieß auf mich...:0)

lieben Gruß
Sylvia
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 21.05.2010:
Hallo Sylvia,

auf Menschen schießen? Ach nö, das erledigen die Amokläufer für mich. ;) "Das Prosagedicht geht absichtlich nicht auf die Empfindungen ein, die da sind". Es benennt sie nicht und versucht sie durch Vergleiche beim Leser zu erzeugen. Im Roman der Jahrhundertwende vollzog sich eine stilistische Wende. Frühe wurden Charaktäre minutiös in ihrem Aussehen geschildert. Der Romancier arbeitete wie ein Maler mit Sprache. Neuere Autoren verwenden diese Methode selten. Die Figuren werden in ihrem Verhalten zu anderen Romanfiguren charakterisiert. Ähnlich verhält es sich in der Lyrik.

Gruß
Dieter
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Sylvia äußerte darauf am 21.05.2010:
eben eben....und doch schwingt das nicht Geschriebene deutlich vorbei...lächel...
puh...danke dir fürs nicht schießen...bekam schon etwas muffensausen...:0)
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Kommentar von Träumerveve95 (17) (21.05.2010)
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Dieter Wal ergänzte dazu am 21.05.2010:
Liebe Veve,

wenn ich Zaubertrank zubereitete, was als Druide zu meinen Aufgaben gehörte, gab es ihn. ;) Und der Geschmack...! Freut mich trotz des dämlichen Themas, dass dich der Text anspricht. Vielleicht sollte ich langsam erwachsen werden. Meinst du nicht? Danke für deinen Kommentar.

Dieter
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Träumerveve95 (17) meinte dazu am 22.05.2010:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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princess
Kommentar von princess (21.05.2010)
Lieber Dieter,

das sind Bilder, die mir eine neue Perspektive eröffnen.
SO kann man also auch sehen...
denke ich mir
und bekomme eine Ahnung davon,
wie es sich anfühlen mag.
Aus dieser Perspektive.

Spannend!

Lieber Gruß von Ira
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Dieter Wal meinte dazu am 22.05.2010:
Liebe Ira alias princess,

du meinst, das Gedicht hat dir vermittelt, auf welchen gewundenen Schläfenlappen ein männliches Hirn sich artikuliert, wenn es ihm scheiße geht?

Danke für deinen netten Kommentar.

Dieter
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princess meinte dazu am 22.05.2010:
Ja. Genau so. ;-)
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Kommentar von mars (59) (22.05.2010)
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Dieter Wal meinte dazu am 22.02.2014:
"Äääääk!" Midlifecrisisalarm. Trotzdem danke fürs Mitspielen. Gegen dich bin ich ein Jungspund. Und das Gedicht wurde Anfang 20 geschrieben.
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makaba
Kommentar von makaba (12.06.2010)
das gedicht gefällt. und ich denke, frauen und männer denken da gar nicht so verschieden. grausam ist es, so oder so. die beschreibungen und vergleiche sind der hammer. wirklich, unerreichbar gut.
lg makaba
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Kommentar von kyl (57) (10.06.2012)
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Martina
Kommentar von Martina (05.03.2013)
***Ich als Mann schäme mich, zuzugeben, dass ich bei Liebeskummer emotional knapp am Suizid vorbeischrubbe. Wenn da ein fröhlicher Amokläufer vorbeikäme, wär ich wohl der frenetisch grinsende Irre, der ihm mit offenen Armen entgegenliefe und sagte: "Schieß auf mich!!" (Siehe auch: "Schießen Sie auf den Pianisten!")***


Wow...ich habe eine(wenn auch beschämende) Gemeinsamkeit entdeckt!!!!!
Cool =)


Gruss Tina....
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Kommentar von Hasenvogel (43) (30.10.2013)
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Dieter Wal meinte dazu am 30.10.2013:
Danke, treuer Leser. Scheiß Thema ...

Einen Sinnbezugsfehler hab ich nach immerhin 23 Jahren eben erst bemerkt und korrigiert. Da sollte der Regen ihm die HAUT von den Knochen gelöst haben. An Knochen befinden sich aber höchstens Muskeln. Das wäre wieder zu anatomisch korrekt. Also steht da jetzt: Fleisch. Schön ist das echt nicht, wenn man diese Scheiße durchmacht. Wie du auch an anderen Kommentaren merkst, finden sich viele in solchen Worten, weil sie ähnlich erlebt haben (Irritierenderweise nicht nur Männer). Und dann ist es möglicherweise sogar hilfreich.
(Antwort korrigiert am 30.10.2013)
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Hasenvogel (43) meinte dazu am 30.10.2013:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 30.10.2013:
Dass männliche Menschen es ähnlich erleben, ist kein Wunder. Interessant finde ich auch die Kommentare über deinem. Speziell von Frauen.
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Dieter Wal meinte dazu am 01.11.2013:
Ein mehr oder weniger kreativer Kommentar von Hasenvogel, für den ich erneut danke.

"Träume gehen verloren
Gedanke zum Thema Innenwelt
von Hasenvogel.

Sie liebt einen anderen. Ihn. Es schmerzt, Schwärze zieht die Adern zusammen, Blut pulsiert nicht mehr.
Doch halt. Deute. Die Zeichen, das Alter. Die Nähe. Deute es richtig.
Schwierig, immer wieder Trugbilder in der Düsternis.
Deute es richtig.
Aber die Fehdehandschuhe.
Deute einfach. Sie liebt einen anderen. Nein.

Aber er liebt sie.
Er liebt sie.
Er liebt.
Er hat Pech.
URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/353298.text

Anmerkung von Hasenvogel: Für D.
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Hasenvogel (43) meinte dazu am 01.11.2013:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 01.11.2013:
Geisteszwerge und Egoriesen interessieren mich nicht.
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Buch Margarethe.
Veröffentlicht am 21.05.2010, 8 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.02.2014). Dieser Text wurde bereits 2.156 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.12.2018.
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