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Neval ist schon immer da und ich werde es noch

Text


von Fremdkoerper

Viel zu heiße Nachmittagssonne im Mai brennt den trockenen Staub der Straße auf meine aufgeplatzten Lippen. Im Park mit seinen fünf Bäumen sitzt ein Lidltütenopa auf der einzigen schattigen Parkbank und trinkt warmes Bier. Ich warte, bis die, in diesem Flair von 1990 futuristisch wirkende, Straßenbahn vorbeigefahren ist und überquere die Straße. Am letzten Altbau vor der sozialistischen Plattenwüste steht die Tür offen und mir strömt kühle Luft entgegen. Neben der Tür glänzen große, frische graubraune Farbflächen auf dem alten Putz. Auf dem Schild über der Tür steht Bistro Derya Wanê und daneben befindet sich das Bild eines klassischen Dönerspießes mit oben aufgesteckter Tomate und Zwiebel.

Seit zwei Jahren besuche ich fast jeden Tag Neval und ihre Dönerbude, meistens am Nachmittag, nachdem ich aufgestanden bin, und bleibe dann bis zum Abend. Für gewöhnlich  esse ich dann Falafel im Fladenbrot, aber manchmal versuche ich mein Geld zu sparen und leiste mir nur eine Flasche Bier. Wegen mir führt sie Falafel überhaupt im Angebot, vorher sei die Nachfrage zu gering gewesen.

Mit Erleichterung umfangen mich die Kühle und der diffuse Halbschatten. Hinter dem Tresen des 12m²-Gastraumes, der immerhin von der Küche getrennt ist, steht eine kleine Frau Mitte Vierzig. Ihre braunen Haare hat sie zu einem Zopf gebunden und die Falten ihres blassbraunen Gesichts nicht ohne Geschick überschminkt. Hellgrüne Augen leuchten ein wenig auf, als sie mich sehen. Ohne Hallo zu sagen weise ich mit meinem Kopf in Richtung des Farbeimers, der an der Seite steht und frage: „Hakenkreuze?“ Neval nickt, ich gehe hinter den Tresen und umarme sie erstmal. Gleich darauf beginnt sie, mir Essen zu machen, über die Hakenkreuze reden wir nicht weiter. Es ist schon länger her, dass ich versuchte, sie wortreich über die zerbrochenen Scheiben oder die Bedrohungen durch die türkischen Jungs von der Rosenstraße zu trösten. Zumindest im letzteren Fall haben Anzeigen zu Ergebnissen geführt, aber die Belästigungen wurden dann nur noch schlimmer.

Sie ist die einzige Frau, die eine Dönerbude betreibt, die ich kenne. Außerdem ist sie Kurdin. Das mindert die Kundschaft zumindest um die beachtliche Zahl der türkischen Männer aus dem Viertel, die ihre Zeit als Bodensatz der spätkapitalistischen Gesellschaft lieber beim Imbiss von Hakan, fünfhundert Meter die Straße runter, verbringen. Insofern sieht Hakan in ihr auch keine Konkurrenz, stört sich aber auch nicht an den Beschimpfungen, die Neval durch seine Kundschaft erleiden muss. Nicht alle meinen es mit ihr so böse, manchmal kommt einer von ihnen heimlich am späten Abend, um sie anzugraben. Am nächsten Tag wird er sich dann aber in der Gruppe der Männer besonders hervortun und ihr vielleicht vor die Füße spucken, damit kein Verdacht aufkommt. Insgesamt sei es aber trotz nicht allzu hoher Kundenzahlen finanziell aushaltbar, die Miete ist ziemlich billig, nur die Versicherung ist sehr hoch.

Über ihre Vergangenheit weiß ich wenig, außer, dass sie in ihrer Jugend mal auf Öcalan, den großen Führer, stand. Überhaupt erwähnt sie, wenn ich sie auf die Vergangenheit anspreche, nur kichernd Öcalan, weil sie weiß wie lächerlich wir das heute beide finden, der Schnurrbart ist auch wirklich bescheuert. Dann lenkt sie sofort davon ab, meistens so ungeschickt und offensichtlich, dass es zu einer mit Bestimmtheit vorgebrachten Aufforderung wird. Drei mal, glaube ich, habe ich versucht, mehr zu erfahren. Seitdem reden wir über Deutschland, Nazis, Schriftsteller, Wetter, Türken, Autonome, mich und Feinstaubbelastung, nur nicht über sie und ihr Leben. Es interessiert mich auch gar nicht wirklich, jedenfalls nicht mehr, als es nötig ist, um Texte daraus zu machen, oder zumindest zur Inspiration. Deshalb hätte ich auch gern etwas von Diskriminierung, Folter und Vergewaltigung erfahren, aber das traute ich mich nicht, ihr zu sagen, darüber schweigt man und wartet.

Jeden Tag verbringe ich so einige Stunden mit einem Notizbuch, seit kurzem auch mit einem kleinen Laptop, an einem niedrigen Tisch mit Polsterecke, um zu schreiben. Man könnte das als heruntergekommene Variante der klischeehaften Schriftstellerkultur betrachten, statt in einem Wiener oder Leipziger Kaffeehaus der Jahrhundertwende mit ihrem bürgerlichen Treiben in einer Dönerbude am Rande der subproletarischen Plattensiedlung zu sitzen und zu warten, dass es Acht wird, wenn Lidl und Netto schließen, was die Bier kaufende Kundschaft erheblich vergrößert. Seit einer Weile kommen auch einige Männer der Gegend abends und bleiben länger. Neval hatte früher Probleme, mit den verwahrlosten Mitte-Fünfzigern zu kommunizieren, aber irgendwann hat sie angefangen Sportzeitschriften zu lesen und für ihre Dönerbude einen Fernseher gekauft, über den Fußball oder Boxen flimmert. Seitdem hat sich die Situation für sie gebessert, sie glaubt sogar, dass sie sich hier halten wird.

„Wann wirst du gehen?“ fragt sie mich.
Nach dem Studium meldete ich mich arbeitslos und wohne jetzt seit zwei Jahren auf den Golanhöhen, die alle so nennen, obwohl mir noch niemand sagen konnte, warum. Hier gibt es auch keine Waffenstillstandslinie und es versuchen immer noch versprengte nationalsozialistische Partisanen Boden gut zu machen, für eine deutsche Platte.
„Keine Ahnung“ lüge ich. „Ich will noch alles aus dieser Gegend raussaugen, was geht. Und nirgendwo sonst hätte ich die Chance, mich besser als andere zu fühlen.“
In Wirklichkeit hab ich ein Angebot vom Arbeitsamt angenommen, natürlich nur ein Praktikum für drei Monate, natürlich 300 km weit weg, aber sonst wären mir die Bezüge ganz gestrichen wurden, schließlich bin ich jung und reisefähig und mögliche Kinder, denen ich vielleicht die Hälfte Erbgut beisteuerte, wissen davon genauso wenig wie ich. Ich werde also gehen und danach eine neue großstädtische Restehalde kennen lernen, die sich kaum von dieser hier unterscheiden wird. Besonders gespannt bin ich darauf, wie sie von den Bewohnern genannt wird, offiziell heißt sie bestimmt „Neustadt“, weil die Konzentration der industriellen Reservearmee vor 40 Jahren noch neuartiger und besser war als in den Mietskasernen von 1900. Aber Fortschritt hat heute keine hohe Lebenserwartung mehr und man mag es jetzt doch wieder ein bisschen romantischer, 100 weißverputzte Einfamilienhäuser mit schwarzen Schindeln heißen dann „Sonnenblick“ oder „Schöne Aussicht“.

Neval erzählt mir, wie einer ihrer Stammkunden sie gestern Abend bedroht hätte, weil sie nicht mit ihm schlafen wollte. Zuvor habe sie ihn getröstet, weil seine Frau gestorben war. Die Polizei wollte sie aber nicht rufen, weil sie Angst hatte, die ganze Gruppe, zu der der Typ gehörte, als Kundschaft zu verlieren. Ich, der bereits sein Zimmer in Kartons gepresst hat, habe noch weniger eine Lösung als sie. Bei so was kommt auch keine Antifademo vorbei, wie vor fünf Wochen, als ihr Imbiss und der Klamottenladen vom Vietnamesen in der Nachbarstraße demoliert wurden. Damals standen 100 Jugendliche aus der Stadt mit Bengalischem Feuer vor ihrem Haus und verteilten Flugblätter an ungefähr sieben Passanten und drei im Park sitzende alte Männer, von denen sie darauf hin beschimpft wurden. Verabschiedet wurde sich mit einem schallenden „Scheiß Nazipack“ und dem Werfen einiger Böller in Richtung der Opas, von denen einer drohend die Faust reckte, dann aber weiter sein Bier trank und noch ein wenig empört mit dem Schuh im Sand scharrte. Vier der Demonstranten rannten dann nicht schnell genug weg und wurden von der darauf eintreffenden Polizeihundertschaft mitgenommen.

Trotzdem empfehle ich ihr, die Polizei zu informieren, vielleicht könne sie ja Schutz bekommen, schließlich gibt es ständig bedrohliche Situationen für sie. Ich bin mir im Klaren, dass es bei der Polizei weder die Kräfte noch die Motivation gibt, der Dönerbude einer Kurdin auf dem Golan ausreichend Schutz zu verschaffen, aber ich will diese drückende Verantwortung los werden, ich will nicht mit dem Bild einer bedrückten Neval gehen. Da sie auch keine bessere Lösung weiß, meint sie, darüber nachdenken zu wollen und verdrängt das Problem wieder.

Fünf vor acht verabschiede ich mich. An diesem Tag haben wir kaum miteinander gesprochen. Beschämt, mit dem Gefühl von Lüge, umarme ich sie und wünsche ihr einen schönen Abend. Draußen riecht es nach Sommer und Bratwurst, ich weiß nicht wohin mit mir und streife die Straßen entlang in Richtung Innenstadt, die von den Plattenbauten durch endlose Gründerzeitviertel getrennt wird. Für gewöhnlich würde man meine Art zu Gehen an diesem Abend als Schlendern bezeichnen, doch dazu bin ich viel zu konzentriert darauf, all die Menschen , die an diesem sommerlichen Frühlingsabend auf der Straße waren, zu beobachten, genauso wie die auf den Balkonen und hinter den Fenstern, wo mittlerweile Licht brennt und die Sicht auf ihre Art zu leben freigibt.

Ein Punk fragt mich nach einem Euro, worauf hin ich ihn nach einen Euro frage. Er schaut mich verwirrt an, sagt ey Scheiße und geht weiter. Seitdem ich kaum Geld habe, fühle ich mich richtig gut, wenn ich Punks und Bettler treffe, keine Schuldgefühle und kein mit rotem Kopf nach ein paar Centmünzen in der Tasche Kramen mehr. Wenn man die schon nicht loswerden kann, sollte man wenigstens selbst arm werden, das geht auch viel einfacher.

Nach einer Weile sehe ich nur noch Klappfahrräder, Straßencafes, bunte Fassaden und Bierflaschen, beim Blick nach unten Kaugummis, Kotze und Stoffschuhe, akustisch wird das Ganze von einem Brei aus Reggae- und Elektromusik begleitet.
Vor sieben Jahren, als ich in diese Stadt kam, zog ich auch hier her, in eine WG mit Kachelofen, Holzdielen, Räucherstäbchen und gelborangen Wänden. Als ich gemerkt hatte, dass man sich auf den Umstand, sein Balzverhalten mit Fremdwörtern zu begleiten, etwas einbildete, hatte ich genug und verließ den Studentenkiez. Meine damalige Mitbewohnerin schob es auf mein Ying und mein Yang und glaubte, dass ich mich einfach nicht auf die Menschen einlassen wollte. An diesem Abend ließ ich mich dann doch auf sie ein und eine Woche später war ich dann endlich weg.

Auf dem Weg durch diese Straßen mischen sich Sehnsüchte verschiedenster Art, Zukunftsängste und Verlorenheitsgefühl in meinen Kopf, Neval und ich sind Flüchtige aber ihre Füße sind zu schwer geworden, die Angst zu groß, genauso wie das Wissen darum, dass, egal wohin man läuft, da schon jemand ist, der erst vertrieben werden müsste. So viele Jahre lang läuft man weiter, glaubt, dass man nicht vertreiben muss, sondern aufgenommen wird, aber keine Nische bietet Platz für zwei. Neval würde keine weitere Flucht überstehen und ob sie ihre Nische verteidigen kann- ich habe keine Ahnung. Mein Arbeitsamt sagt, ich muss fliehen und ein neues Arbeitsamt wartet auf mich, das alte ist mich dann los und hat die Quote verbessert und vielleicht schreibe ich ein tolles Buch oder erfinde eine fluoreszierende Zahncreme, die eine andere Zahncreme wieder vertreibt und dann laufen alle Menschen mit einem strahlend-neongelben Lächeln durch die umkämpfte Nacht. Dafür lohnt es sich.

In einer unbelebten Seitenstraße setze ich mich unter eine Straßenlaterne und beginne,
für Neval zu schreiben. Ein Gedicht*, für Reime wie immer zu faul, es geht irgendwie um Abschied, der ein ständiger ist, weil sich alle Menschen versuchen, gegenseitig ihre Leben aufzuhalsen, aber keiner so blöd ist und darauf reinfällt, eine große, erfolglose Täuscherei also. Ihr geht es bestimmt genauso und meine Schuldgefühle dürften zumindest gedrosselt werden. Ich beschließe, wieder zu ihr zu gehen um sie vielleicht noch zu treffen, bevor sie den Imbiss schließt.

Mit Erwartung meiner Ehrlichkeit mir gegenüber laufe ich, diesmal entlang der Hauptstraße, durch die laue Nacht zurück. Meine Beine schmerzen zunehmend und beim Gedanken an den frühmorgendlichen Umzug verfluche ich meine kitschig-pathetische Bereitschaft zu einer Abschiedsszene. Als ich mich endlich ihrer Dönerbude nähere, sehe ich, dass kein Licht mehr durch die Fenster dringt. Normalerweise macht sie erst zwischen zwölf und eins zu, aber wahrscheinlich sind heute alle schon eher gegangen. Ich nehme den zusammengefalteten Zettel aus der Tasche, lese ihn noch einmal und werfe ihn dann in den Briefkasten. Die Gedanken an den Typen von gestern, an mögliche Vergewaltigung oder was weiß ich alles verdränge ich schnell und mache mich auf den Weg nach Hause, zum Fliehen bereit. Schließlich wollte sie mein Leben auch nicht. Wir werden uns vergessen, in der Wüste sehen Sand und Steine gleich aus, nur die Oasen merken sich die Nomaden. Und nach mir der Sand.





*bewusst getäuscht und los

Wenn wir sagen weggehen,
dann meinen wir eigentlich abhauen,
alles ist Flucht, nicht vor uns,
doch vor dem Leben.
Angekommen und festgestellt,
wie da es noch immer ist,
warten wir auf andere.

Zwischen den Zeilen
flehen wir um Mitnahme,
nicht von uns, nur
von unserem Leben.

Ich konnte es nicht:
weder meins bei dir lassen
noch deins mit mir nehmen,
ich fliehe, du wartest
aber Betrug können wir Betrüger
das nicht nennen.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von bookishasearlgrey (29) (20.10.2011)
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Fremdkoerper meinte dazu am 20.10.2011:
hm, danke! so viel rückbezug auf die zeit davor ist da gar nicht, das ist genau genommen ein abgegrenzter absatz. ist auch keine klassische kurzgeschichte, hier ist durchaus vergangenheit und zukunft drin, was mir auch etwas wichtig ist. die individuelle perspektive wird zum (vielleicht schlechten) allgemeingültigen lösungsansatz. und vielleicht steckt im pathos auch manchmal die wahrheit. bin selbst mittlerweile ein ziemlicher pathetikfeind, aber wie sag ich es anders, wenn ich genau das ausdrücken will? wie kann es lässiger, nebensächlicher (schwierig: schließlich ist es schluss und kerngedanke) ausgedrückt werden, und trotzdem irgendwie verstanden werden?

bist du gut im gratwandern? dann kannst du mir vielleicht helfen!
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bookishasearlgrey (29) antwortete darauf am 20.10.2011:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Fremdkoerper schrieb daraufhin am 20.10.2011:
kerngedanken: egoismus und zweckfreundschaften. die meisten menschen erscheinen einem ohnehin als einheitsmasse bzw. uninteressant und für das eigene leben ohne bedeutung. aber auch, wo man sich gegenseitig etwas bedeutet, ist es ein kommen und gehen nach individuellen beweggründen. das meine ich ganz wertfrei. man kann niemanden dafür verurteilen.
findest du die wüstenmetapher zu ausgelutscht?
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bookishasearlgrey (29) äußerte darauf am 21.10.2011:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Fremdkoerper ergänzte dazu am 21.10.2011:
dachte ich mir schon, aber du wolltest die kerngedanken unmetaphorisch und für eine literarisch in den text passende formulierung hatte ich keinen nerv! irgendwie mag ich wüstenmetaphern und kalendersprüche sind definitiv positiver, zumindest die, die bei meinem vater immer rumhingen. aber vielleicht hast du recht, zumal mein lebens- und erfahrungsausschnitt auch begrenzt ist und ich gar keine ahnung hab, was alles schon totgeleiert wurde, weil ich es nicht mitbekam.
aber nacktschnecken oder regenwürmer? sicher originell, aber ganz schön gewagt. und mit der empfindung einer großen masse uninteressanter menschen möchte ich auf keinen fall der menschengetiermetapher das wort reden, ne?
hm... "langsam kroch ich nacktschnecke, nachdem ich hier fertig war, zum nächsten grünen salatblatt. hier war alles kahl. neval ließ ich in ihrer bierfalle zurück."

ich sollte darüber nachdenken!
(Antwort korrigiert am 21.10.2011)
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bookishasearlgrey (29) meinte dazu am 01.11.2011:
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Fremdkoerper
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Veröffentlicht am 10.07.2010, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.10.2011). Textlänge: 2.021 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.668 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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