Fremd

Kurzprosa zum Thema Freundschaft

von  Mondsichel

Wir sind uns fremd geworden, kannst Du es spüren? Die Herzlichkeit ist dahin, nur noch ein stummes registrieren. Smaltalk statt lustiges Beieinander, peinliches Schweigen, ein flüchtiges aneinander vorbeilaufen auf den Straßen einer Ungewissheit. Nur schnell fort, raus aus dem Supermarkt der vereinsamten Gefühle. Die Kassiererin nimmt auch EC-Karten, doch leider ist die Freundschaft die wir einst hatten ausverkauft.
Am Strand der Gemeinsamkeiten ist eine Ölpest ausgebrochen. Die fröhlichen Fische der Träume ersticken im Meer der vergebenen Möglichkeiten. Und der Dschungel des tiefen Vertrauens, wurde zur brennenden Wüste der Enttäuschung. Nur die Sterne der Hoffnung funkeln noch immer am Horizont des neuen Morgens. Sie singen leise die Lieder der Sehnsucht. Und wenn einer von ihnen vom Himmel fällt, dann gibt es einen kleinen Stich in meiner Brust. Die Leere breitet sich aus und ich habe nichts mehr womit ich sie noch füllen könnte. So bleibt nur das warten auf den Todesstoß, wenn die endgültige Stille als neuer Mieter in unsere Herzen zieht...

(c)by Arcana Moon

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Kommentare zu diesem Text

SigrunAl-Badri (50)
(16.07.10)
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 Mondsichel meinte dazu am 16.07.10:
Ja, Du hast es wunderbar in kurze Worte gefasst. Solche Abschiede tun weh, aber sie geschehen und wir können nichts dagegen tun...

Liebe Grüßle und einen sonnigen Morgen,
Arcy

 Fuchsiberlin (16.07.10)
Ein Ende einer Freundschaft, es hinterlässt Schmerz und Erinnerungen und manchmal auch Fragen... Doch der Supermarkt verlor das Wichtigste: Das Vertrauen und die Nähe.

Dies fällt mir zu Deinem klasse Text ein.

Ganz liebe Grüße
Jörg

 Mondsichel antwortete darauf am 16.07.10:
Ja... Vertrauen und Nähe und die Erkenntnis das es nur schlimmer und nicht besser werden kann, das dieser Fortschritt des inneren sterbens nicht aufgehalten werden kann, das tut in solchen Situationen am meisten weh...

Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar :D

Liebe Grüßle
Arcy
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