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Schwatzbird(s)

Geschichte zum Thema KeinVerlag


von Lala

Schwatzbird(s)

Der Trend geht zu großen Displays. 19’’ Zoll? Lächerlich. 27’’ Zoll? Ja, da geht vielleicht schon was aber klein, bunt und komisch wird es damit nicht. Nicht wirklich. 30’’ Zoll Computerdisplays oder 50’’ Zoll TV Schirme und alle mit Zack mal Schmirk gefühlsecht und SuperHD Auflösung? Yepp, das flasht die Pupille.

Aber wer, je größer, je besser, wer 16:9, beziehungsweise einmal full neunundsechzig Naturscheiben liebt, der kennt - vielleicht - auch die Begleiterscheinungen gigantöser, blank geputzter Eigenheim- oder Doppelhausfensterfronten? Der kennt, die humorlose Situation, wenn plötzlich, mitten im Doppelhaushälftendasein, Köpfchen voran, frontal und voll Power, ein süßer Vogel, gegen die durchsichtigste der durchsichtigen Panoramamauern crasht. Der kennt das stumpfe, trockene, jähe Geräusch - und die Problematik, dass die Folgen des Geräuschmalheurs, am besten nur auf eine Art aus der Welt zu schaffen sind. Denn die Vögel sind selten tot.


Kürzlich saß ich virtuell vereint vor einem Flashdisplay mit Jörg Moddafucka Soullove und Gina Al Gipunktane im Second Life Wintergarten von irgendwem. Wir alle genossen den Ausleseblick, die Schärfe der schwarzen Buchstaben vor dem grottenscharfen, weißen Hintergrundrauschen. Während ich die Ausbaustufe der Datenautobahnversuchsstrecke der Telekomiker für rüttelfreies LSD bewunderte, öffneten wir Tab um Tab im Feuerbrowser und beschleunigten das Lesetempo auf REM Stufe 9. Jörg, der ollen Serverbahnhofstucke, wurde es schwummrig und musste sich Virtuair zufächeln, während ich nicht genug bekommen konnte und den Spin der Seagate Barracuda noch mehr overdrivte. Immer in der vaginalen Hoffnung, dass sich die fucking Gina endlich mit ihren Doppel D Hupen an mich klammern würde und mal ihren verkackt weltfremden digital Jesusadolf vergisst, dem sie beständig ihre Kränze flechtet.

So 2.0 angetuned, saßen wir im WWW-Tittenkarussell und HTTP-Schwanzscooter, fächelten, lächelten, hechelten, verklärten und verdammten uns gegenseitig in die Abgründe von Null und Eins, als auf allen Zackoschmackmonitoren jäh

„ich glaube nicht das eine Ente noch viel davon mitbekommt, wenn ich da mit einem Auto drüberbretter“

aufpoppte.

Gina machte größere Augen als sie Möpse hatte, Jörg the Jerk kreischte entsetzt auf und ich hatte dieses Geräusch von chrashtestbirdies im Ohr. Scheiß Panaromafenster, dachte ich, zog lustlos meine Hose hoch, machte die Tür aus dem Web 2.0 auf und schaute hinter den Monitor. Fuck. Da lag der Mistvogel. Ein schwarzes, dämliches Datenpaketvögelchen, das über Enten brettert, aber zu doof ist, an seinem Bestimmungsort anzukommen. Es lag so stocksteif da, wie ich meinen Schwanz gerne gehabt hätte. Jörg die Fummeltrine schlich sich jetzt auch an.
„Ingwer?“, flüsterte er und zuppelte dilettantisch an seinen asynchronen Marionettendrähten.
„Ingwer? Was faselst Du denn für einen Schwachsinn?“
„Lass Jörgi in Ruhe Du Troll“, -mischte sich die allseits präsente Madame G-Punkt ein und belehrte mich, dass Ingwer was ganz was Tolles sei und der Jörg sich eben auskenne – im Gegensatz zu mir.
Ja, am Arsch, murmelte ich und beugte mich zu dem steifen, schwarzen Paket von Vogel hinunter. Hm, dachte ich und streckte meinen Zeigefinger nach ihm aus.
„Fass ihn ja nicht an!“, fauchte Gina sofort und ich zuckte tatsächlich zurück.
„Ingwer?“, wiederholte Jörg, mit einem oversizten zentrierten Font in der Stimme.
Ingwer stinkt wahrscheinlich bestialisch, reimte ich mir zusammen, überschlug den Konsum von billigem Fusel, den ich mir genehmigt hatte, hockte mich hin und rülpste den Vogel an, ohne auf das anschwellende Gegreine der beiden Anderen zu achten.

Nichts geschah. Das Vieh rührte sich nicht.

„Jetzt hast Du ihn endgültig umgebracht du Schwein. Ich zeig Dich an! Ich sorg für Deine Auslöschung“, spuckte Rosenkranz Gina, die ihr Hitlerbärtchen an der falschen Stelle trug, giftig wie eine Mamba aus. Da ich hockte, war sie mir über, da ich hockte, fühlte ich mich wie ein doofer Fickfrosch. Aber ich stellte mir Gina trotzdem in Linux-Latex mit IP-Heels und Exploitpeitsche vor. Du geile Sau, dachte ich und: „Dir route ich noch meinen Traceping in deinen backdoor Port.“
Aber de facto sah es so aus, dass ich in Schäferhundkackstellung vor einem steifen, schwarzen, ganz offensichtlich mausetoten Paketvögelchen hockte und diese arme Sau auch noch anrülpste, weil ein noch größerer Idiot Ingwer gesagt hatte.
Alles nur, weil ich im Unterbewusstsein überschlagen hatte, das, wenn ich den toten Kackvogel hinter den Monitoren wiederbeleben könnte und wenn ich ihn wiederbelebt hätte, ich ja wohl astrein den Beweis erbracht hätte, dass ich Jesus sei und wenn ich Jesus wäre, dann wäre die verfickte Domina doch meine Braut von Himmelswegen und dürfte dann nur noch mit meinen zwei Eiern ihre Kränze beten, oder etwa nicht? So hatte ich mir das jedenfalls gedacht und nur deswegen hatte ich mich hingehockt.
„Könntest Du uns bitte mal erklären, was Du da machst? Es ist, glaube ich, nichts Gescheites“, ließ sich jetzt auch “Jörg-Man“ vernehmen.
Die Frage regte mich so auf, dass sich bei mir Magen- und Darmgase vehement entwickelten und einen Druck aufbauten, dessen eruptive Entladung ich nicht stoppen konnte - oder wollte.
Statt einer jörggemäßen Antwort ließ ich, vorne und hinten im Stile von polnischen Kanonenkrachern, die Luft wieder ab. Ja, peinlich. Sehr peinlich. Geradezu beschämend. Unter aller Sau. Ich wurde sofort rot und wollte in den Schichten des TCP Transportlayers versinken. Aber nur eigentlich. Denn, unmittelbar nach dem Moment als mir aus meinen Körperöffnungen Kaskadenböller entfahren waren, schüttelte das verrückte Vieh von Vogel auf einmal seinen Kopf und bewegte sich. Es lebte. Es war wieder auferstanden! Hosianna! Egal wie sehr es zum Himmel stank - es stand auf alle Fälle wieder senkrecht. Bingo, dachte ich, „Das ist ein Bingo!“

Jörg Moddafucka Soullove und Gina Al-Gipunktana waren baff und ich flüsterte in die Stille ihrer Baffheit: “Ich bin der ich bin.“ Das war als Hinweis für meine Doppel D von Gottesanbeterin gedacht. Aber leider reagierte Jogi Soullove und fragte mich allen Ernstes: „Ich? Meinst Du: ich auch als lyrisches ich?“
„Wah!?“, entfuhr es mir spontan und mein Herz und Gehirn krampften sich zusammen, weil ich mit dieser Frage nicht gerechnet hatte. Daher hörte ich nur im Hintergrund, wie meine Sehnsuchtsnonne für perversen katholischen Sonettsex raunte: „Ein Wunder!“
Natürlich war es kein Wunder, sondern das Verdienst meines harten Trinkens und meiner jesusmäßigen Begabung. Das war mir sofort bewusst, aber bevor ich das klarstellen konnte, trällerte der schwarze Vogel, als sei einmal gegen die Wand gedonnert, noch lange nicht genug:

„Dann wird die Ente halt zu Brei verarbeitet egal.“

Irritiert schauten wir drei es an und registrierten, dass das Schnäbelchen lädiert und ein Flügel sich nicht mehr an den Leib anschmiegen konnte und merkwürdig abstand. Dementsprechend scheiße sahen die Flugversuche des Kackvogels aus. Flatter, flatter, bums auf die Fresse. Flatter, flatter, peng auf den eh kaputten Schnabel. Fast mechanisch wiederholte es diese Versuche und plapperte weiter, als ob es seine Pakete auch hier, vor unserer Tür, hinter den Monitoren abliefern könne.

„bin eh ein Fleischfan und könnte ohne Fleisch nicht leben“ ip-iete es ungeniert oder schräg:
„Wo ich aber ganz klar gegen bin ist die Käfighaltung, wo man Hühner z. B. in winzige Käfige sperrt um sie als Legebaterien zu missbrauchen.“

„Eigentlich ist es ganz süß. Wie ein Schmetterling. Aber auch irgendwie entfühlt, nicht wahr, Jörg?“
„Ein innerer, stummer Schrei wohnt ihm inne, der Kugelschreiber fallen lässt. Irgendwie entwaffnend, wenn Du mich fragst. Aber wer mag freiwillig über eine Ente brettern, Gina?“
„“Das kann dem Stumpfgesinnten Erleichterung verschaffen.“
„Das hast Du schön gesagt, liebe Gina.“
„Ich weiß. Aber Du bist ja auch ‚ne dufte Type.“
„Sein Gesang hat was, oder?“
„Ja, sehr.“

Bevor mein Hoden noch zu Boden fiel, artikulierte ich meinen inneren Schrei in einer einfachen Frage: „Was machen wir jetzt mit ihm?“
Die Beiden drehten sich zeitgleich zu mir um, hoben höhnisch ihre Brauen und formulierten synchron: „Wir? Wir hören ihm zu. Was Du machst wissen wir nicht.“
„Ihr hört ihm zu? Einem fehlgeleitetem Paket, einer tumben Taube, die nur nachzuplappern vermag und ganz offensichtlich einen Dachschaden hat, dem hört ihr zu?“
„Was denn sonst, Du Widerling? Es ist ein Geschöpf Gottes! Es verdient Respekt.“
„Es ist kaputt. Es funktioniert nicht richtig und wird nie wieder durch die Leitung fliegen. Tolles Geschöpf.“
„Wie wäre es mal mit konstruktiver Kritik, du destruktiver Mensch?“, bemerkte Gina schnippisch, hockte sich ihrerseits hin und zauberte aus ihren Taschen irgendein Hirsezeug, welches sie zwischen Daumen und Zeigefinger dem Plappermatz hinhielt. Und während sie lasziv ihre Lippen zu einem Puttputtputtputttremolo schürzte, hatte ich Mühe meine Hose zugeknöpft zu halten, während der kaputte Vogel tatsächlich aufhörte abzuheben, abzuschmieren und stattdessen unbeholfen zu Gina hüpfte. Mit Genuss begann er ihr die Körner aus der Hand zu picken und schien sich zu beruhigen.
„Das ist so rührend“, heulte Jörgibär los und kriegte sich kaum ein.
„Ich weiß, Jörg“, antwortete die weltbeste Lazerettattentäterin der Welt und würdigte mich dabei keines Blickes. „Die Spötter, die Zyniker und Kritiker machen die Welt und die Liebe kaputt. Es sind Vampire, die das Licht der Offenheit scheuen.“
„Weil sie sonst in ihrer Hässlichkeit erkannt werden könnten?“, fragte Jörgi nach und zitterte kursiv.
„Du hast es erfühlt und erfasst, Jörg. Was ich beschrieben habe, ist der Weg der Dunkelheit und der Missgunst.“
„Ich wähle den anderen Weg, Gina, ich wähle den Weg der Offenheit! Ich befreie mich! Der Weg ist das Licht und das Licht ist ...“ streifte Jörg seine Firewall ab, begann alle seine TCP und UDP Ports zu öffnen, abzustreifen und ich befürchtete schon, er würde sich so sehr öffnen, dass er sogar mir seine Root anbieten würde. Aber der hirsekornverrückte Vogel ließ urplötzlich:

„Meine Ausbilderin in Maria Veen nannte mich immer einen Kannibalen als ich zeitweise in der Hauswirtschaft war“

vom Stapel, als sei er die Stimme und der Geist von GI Joe gefangen in einer Montessori Anstalt.

„Cool, nicht? Der kaputte Vogel geht anscheinend auch Euren Weg.“
„Dich beachte ich nicht mehr, Du Vampir!“, fauchte mich Jörg sofort an und die gute Güte Gina attestierte: „Lass gut sein Jörg. Wir lassen dem Kleinen noch ein paar Körner da und empfehlen uns.“
„Ach, Gina, das hast Du wieder schön gesagt. Gerne gehört.“
„Ich weiß, Jörg. Aber Du vergiss nicht, dass auch Du gut bist.“
„Danke, Gina, das zaubert mir ein herzensfrohes Lächeln ins Gesicht.“
„Dann lass uns weiter auf dem lichten Pfad wandeln.“
„Also schön, wenn ihr euch schon „Tschüssi“ sagen müsst und ich mich jetzt auch verpisse, dann sagen wir es aber aufrichtig und offen“, unterbrach ich barsch Gina und Jörg in ihrem Streichelkäfigdialog und schlug mit der Faust direkt auf den Kopf des Schwachsinn plappernden Vogels. Er quiekte eigentümlich, als ich ihn unter meiner Faust begrub. Warmes Blut spürte ich an meinem Ballen.

Bevor ich zugeschlagen hatte, war ich angefressen gewesen. Meine Strategie, Jesus dank einer Blähung zu werden, um die angebetete Marta Dolorosa für eine Handvoll Hallelujas tabulos durchkneten zu dürfen, war im wahrsten Sinne des Wortes verpufft. Verpufft, währenddessen sich die Jeannies und Joegis sich Bits und Bytes um die Pupen ihrer Avataren schmierten und ihre CPUs massierten. Zu gefühlt echten, dicken Doppel D-Drüsen hatte ich längst „Ade“ gesagt, aber just in diesem verlorenen, leeren, ja ausgestoßenem Moment, berührten mich die hilflosen Flucht- und Flugbemühungen des Vögelchens. „Es frisst zwar,“ dachte ich, „aber es steckt fest. Sobald wir hinter den sieben Monitoren verschwinden, wird es, Hirsefütterungen eingerechnet, verrecken. So nett gemeint die Hirse ist - ist ein Schlag mit der Faust in auf den Kopf oder in die Fresse nicht ehrlicher?“

Kurzum: Jenseits aller verkackten Sentimentalitäten wollte ich mich nicht auf französisch wieder hinter meinem geschmacksdichtem, eins zu 69, full and larger than reality display, verpissen. Oder mich dank einer Spende für Hirse für die Welt selbst betrügen.

Um diesen unausgesprochenen Gedanken Nachdruck zu verleihen, ignorierte ich den entsetzten Aufschrei von Jörg und Gina und drehte meinen Faustballen noch mal nachdrücklich in dem Blutmatsch aus zerbrochenen Knöchelchen. Sie klebte leicht fest. Als ich sie anhob, zog ich Blutfäden hinterher. Jörgi hatte Mühe sein Frühstück zu behalten und Gina kloppte auf mich ein und kreischte, dass ich ein verfluchter Mistkerl sei. Ich konnte nicht behaupten, dass es mir gut geht.
„Ich glaube es lebt noch“, hauchte Jörg und wir alle hielten inne und starrten auf den Brei aus Blut und Knochen, in dem aber der Kopf noch zu erkennen war. Halbwegs.
„Ich glaube es sagt etwas“, ließ sich Soullove wieder vernehmen. Und tatsächlich es sagte etwas:

„Meine Seele steht vor Dreck und doch ist sie lupenrein.“

Kaum das sie solches vernommen, fielen sich Gina und Jörg hysterisch schluchzend in die Arme. Mir reichte es allemal. Da ich nicht mehr hockte, entschied ich mich auf Nummer sicher zu gehen.
„Das reicht jetzt“, rief ich zornig und trat mit den Absätzen meiner schweren Boots wieder und wieder auf das geschwätzige Vögelchen. Die beiden anderen verachteten mich. Am liebsten hätten sie ausgespuckt, aber das war wohl unter ihrer Würde.
„So jetzt ist es tot.“ sagte ich. Das Vögelchen war endlich tot. Definitiv. Der Boden war verschmiert und nicht wenige Teile klebten unter meinen Sohlen.
„Fühlst Du Dich jetzt besser, du Psycho?“, fragte Madame.
„Keine Ahnung“, antwortete ich „aber es war schon tot, als es gegen unsere Displays gecrasht war.“
„Deswegen musstest Du es quälen?“
„Leider hat es meinen ersten Schlag überlebt. Tut mir leid. Zäher Bursche. Aber hat es nicht eben noch verkündet, dass Enten nicht viel mitbekommen, wenn sie von einem Auto überfahren werden?“
„Ist das Zynismus oder Dummheit?“, fragte mich Gina und ich wusste es nicht.
„Jedenfalls keine Hirse“, antwortete ich schließlich, verabschiedete mich aus meinen Träumen die Betschwester neu formatieren zu dürfen und verschwand wieder hinter meinem Monitor im Web 2.0.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von KeinB (29) (25.07.2010)
OMG. Danke. *tränenlach*
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Lala meinte dazu am 25.07.2010:
Hallo KeinB,

mir fällt ein Stein vom Herzen. Texte, die komisch sein sollen, gehen meist über die Wupper. Da ich sehr schlecht Witze erzählen kann, bin ich froh, dass der Text Dich amüsiert hat: "Das ist ein Bingo!"

Danke für Deine Empfehlungen.

Gruß

Lala
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Kommentar von janna (61) (25.07.2010)
Danke für die Lektüre am Sonntagmittag. Hab mich amüsiert. Und man möge mir verzeihen, ich hab laut gelacht. ;)
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Lala antwortete darauf am 25.07.2010:
Hallo Janna,

te absolvo ;)

Gruß

Lala I.
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Kommentar von Dolphilia (48) (25.07.2010)
Pöhser lala...*g
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Lala schrieb daraufhin am 25.07.2010:
Hallo A.Dolphilia.O,

ein "Pöhse" von Dir und alles ist gut auf dem Deich.

Es blökt vergnügt, das lilalaune

Lala-Schaf
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Dolphilia (48) äußerte darauf am 25.07.2010:
am leuchtturm wartet ein saftiges Kleeblatt auf dich...*lock
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Isaban
Kommentar von Isaban (25.07.2010)
Mein Highlight der frühen Sonntagsmittagsstunde!
Oh, bitte, bitte, das muss verfilmt werden!

Liebe Grüße, du.
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Lala ergänzte dazu am 25.07.2010:
Hallo Isaban,

schön zu lesen, wenn es Dir die Mittsagsstunde versüßt hast. Das kann aber nur ein Kurzfilm werden und die Frage wäre nschon spannend, wie man hinter die Leinwand oder den Monitor schaut?

Danke Dir und schöne Grüße

Lala
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Kommentar von KoKa2110 (42) (25.07.2010)
Über die Wupper?? Anspielung?? Na, na! Der Text ist ultragenial und der sollte eine Woche lang auf die Startseite, so dick und fett wie möglich. Mensch, da kriegen die ollen KvLer so eine Lektüre serviert und ich wäre beinah dran vorbei - gute Buschtrommeln - die funktionieren. Lala - Top!
diesen Kommentar melden
Lala meinte dazu am 27.07.2010:
Hallo Koka,

nein keine Anspielung. Gar nicht drüber nachgedacht. Ultragenial höre ich gerne. Sollte eine Achterbahnfahrt auf dem Rummel werden, ist es wohl geworden. Danke Dir.

Gruß

Lala
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Fremdkoerper
Kommentar von Fremdkoerper (28.07.2010)
abgesehen von einer unglaublichen sprachlichen vielfalt, was begrifflichkeiten rund um fHier stand ein unkultivierter Ausdruck!n angeht, muss ich ehrlich zugeben:
ch versteh den text nicht. habe gehofft, die kommentarspalte hilft, aber sie tut es nicht. ich scheiter schon an den ebenen von virtualität und realität aber mein web2.0-leben ist auch äußerst begrenzt. vielleicht hat ja dieser vogel was mit twitter zu tun (was für eine gedankenleistung von mir), aber davon hab ich ebenfalls null ahnung.
nun ist es ja so, dass nicht jeder text verstanden werden muss, manchmal ist das ein krampfhafter ehrgeiz der lesenden, dass alles, was nicht eindeutig oder vielleicht noch zweideutig entschlüsselt werden kann, überflüssig ist. aber irgendwie hab ich das gefühl, dass hier alle mehr verstehen als ich und ich bitte daher um hilfe!
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Lala meinte dazu am 28.07.2010:
Hallo Fremdkörper,

Auslöser dieses Stücks war eine Stellungnahme von Black Death über Enten und Autobahnen. Eine Stellungnahme, die ich in ihrer Form und ihrem Inhalt für grenzwertig halte – selbst wenn die StvO „draufhalten“ als alternativlos vorschreibt. Jedenfalls möchte ich keinesfalls Ente oder Vögelchen sein, wenn einer über mich brettert bzw. darauf wetten, dass ich nichts merke. Da schaudert es mich. Allerdings hatte ich keine Lust in einem Off-Topic Faden darüber zu diskutieren, sondern überlegte mir nur: Was wäre, wenn Bläcky die Ente ist? So entstand das Vögelchen in dieser Geschichte.

Die Aussagen von TheBlackDeath über das Gefühlsleben übermangelter Enten sind nichts anderes als Datenpakete, die mich bzw. meinen PC erreichen und auf meinem sonstwie großen LCD Bildschirm wiedergegeben werden; oder wie Vögel gegen meine blank geputzten Panoramascheiben donnern. Die Größe des LCD Schirms, seine Leistungsdaten kann auch als Metapher für das Ego gelesen werden.

Wer sind die drei Protagonisten? Vollkommen überzeichnete User, deren Vorlagen von kV stammen. Der ich Erzähler ist ein destruktiver, gewalttätiger und notgeiler Sepp, der mit heruntergelassenen Hosen vor seinem Schirm hockt. Ein Zerrbild von dem ich annahm und hoffte, dass es vielleicht mit mir verwechselt werden würde. Die beiden anderen sind Mixturen aus Usern, die ich so gerne wie ungerne kommentiere, weil ich am Ende in deren Augen doch nur dem Typus des Ich-Erzählers gleiche.
Wobei in dieser Erzählung durch den Blickwinkel des Ich-Erzählers ein ähnlich gewebtes Zerrbild von ihnen gezeichnet wird. In meinen Augen sind die drei Überzeichnungen von Web-Usern aus allen möglichen Foren: der Macho, Psycho und Aggrotyp, der beeinflussbare Typ auf dem Selbstfindungstrip und der bigotte MakeLoveNotWar Jesus-Peace Typ, der sich immer als charakterlich und politisch korrekt empfindet. Wer sich darin wiederfindet, der braucht vielleicht professionelle Hilfe. Zurück zum Datenpaket, dass bei allen Dreien aufgeschlagen ist.

Eigentlich sind sich die drei einig. Inhaltlich ist die Aussage über die Enten unschön. Inhaltlich ist die Aussage, der Text, nichts als ein kaputter Vogel und nicht überlebensfähig. Was tun? Darf das BlackDeath Vögelchen trotzdem überleben? Kann es das? Und lebt es überhaupt? Es ist ja nur ein Datenpaket? Die einen füttern es, die anderen trampeln drauf rum. Zugegeben: an der Stelle, wenn auf dem Vogel eingeschlagen und rumgetrampelt wird, wollte ich alle von Bläcky auf der Autobahn überfahrenen Enten rächen.

Das Ende bleibt natürlich offen und der Stich der Hirsefraktion, ob Zynismus oder Dummheit den Ich Erzähler bewege, der trifft hoffentlich. Aber die Antwort darauf ist: Keine Ahnung. Aber es ist keine Hirse. Damit ist die Frage und auch alle anderen, hoffentlich offen.

Gruß Lala
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Fremdkoerper meinte dazu am 28.07.2010:
danke für die erklärung! ich nehme mal an, es handelt sich um original zitate von the black death, den ich nicht mal mehr zur belustigung lesen würde. ansonsten stelle ich fest, dass der text mal ein absoluter insider ist, der für alle dabeigewesenen sicher zum schießen ist, aber beim rest nur what-the-fuck-gefühle erzeugt.
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Lala meinte dazu am 29.07.2010:
dass der text mal ein absoluter insider ist, der für alle dabeigewesenen sicher zum schießen ist, aber beim rest nur what-the-fuck-gefühle erzeugt.


Das ist das Risiko.
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janna (61) meinte dazu am 02.08.2010:
@ Lala

Dein Komm ist eine göttliche Ergänzung zur Geschichte. :D

Nächtliche Grüße

janna
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Kommentar von MenschMann (29.07.2010)
G-E-N-I-A-L
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Lala meinte dazu am 29.07.2010:
Danke Dir.
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Kommentar von dunham (41) (11.08.2010)
"Hirse für die Welt", kicher. Es gibt auch 1 Aktionsbündnis MANJOK JETZT, hihi.
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Lala meinte dazu am 11.08.2010:
Es gibt so viel, so unendlich viel, aber halt woanders.
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Veröffentlicht am 25.07.2010. Dieser Text wurde bereits 2.232 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.11.2017.
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