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Magmaherz

Kurzprosa zum Thema Liebe und Sehnsucht


von Mondsichel

Du bist verschmolzen mit meinem Magmaherz und fließt wie Lava glühend durch meine Adern. Ich blicke auf die Glutbucht des Vergessens, wo die Feuerdämonen meiner Angst sich in das Denken brennen. In feurigen Umarmungen schlingt sie sich um meine Mitte. Auch wenn ich oft glaube in Deiner Gegenwart zu zerschmelzen, hält der Kern noch stand. Doch immer kühler weht meine Verzweiflung mir ins Gesicht.
Ich wünschte, ich wäre mutig genug meinem Fühlen Deinen Namen zu geben. Für wie lange noch kann ich mein Antlitz wahren? Auch in einem feurigen Herz sind unerfüllte Wünsche ein schmerzvolles Brennen. Und wenn ungesehene Tränen fallen, wird Magma zu hartem Stahl. Doch wenn sich die kalte Rüstung der Enttäuschung um mein Herz legt, was vermag es dann noch zu berühren? Oh süße Verführung, ich wünschte Du würdest mich erlösen. Doch Du schweigst mich mit fragenden Augensternen an.

Die unausgesprochene Wahrheit tut weh, wenn ich daran denke wie nah wir beide uns sind. Ich wünschte ich könnte Dir sagen was in mir ist, doch ich kann es einfach nicht. Sieben Siegel liegen auf meinen Lippen. Und die Zunge ist gelähmt vom Atem einer tief verwurzelten Furcht. Zu viele Meere schlagen an die Spiegel der Verdrängung. Lieber schweigend sterben, als Dich für immer zu verlieren.
Wenn Dein Blick den meinen trifft, legt sich Nebel auf die Seelenteiche. Und die Regenbogenforellen eines vergeblichen Hoffens verbergen sich in den Höhlen meines geheimen Verlangens. Ich erahne das Du die Tiefen meiner Seele bereits durchschwommen hast. Doch wie eine Perle in der Muschel, versuche ich das Strahlen meiner Sehnsucht einzuschließen.

Wie der Engel der Offenbarung erscheinst Du mir. Du lässt mein bisheriges Dasein zu Staub verwehen. Und das Schwert Deiner gnadenlosen Ehrlichkeit trifft immer wieder meine Seele. Sie ist der Schlüssel zu den Türen, hinter denen ich meine Gefühle eingeschlossen hatte.
Bitter schmeckt das Gift des Selbstbetrugs auf meiner Zunge. Mein Innerstes schreit vor Hunger nach Erfüllung. Ein bestialisches Kreischen das durch mein Fleische zuckt. Ich male mir ein Lächeln vor das blutende Angesicht. Hab versucht mir das Begehren aus dem Innersten zu schneiden. Und nun pocht es heftiger als zuvor.
Könnt’ ich Dir doch nur sagen wie ich fühle. Könnt’ ich mich selbst doch endlich überwinden! Wie sehr sehne ich mich nach einer Berührung, will ertrinken im süßen Taumel der Glückseeligkeit. Tanzend auf dem Sternenmeer der endlosen Hingabe, wenn sich Deine Lippen auf die Meinen senken. Doch zu oft graut mir wieder der Morgen und ich versinke in den Schlaf meiner Einsamkeit.

Selbst Stunden in denen ich nichts von Dir höre, können in Gedanken zu endlosen Wochen werden. Eine Unruhe die mich nicht mehr loslässt und mich halb wahnsinnig macht. In jedem Atemzug bist Du, in jedem Gedanken lächelst Du mich an. Und dort wo niemand es hören kann, schreit die Stimme meiner Leidenschaft die Wahrheit hinaus. Ich weiß, Du kannst es hören. Du sollst es hören! Es gibt keine Geheimnisse mehr!
Die Winde der Leidenschaft tragen die Botschaft hinfort und meine Worte schallen auf jedes Fleckchen meiner scheuen Welt hernieder. Die Geisterschlösser, die ich hinter den Schleiern meines Strebens erbaute, zerfallen zu Ruinen. Sie werden überflutet von den Feuern meines Magmaherzes. Die Dämme sind gebrochen. Die roten Blumen der Liebe erblühen. Ich kann in ihnen das pulsieren unseres gemeinsamen Morgens hören.
„Ich liebe Dich“, klingt meine Stimme aus der Ferne...

(c)by Arcana Moon

 
 

Kommentare zu diesem Text


ZornDerFinsternis
Kommentar von ZornDerFinsternis (06.08.2010)
Jeder einzelne Satz brennt sich in die Fasern des Herzens. Das ist so wortgewaltig und unbeschreiblich. Mehr als großartig und der totale Oberhammer... es ist so sinnlich, schmerzend und nierreißend.
Du kannst wundervolle Worte formen und schmerzliche Landschaften erbauen... Ich bin fassungslos. Wundervoll.
LG, Anni
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Mondsichel meinte dazu am 06.08.2010:
Ich danke Dir ganz herzlich für Deinen lieben Kommentar und die *chen. Ich glaube wir alle haben schon mal so tief gefühlt ))

Liebe Grüßle
Arcy
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Kommentar von SigrunAl-Badri (50) (06.08.2010)
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Mondsichel antwortete darauf am 06.08.2010:
Ich danke Dir liebe Sigrun und ich freue mich wie sehr meine Zeilen Dich berühren. Ich habe diesen Text für einen ganz besonderen Menschen geschrieben. Er spricht von unserem Kennenlernen. Seit fast 4 Jahren ist er nun an meiner Seite. Und wie ich sehe, kann man das tiefe Gefühl auch spüren das ich für ihn empfinde

Ganz liebe Grüßle und Danke für die *chen
Deine Arcy
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franky
Kommentar von franky (06.08.2010)
Hi liebe Arcy,

"Und wenn ungesehene Tränen fallen, wird Magma zu hartem Stahl.
Doch wenn sich die kalte Rüstung der Enttäuschung um mein Herz legt, was vermag es dann noch zu berühren?
Oh süße Verführung, ich wünschte Du würdest mich erlösen. Doch Du schweigst mich mit fragenden Augensternen an."

Wenn deine ängstliche Zurückhaltung dein Magmaherz nicht aufbrechen läßt, wird es unweigerlich im Sehnsuchtsfeuer ersticken. Zünde ein gewaltiges Erdbeben umd brich den Damm deiner Begierden, die Lavazungen werden den Hoffnungsmund erreichen und sich im Liebesdaumel mit dir verbinden.

Ein so gewaltiges Feuerwerk!
Ich bin total davon begeistert!

Viele liebe Grüße

Von Franky
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Mondsichel schrieb daraufhin am 06.08.2010:
Es war wirklich schwer den Damm zu brechen mein lieber Franky. Doch ich habe es getan, bin aus mir selbst heraus getreten und habe meiner Liebe endlich seinen Namen gegeben. Es war wundervoll und ist auch heute noch immer ein Wink des Schicksals für mich

Liebe Grüßle und danke für Deine Sternchen )

Deine Arcy
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Kommentar von Manu (56) (06.08.2010)
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Mondsichel äußerte darauf am 06.08.2010:
Hallö Milla,

ich danke Dir für Deine Worte. Manchmal reicht es schon zu wissen das die Worte auch andere Menschen berühren, für die der Text eigentlich ursprünglich nicht geschrieben war. Umso schöner etwas geschenkt zu haben.

PS: Danke fürs *chen ^^

Liebe Grüßle
Arcy
(Antwort korrigiert am 06.08.2010)
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Zinnober (67) ergänzte dazu am 21.08.2010:
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Kommentar von fdöobsah (54) (26.08.2010)
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Mondsichel meinte dazu am 26.08.2010:
Ich bin halt die Wuchtbrumme der Wortböller. Das ist meine Art zu schreiben und das die nicht jeder mag, ist verständlich. Durch den Dschungel muss man erst mal durchsehen. Aber für mich das Wichtigste: Der dems gewidmet war, der hats sehr gut verstanden.

Was den Inhalt betrifft, es geht darum selbst nicht zugeben zu wollen das man verliebt ist. Von Sex ist nie die Rede. Aber interessante Interpretation ;)

Liebe Grüßle
Arcy
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Mondsichel
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Veröffentlicht am 06.08.2010, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 06.08.2010). Textlänge: 555 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.501 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.02.2020.
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