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Da liegt sie...

Gedicht zum Thema Aktuelles


von Jaggie

Starr liegt sie da,
das Leid vorbei -
dort wo sie war,
war sie nie frei.

Zu ihrer Art,
zu ihrer Rasse,
war man so hart
Qual großer Masse.

Gesteckt in stickig dunkle Enge,
zu große Enge führt dazu,
dass man in deisem Mordsgedränge
dem andren fügt auch Wunden zu.

Wund die Füße, blass das Herz,
Sonne dringt hierhin nie vor.
Täglich Brot - das ist der Schmerz -
Leidensschrei erklingt im Chor.

Knochenbruch, er findet statt,
die Kerkerwächter skrupellos.
Ja - der Zwangsarbeiter hat
kein Recht - das Leid, es ist sehr groß.

Doch die gequälte Kreatur,
die vor mir liegt, sie hat das Leid
nun hinter sich - und kostet nur
als Schnäppchen-Huhn die Hälfte heut...

Anmerkung von Jaggie:

Heute ist Welttierschutztag.
Milliarden Hühner fristen ihr Leben in viel zu engen Käfigen, legen Eier oder werden fett gefüttert, um unseren Hunger nach billigem Ramsch-Fleisch zu decken.
Schweinen, Rindern, Puten, Kaninchen, Schafen und anderen Tieren blüht das gleiche Schicksal.
Damit wir möglichst oft möglichst billigstes Fleisch essen können, leiden Tiere täglich Höllenqualen.

Der Tierschutz muss einen deutlich höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Die Reife einer Zivilisation und damit ihrer Bürger macht die Tatsache aus, wie wir mit schwächeren Mitgeschöpfen und unserer eigenen Macht umgehen. Schützen wir die Schwachen - oder beuten wir sie aus, weil wir es können? Diese moralische Frage muss gestellt werden.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von rollando (47) (04.10.2010)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Jaggie meinte dazu am 05.10.2010:
Lieber Rollando,
vielen Dank für Deinen Kommentar und es freut mich, dass Du ähnlich über das Thema denkst.
Ich bin zwar auch kein Vegetarier, aber ich esse nur selten Fleisch. - Und wenn, dann von einem Bio-Bauern, den ich auch kenne und von dem ich weiß, dass er den Tieren mit Respekt begegnet.
Leider ist es sehr schwierig, aller Tierquälerei konsumtechnisch aus dem Weg zu gehen. Schließlich sind in Gebäck, in Fertiggerichten, in Gerichten im Restaurant oder aber einfach in Nudeln Eier, von denen man z.B. nicht weiß, wie die Hühner gelebt haben, von denen sie stammen.
Auch Katzen- und Hundefutter ist sicherlich ein Problem. Zwar gibt es auch da Bio-Alternativen. Aber leider gibt es auch keine Gütesiegel und so ganz traue ich den Angaben "Bio" dann doch nicht...
Ich hoffe, es wird sich bald etwas grundlegend ändern, der Bio-Landbau wird zunehmen. Nur so kann sich etwas zum Guten wandeln. - Klasse statt Masse. Lebensqualität statt Billig-Fleisch...

Viele Grüße

Torsten
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Martina antwortete darauf am 14.06.2011:
Ich sehe das wie du...u.a esse ich auch kaum Fleisch, man gewöhnt sich dran =) Gutes Gedicht, das musste mal gesagt werden. Ich seh öfters die LKw's mit den armen Tieren, da wird mir immer ganz elend ums Herz....

Liebe grüße Tina.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (04.10.2010)
Ich sah heute im Fernsehen einen Bericht über die Kastration von Ebern ohne Betäubung, damit ihr Fleisch nicht stinkt. Ihr Schreien war schrecklich. LG
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Jaggie schrieb daraufhin am 05.10.2010:
Lieber Armin,
ja, es gibt leider sehr viele Grausamkeiten, die unseren Mitgeschöpfen - denn wir sind ja auch schließlich im biologischen Sinne "Tiere" - angetan werden.
Und ich hoffe, dass die Zeit sehr bald kommen wird, in der dies ein Ende haben wird und die Menschen endlich wieder Respekt vor den Tieren bekommen. Ich rede dabei nicht unbedingt davon, dass wir jetzt alle Vegetarier werden müssen. - Bin ich auch nicht. Aber viel mehr Wert auf die Lebensqualität der Tiere - und damit auch auf die Qualität des Fleisches - sollten wir legen.
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Jaggie
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Veröffentlicht am 04.10.2010, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.10.2010). Dieser Text wurde bereits 1.642 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.01.2018.
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Tierschutz Massentierhaltung Welttierschutztag Hühner Qual Verbraucher
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