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Abernte

Text


von P.Morten

?




i)

Blütenblätter treibt es schneidend
diese Fülle auf fahle Wangenbögen.

Es ist

Abernte: ein Herannahen (schleichend).
Unwohlbar warm wandelt der Fällende

zu umbra

schimmerndem Borkenruß den Hain.
Senkt sich über den Bodenhorizont

was eben

noch die Sonne fraß. Wird Schichtung
was nährte und nun vom Jahreskreis

geschieden ist.


ii)

Dies ist das Betten ins Kristallin (an
den Sternentropf). Ein Rufen des Ganters

in die Formen am Himmel verrät den Wert
des Herdes. Schwellenmuster zeigen sich

(der verbackene Lehm im Sohlenprofil)
und noch im Greifen nach der Nebelbank

raubt sich ein Ahnen die Silbermünzen
von den trüben Augen der Erinnerung.




?

Anmerkung von P.Morten:

Stimme aus dem Off: Auch du mein Sohn. Auch du! Strickst dir die Jahreszeit zum Gemützerl. Ach!



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Veröffentlicht am 23.10.2010, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.01.2011). Textlänge: 99 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.218 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.06.2020.
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