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Es muss weh tun

Kurzprosa zum Thema Traum/ Träume


von Mondsichel

Wonach strebst Du? Was fühlst Du? Wohin magst Du gehen? Wovon wirst Du erzählen? Meine Augen mustern die Tiefen hinter Deinen Spiegeln. Ich sehe einen verschwommenen Traum, der durch Selbstüberschätzung überstrahlt wird.  Ein Lächeln huscht über mein Gesicht, das Lächeln der Erkenntnis. So viele haben es schon versucht und sind gescheitert an sich selbst. Sie wollten alle so viel, sie taten alles Mögliche, doch verloren das wirkliche Ziel aus den Augen. Ich war lange Zeit eine von ihnen.
Auch Dein Traum gleicht einem Blatt auf dem Moor. Es zieht Dich Stück für Stück hinab und lässt Dich selbst zum Tümpel ohne Grund werden. Deine Füße planschen wild im Nichts, das sich zäh um Deine Fesseln legt und Dich nie wieder freiwillig loslassen wird. Deine Sehnsucht schwimmt im schwarzen Wellengang, wo Du vergeblich mit den Armen nach einem Halt suchst. Deine Hoffnung verharrt wie dichter Nebel über der Vergänglichkeit. Du schluckst die Brühe brav hinunter die an Deine Lippenpforte schwappt und nennst das Kampf für Deinen großen Traum. Selbst im lichtlosen Raum wo Du den Dreck tief auf Lunge atmest, glaubst Du noch immer dies sei das was Du wirklich willst.
Kleine Depressionen lassen Dich nur kurz schwanken, die Worte der Schmeichler malen das neue finstere Zuhause in bunten Farben. Bis Dich jemand aus dem Sumpf zieht und Dich mit Gewalt aus Deiner todessehnsüchtigen Wunschwelt schüttelt. Du erbrichst den Dreck den Du geschluckt hast in Schwallen. Das amüsierte Lachen Deines Lebensretters schmerzt. Seine Worte noch viel mehr. Wahrheit und Erkenntnis sind der Stachel im Fleisch, doch diese Therapie hat wundersame Kräfte. Es muss weh tun damit es heilen kann.
Er wird Dir auch den Magen und den Darm auspumpen müssen damit Du endlich frei vom Moor bist. Von Deinem Wunschdenken, Deinen Illusionen, Deiner Arroganz. Du bist nichts und Du wirst nichts sein wenn Du weiter auf diesen sumpfigen Pfaden wandelst. Dies ist die letzte Chance. Nur wer mutig genug ist und den Schmerz nicht scheut, der wird auch seinen Traum erfahren...

(c)by Arcana Moon

 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (04.11.2010)
Hi liebe Arcy,

"Wahrheit und Erkenntnis sind der Stachel im Fleisch,"
Das ist eine heilbringende Erkenntnis.
Schreiben wir sie in unsere Seele, damit wir auf dem rechten Weg bleiben.
Toll geschrieben.

Liebe Grüße nach Berlin

von

Franky
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Mondsichel meinte dazu am 05.11.2010:
So ist es, dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Kommentar von SigrunAl-Badri (52) (04.11.2010)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel antwortete darauf am 05.11.2010:
Auch hier weiß ich nichts weiteres hinzuzufügen und unterschreibe das mal ;)

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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princess
Kommentar von princess (05.11.2010)
Dreimal habe ich ihn jetzt gelesen, deinen Text. Insofern ist da durchaus Resonanz. Was mein Lesevergnügen allerdings beim ersten Eindruck bereits trübt, sind die wilden Rechtschreib- und Interpunktionsfehler. Au weia.

Es muss weh tun, damit es heilen kann.

Das zu erkennen, bedeutet für mich: Leichter ja sagen können zu unangenehmen Gefühlen. Sie als Signale begrüßen, anstatt ihnen die innere Tür vor der Nase zuzuknallen. Schmerz ist ein hartnäckiger Bote. Tausend Mal kannst du ihn wegschicken, er kommt immer wieder, bis seine Aufgabe erledigt ist.

Der letzte Satz:
Nur wer mutig genug ist und den Schmerz nicht scheut, der wird auch seinen Traum erfahren...

Das ist für mein Empfinden ein Urteil, eine Anmaßung. Nur wer ist mir in jedem Fall zu hart. Kein Mensch kann wissen, welcher Schritt für einen anderen Menschen zu welchem Zeitpunkt seines Lebens die jeweils individuelle Erfüllung wahr werden lässt oder nicht.

Interessanter Text.

Liebe Grüße, Ira
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Mondsichel schrieb daraufhin am 05.11.2010:
sind die wilden Rechtschreib- und Interpunktionsfehler. Au weia.


Wo? Es wäre schon günstig, wenn man Rechtschreibefehler anmerkt die betreffenden Stellen auch anzugeben damit es abgeändert werden kann. Ich bin ganz Ohr. ;)


Nur wer ist mir in jedem Fall zu hart. Kein Mensch kann wissen, welcher Schritt für einen anderen Menschen zu welchem Zeitpunkt seines Lebens die jeweils individuelle Erfüllung wahr werden lässt oder nicht.


Es gibt einen schönen Standardspruch, der da heißt: "Für seinen Traum muss man kämpfen." Und Kampf impliziert aus meiner Sicht immer das Wissen, es wird nicht einfach sein. Es wird Rückschläge geben. Ich werde Federn lassen müssen und vielleicht sogar meine Illusionen etwas zurückschrauben. Aber solange ich das Ziel nicht aus den Augen verliere, so lange wird es eine reelle Chance geben den Traum wahr werden zu lassen. Bei vielen Träumen, in denen es vor allem um finanziellen oder ruhmhaften Erfolg geht, wirst Du selten ohne blaue Flecken Dein Ziel erreichen. Es sei denn man ist so ein Glückspilz, das man einfach für alles den goldenen Finger hat.

Kleines Beispiel: Nehmen wir einen jungen Mann, 35 Jahre, in Lohn und Brot als kleiner Angestellter einer IT Firma. Der träumt davon sich einen Flatscreen Bildschirm zu kaufen, mit 3D Funktion und allem Schnick Schnack. Er bezieht aber nur ein Minigehalt Plus Hartz4 Unterstützung. Er will das Ding aber unbedingt haben und deshalb spart er Monat für Monat eisern. Er geht nicht mehr aus, er verzichtet komplett auf Luxus und hält sich nur mit dem nötigsten Essen über Wasser. Der Verzicht ist auch ein Stachel im Fleisch. Ein Schmerz den es zu überwinden gilt. Er will sich seinen Traum erfüllen. Also muss er kämpfen. Wenn er so eisern spart vielleicht in einem Jahr. Wenn er schwach wird und mal einen Monat nicht so spart, wird es länger dauern. Das ist wieder ein Schmerz der am Ego kratzt. Man hatte es sich doch so sehr vorgenommen und sich selbst enttäuscht. Aber vielleicht erkennt er in dem Moment ja auch, das es gar nicht nötig ist auf alles zu verzichten. Das man, um locker sein Ziel zu erreichen, sich selbst nicht auf der Strecke lassen darf. Vielleicht wird er auch seinen Job wechseln um mehr Geld zu verdienen, auch wenn er dafür mehr arbeiten muss. Oder er macht etwas das er eigentlich überhaupt nicht leiden kann und das nur um dieses Geld zusammenzusparen. Er wird mit einer Erfahrung aus dieser Zielsuchung gehen. Und diese Erfahrung implizierte aber zuvor Schmerz, Kampf mit sich selbst und seinen Interessen. Das ist aus meiner Sicht eine Gemeinsamkeit, die in fast jeder Traumerfüllung zu finden ist. Menschen denen alles auf Anhieb gelingt gibt es selten...

Liebe Grüßle
Arcy
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princess äußerte darauf am 07.11.2010:
Liebe Arcy,

Es wäre schon günstig, wenn man Rechtschreibefehler anmerkt die betreffenden Stellen auch anzugeben damit es abgeändert werden kann. Ich bin ganz Ohr. ;)


Um gleich damit zu beginnen:
Es wäre schon günstig, wenn man Rechtschreibfehler (ohne e zwischen b und f) anmerkt, (Komma) die betreffenden Stellen auch anzugeben, (Komma) damit es abgeändert werden kann.

Weißt du, natürlich könnte ich so, quasi mit dem Rotstift, durch den gesamten Text gehen. Aber Oberlehrerin vom Dienst zu sein... finde ich einen blöden Job. Daher nur so viel:

Rechtschreibfehler sind mir an diesen Stellen aufgefallen:
…“sie taten alles mögliche“, richtig: alles Mögliche (Großschreibung)
…“ich war lange Zeit Eine von Ihnen“, richtig: ich war lange Zeit eine von ihnen“ (jeweils Kleinschreibung)
… „planschen“, richtig „plantschen“ (mit t)
… „im Nichts, dass“, richtig: im Nichts, das (Artikel, keine Subjunktion)
… „in Schwällen“, richtig: in Schwallen (unkorrekter Plural)
Die durchgängige Großschreibung des Personalpronomens „du“ erschließt sich mir nicht, da Anredepronomen in Texten klein geschrieben werden außer in Briefen und E-Mails, wo zwischen Groß- und Kleinschreibung gewählt werden darf und ich nicht erkennen kann, dass dieser Text als Brief konzipiert ist.

Die Kommasetzung an vielen Stellen fehlerhaft. Wenn du Wert auf korrekte Interpunktion legst, dann schau dir doch mal die Regeln dazu an. Ganz Ohr zu sein… hilft in dieser Hinsicht ja nicht dauerhaft weiter.

Dieses
Für seinen Traum muss man kämpfen

… ist eine mögliche Haltung von vielen. Vorstellbar wäre in dem von dir geschilderten Beispiel auch die Variante, dass der junge Mann zum Geschäftsführer des Ladens befördert wird mit entsprechend höherem Gehalt… oder dass er während des Sparens entdeckt, dass es so viel Wichtigeres gibt als in diesem Leben einen Hightech-Fernseher zu besitzen... oder dass Tante Hertha stirbt und ihren jüngst erworbenen Flatscreen-Bildschirm dem jungen Mann vermacht… oder, oder, oder. Wunder gibt es immer wieder.

Liebe Grüße, Ira
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Mondsichel ergänzte dazu am 07.11.2010:
Also meine üblichen Fehler (Kommas, Groß und Klein, dass und das), die ich schon seit der Schule drin hab und nie rausgekriegt habe. Wobei ich sagen muss das ich nach der alten Rechtschreibung schreibe (planschen), da ich zu den Menschen gehöre die sich einfach nicht an diese seltsamen neuen Wortkreationen gewöhnen kann ;)

Was die Großschreibung des "Du" betrifft: In gewisser Hinsicht soll es eine Art Brief sein. Ich weiß das man das heute nicht mehr anwendet, aber ich nutze es immer noch sehr gerne.

Ich danke Dir jedenfalls für Deine Hinweise und werde mal schauen das ich den Text noch mal durchgehe.

Liebe Grüßle
Arcy
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Mondsichel
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Veröffentlicht am 04.11.2010, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 07.11.2010). Textlänge: 334 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.849 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 30.03.2020.
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