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enttäuschung

Gedankengedicht zum Thema Enttäuschung


von rochusthal

das kleine t im wort enttäuschung sagt
dass wir, wenn wir glauben oder lieben
täuschen. so wie täuscht, wer wald als idylle
oder welt als hort und stilles heim sieht

schon an meiner geburt waren andere schuld
das ganze pech: es kam von draußen
arbeit/losigkeit frau/mann haus/miete auto/bus:
fremd und fehlerhaft und sündhaft teuer

wir glauben uns das leben schön
wir lieben uns den abgrund brav
und unsre größte verstellung sind wir
ein anderes wort für lebenslüge ist lebenslauf

so wie man sich nicht entschuldigen kann
so kann man sich auch nicht enttäuschen


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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (06.01.2011)
Das klingt aber sehr resignativ. Ist das Leben insgesamt wirklich so? LG
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rochusthal meinte dazu am 07.01.2011:
das ist ja kein gedicht über das leben insgesamt. das gedicht wundert sich nur, dass wir so gerne glauben wollen, dass man sich selbst enttäuschen kann. wir alle täuschen uns lieber weiter.
beste grüße
rst
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Kommentar von asche.und.zimt (24) (09.01.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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rochusthal antwortete darauf am 09.01.2011:
ich danke dir sehr
später im jahr gibt es wieder gereimtes
meine lieblingszeile ist: wir lieben uns den abgrund brav
gruß
rst
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asche.und.zimt (24) schrieb daraufhin am 09.01.2011:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Blutmond_Sangaluno
Kommentar von Blutmond_Sangaluno (18.01.2011)
Okay, hm... Ich sehe das ganze jetzt nicht direkt als
Gedicht an, eher als Predigt oder nur Gedanken in Strophen,
weil ich es nicht so schön lesen konnte, als wenn es in sich
reimender Form vorhanden wäre.
Aber,
ich finde es dennoch faszinierend und hoffe, dich ein Stück
weit zu verstehen.
Es heißt "sich entschuldigen", aber jemanden entschuldigen
kann immer nur der andere.
Und Enttäuschung ist nicht, von etwas traurig zu sein, was
der andere getan oder nicht getan hat, sondern der Wort-
bedeutung an sich, das zu sehen, was man nicht wahrhaben
wollte oder etwas aufzudecken, was anders schien, die Illusion
verschwinden lassen.
Es gibt viele Worte, die mal einen anderen Ursprung oder
eine andere Bedeutung hatten und es ist doch spannend,
sie aufzudecken und anders zu deuten.
(z.B Aberglaube. Bedeutet doch, dass es ein anderer Glaube
ist, wie der eigene, also für den Christ nicht der "Aberglaube", wie
schwarze Katze und Klee, sonden auch Islam, Judentum und
die anderen Religion und umgekehrt. Also ist jede Religion
immer Aberglaube)

Gruß
Sanga
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rochusthal äußerte darauf am 18.01.2011:
entschuldigung: ich hatte diesen kommentar noch gar nicht gesehen. den muss mein kommentarmelder aber gar nicht gemeldet haben?!

ja, so meine ich das mit dem enttäuschen. aber ich meine auch, dass wir die gedichte gar nicht schreiben, sondern sie brauchen uns, um sich selbst zu schreiben. der dichter verdichtet, was ihm an geist zufällt, ein bisschen übertrieben gesagt.
das mit dem aberglauben steht so schon bei lessing.

und wie heißt dein roman?
gespannte grüße
rst
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Blutmond_Sangaluno ergänzte dazu am 18.01.2011:
Lessing? Ich bin nicht die erste, der es auffällt?
Schade. Nein, ernsthaft, viele Leute machen sich
darüber wohl Gedanken, ich wusste nur nicht,
dass Lessing auch so dachte. Meine Gehirnwindungen
beförderten es praktischerweise in Religion zum passenden
Thema zu Tage.
Gedichte sind Gedanken und Gefühle, die einen Körper
bekommen haben, um sich ausdrücken zu können und
nicht mehr ungehört vergehen.
Also anders gesehen ein Vogel im goldenen Käfig,
denn die Gedanken sind frei.

Ist die letzte Frage sarkastisch gemeint?
Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, aber
es bezog sich auf die Länge des Kommentares.
...Entschuldige. :)

Liebe Grüße
Sanga
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rochusthal meinte dazu am 19.01.2011:
nein, kein problem, aber ich hatte tatsächlich verstanden, dass du einen roman, zum beispiel über enttäuschungen oder über das kleine t, angefangen hättest. schade. ja, war sarkastisch.
mit lessing musst du nicht traurig sein, goethe wiederum schreibt, dass es eine große leistung ist, die gedanken der vorgänger selbst gedacht zu haben. mit anderen worten, jeder große gedanke bleibt ein großer gedanke, egal wer ihn denkt. ob die kleine azubine oder der große denker.
gruß
rst
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