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Chaos

Politisches Gedicht


von KayGanahl

A.
Angesichts des nicht wahrgenommenen
Chaos
ja des Chaos in den Köpfen

muss die als ganz selbstverständlich
betrachtete Ruhe,
die sich überall in der Gesellschaft
Tag für Tag zeigt,
mit Zweifeln überschüttet werden!

Nicht akzeptabel ist diese Ruhe,
denn diese Ruhe festigt die
Passivität, die Perspektiv- und Erwartungslosigkeit
derer, die eigentlich positiv handelnd eingreifen
müssen …

B.
Auch und gerade
aufgrund innerer Zersetzung
bleiben die politischen Mächte
in ihren Apparaten ziemlich passiv -
fördernd diesen Ruhe-Zustand
und

es hat der einzelne Bürger
vermutlich noch lange das Chaos in den Köpfen

zu ertragen, obwohl
er eben die Entscheidungs- und Handlungsmacht fordert.


Kay Ganahl
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KayGanahl
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Veröffentlicht am 18.01.2011. Textlänge: 108 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.152 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 08.12.2019.
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