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Lockere Sonnenschrauben

Witz zum Thema Liebe, lieben


von Dieter Wal

Für Ludwig Kroner
alias Luidor


Motto: "Über Gewicht redet man nicht, das hat man." Ludwig Kroner


Thema mit Variationen

Piano affetuoso con brio


Wer würd nicht gern gen Münster reisen
mit ausgeprägten Künstlermeisen,
gehört sich so in Künstlerkreisen!
Singen dort heimlich finster' Weisen
und im Gepäck den Ginster, weißen,
ja sollten wir mal Ginster scheißen,
wird das dem Tode uns entreißen.

Wer würd nicht gern in München essen,
lieber sein eignes Hühnchen fressen,
sich sportlich mit dem Hündchen messen,
wahnsinnig gerne lynchen Fressen,
und fragen alle Münchner: Wessen?

Wer würd nicht gerne Berlin loben,
vielleicht besser Schwerin da droben,
hab ich mich gar am Sinn verhoben?

Wer würd nicht gern in Aachen reihern?
Mit richtig gelben Dracheneiern
aufrichten einen schwachen Bayern,
der laut es krachen lässt beim Feiern?

Wer würd nicht gern in Bonn verstauben,
und lieber keinen Nonnen glauben,
die dir die letzten Wonnen rauben?
Zurr sie dir fest, die Sonnenschrauben!

Wer würd nicht gern sich Nonnen rauben,
und ihnen ihre Tonnen glauben,
damit sie mir die Sonnenschrauben
in ihren hübschen Tonnenhauben
mit hunderttausend Wonnen glauben?
Rechen so schön die Sonnenlauben,
den' schenk ich meinen Sonnenglauben
und borg mir ihren Nonnenglauben!

Wer würd nicht gern in Tannen laufen,
in die der letzte Mann entlaufen,
dort bis zur Neige Anden saufen.
einkehren erst den Kannenhaufen,
wenn nachkam noch ein Mann, den raufen Sie sich bitte wieder selbst zusammen!

Wer würd nicht gern die Leier rühren,
nicht lieber bei nem Dreier führen,
noch besser sich für Drei aufführen,
den Sommer heiß im Mai aufspüren,
die Polizei dabei verführen,
bei drei den Schrei im Mai zutüren,
und ist's zu eng, die Eier rühren?

Wer würd nicht gern dem Arschloch glauben,
dass alle Deppen schnell verstauben,
siegen die Falken und die Tauben,
dass Frauen blieben unter Hauben,
sich lösen deine Daumenschrauben,
dass deine Hoffnung mit dem Glauben
dir niemals deine Liebe rauben.

Wer möchte nicht am liebsten Sachen,
die einfach dir nur Freude machen,
teilen mit Kraftprotzen und Schwachen?
Denn es gibt nie zu viel zu lachen!


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (21.03.2011)
Wenn du mit den entsprechende Künstlermeisen nach Münster reist, sag bitte Bescheid, Dieter, ich habe dort noch einen Koffer.
Liebe Grüße
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 21.03.2011:
Mit dem größten Vergnügen! Ein Gästebett wär praktischer. Ich kenn Ruprecht Polenz, CDU, den Bundestagsabgeordneten aus Münster über Facebook. Wen man bei Fb. nicht alles kennenlernen kann ... . Sollen wir ihn mitnehmen? Und danke für den Klick! Bei dieser Art Gedichten brauch ich jede Ermutigung.
(Antwort korrigiert am 21.03.2011)
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blauefrau antwortete darauf am 21.03.2011:
Um Weihnachten 2010 passierte in Münster folgendes:

Kurz vor der Heilgen Nacht
wollt einer einen heben,
doch trank er um sein Leben.
Das Taxi kam nicht wie gedacht.

Den Mann mit großer Ferse
-er war zwei Meter groß-
erboste dieses Los:
er lief entlang der Werse.

Er stolperte und fiel
den Abhang weit herunter;
er wurd nicht wieder munter:
das Wasser fand ein Ziel.

Zunächst fand man so bitter
den Schuh des Mannes an dem Wasser
danach dann deutlich blasser
ihn selbst an einem Gitter.
bf
(Antwort korrigiert am 21.03.2011)
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Dieter Wal schrieb daraufhin am 21.03.2011:
Vielen Dank für deine literarische Lebenshilfe, liebe blauefrau! Man sollt wohl keinen Mann mit großer Ferse haben, Männer mit großen Versen sind aber auch nur bedingt besser. ;)
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blauefrau äußerte darauf am 21.03.2011:
Es war ein Schock um Weihnachten herum, überall hingen Plakate wegen des verschwundenen Studenten.
(Nicht erbost wegen der Ferse, sondern des Taxis wegen)
Ich habe noch ein Elternhaus in Münster und halte mich dort regelmäßig auf.

P.S. Ich kann keinem leben helfen
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Dieter Wal ergänzte dazu am 21.03.2011:
Münster ist echt schön! War da auch mal.

Schrieb ein Prosagedicht über einen Unfall in meiner ehemaligen Heimatstadt Fürth bei Nürnberg. Wurde zufällig Augenzeuge des Polizeieinsatzes. Traurig.

 Da ist er!
(Antwort korrigiert am 21.03.2011)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.03.2011:
Mir wäre wohler ohne jede Politprominenz, Dieter.
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 21.03.2011:
Versteh ich. Der ist ne rühmliche Ausnahme. Hab seine Partei übrigens nie gewählt und werde es auch nicht.
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blauefrau meinte dazu am 21.03.2011:
Das Gedicht rührt mich an.

In MS ging man bereits vom Ertrinken in einem best.Areal aus. Interessant war nur noch.wer ihn fand und wo er sich fand.-


Möllemanns Frau ist auch noch in MS.-

Es gibt in MS bis Herbst einen Laden, wo jeder ein Regalbrett anmieten und dort z.B. auch seine Gedichte verkaufen kann.Betreiber ist ein Journalist.
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Dieter Wal meinte dazu am 21.03.2011:
Gedichte verkaufen? Auf gar keinen Fall! ;) (Schöne Idee.)
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Dieter Wal meinte dazu am 21.03.2011:
@ Ekki: Hab den Titel geändert. Hoffe, es ist für dich ok so!?
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.03.2011:
Ja, Dieter, er macht sehr neugierig.
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 21.03.2011:
Nochmals Danke, Ekki! Mag Titel mit Fragezeichen nicht so. Hab ihn nochmals verbessert. Jetzt passt's. Hoffemeremol! ;)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.03.2011:
Die neue Schlussstrophe finde ich genial. Dieter. Sie ist so menschlich. grins.
Liebe Grüße
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 23.03.2011:
Danke, Ekki, die Schluss-Strophe halte ich für die Schwächste. Nicht nur wegen dem metrischen Stolperer, sondern weil sie in meinen Augen stilistisch ein bisschen flach wirkt. Die war auch bereits früher da.

Dir hätte eher die 6. und 7. Strophe neu vorkommen müssen. Die kamen nämlich erst einen Tag darauf dazu.

Strophe Nr. 8 entstand bereits am ersten Entstehungs-Tag.

Wie findest du Nr. 6 u. 7?

Sie fallen insofern etwas aus dem Rahmen, weil hier kein Städtename mehr verwendet wird.

Gruß
Dieter
(Antwort korrigiert am 23.03.2011)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.03.2011:
Geh mit deiner letzten Strophe nicht zu har ins Gericht, Dieter. Gemessen an Kriterien hermetischer moderner Lyrik ist sie leicht nachvollziehbar. das muss nicht gleichbedeutend mit "stilistisch flach" sein.
Strophe 6 und 7 sagen mir mehr zu als die nur spielerischen vorausgegangenen. Das sagt aber nichts über ihre Qualität aus, sondern nur, dass ich ein unverbesserLicher Sinnfreak bin.
6,6 verstehe ich nicht.
LG Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 23.03.2011:
Huhuuu, du scheinst ein echter Fan des Gedichtes zu sein. Freut mich. V. 6,6: "bei drei den Schrei im Mai zutüren"

Da wollte ich die übermütige Reimklingelei toppen. Sechs Takte und vier davon gleichlautend reimend. "zutüren" gabs vorher meines Wissens auch eher nicht. "zutüren" bedeutet wohl die Türe zuwerfen.

Ich zumindest konnte mir bei diesem übermütigen Vers gerade noch etwas denken.

Aber das soll nicht heißen, dass er gelungen sein muss.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.03.2011:
6,6: Ich stand auf der Leitung, Dieter. Hätte selbst drauf kommen können.
Ekki
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Dieter Wal meinte dazu am 25.03.2011:
Oh Gott, oh Gott, es will kein Ende nehmen, Ekki!

Mir sind wieder zwei mehr oder weniger lustige Reimpaare eingefallen und ich hab sie gleich zusammengesetzt. Von dichten sollte man lieber nur bedingt schreiben.

Guck mal! Die waren's:

Wer würd nicht gern sich Nonnen rauben,
und ihnen ihre Tonnen glauben,
damit sie mir die Sonnenschrauben
in ihren hübschen Tonnenhauben
mit hunderttausend Wonnen glauben?
Rechen so schön die Sonnenlauben,
den' schenk ich meinen Sonnenglauben
und borg mir ihren Nonnenglauben!

Wer würd nicht gern in Tannen laufen,
in die der letzte Mann entlaufen,
dort bis zur Neige Anden saufen.
einkehren erst den Kannenhaufen,
wenn nachkam noch ein Mann, den raufen
Sie sich bitte wieder zusammen!

Und wenn das ständig so weitergeht, wird man mich verhaften!!!

Ekki, steh mir bei!
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes «Die Sonne am Ende des Universums.» Texte über Literatur..
Veröffentlicht am 21.03.2011, 50 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.07.2013). Textlänge: 334 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.152 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 30.03.2020.
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