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Sunrise

Text


von Skala

Immer noch schmecke ich die verbrannten Marshmallows, gewürzt mit dem salzigen Seewind. Immer noch höre ich das Knistern des Lagerfeuers, vermischt mit dem sanften Plätschern der Wellen. Die Wellen bilde ich mir nicht einmal ein, sie klatschen träge an die Backbordseite des Segelschiffes und fast schaukeln sie mich in den Schlaf.
Du liegst neben mir und schläfst. So viel zum Thema, gemeinsam den Sonnenaufgang über dem Meer genießen, denke ich mir, schließlich weiß ich, wie schwer man dich wecken kann, wenn du erst einmal träumst.
Ich krieche etwas weiter in meinen Schlafsack hinein. Die Nacht ist schon herbstlich kühl, obwohl wir eigentlich noch Sommer haben.
Du schläfst, aber ich will nicht schlafen. Ich habe schon so viele Nächte verschlafen, die es vielleicht wert gewesen wären, mit derselben Lebendigkeit gelebt zu werden, wie die darauffolgenden Tage, und bei dieser Nacht bin ich mir sicher, dass sie es wert ist. Ich weiß nicht, ob es der Salzgeruch ist, oder das Geräusch des Wassers, oder einfach nur unser Schwur, diese Nacht dem Mond auf Wiedersehen zu sagen. Den Schwur hast du übrigens gebrochen, obwohl er erst wenige Minuten alt ist. Oder Stunden.
Ich drehe mich auf den Rücken. Zeiteinheiten sind irgendwie so unwirklich, wenn ich in diesen Sternenhimmel schaue und mich darin verliere. Ich kenne mich nicht aus mit Sternbildern und finde mit etwas Glück gerade mal den Großen Wagen, aber diese Nacht ziehen meine Gedanken von ganz allein Linien zwischen den unzähligen hellen Punkten. Schon tänzle ich zwischen meinen ganz eigenen Sternbildern durch die Galaxis und frage mich, ob deine Traumbilder den meinen gleichkommen.
Als meine Sternenfreunde langsam  zu verblassen beginnen, versuche ich, dich aufzuwecken, doch du schlägst meine Hand unwillig weg, willst nicht sehen, wie sich die Sonne langsam über den Horizont reckt und sich der Himmel mit Morgenröte überzieht.  Mehr als dieser Anblick rauben mir nur die goldenen Streifen den Atem, die die Sonne wenig später durch den morgendlichen Dunst auf das Wasser wirft. Die starken Schiffstaue wirken in diesem Licht wie filigrane Spinnweben und es ist kaum vorstellbar, dass sie schon in wenigen Stunden die riesigen, weißen Segel halten sollen. Weiße Segel, und das bei diesen Geisterschiffen, deren Masten kahl in die Höhe ragen.
Wenn du wach wärest, würde ich wohl mit dir reden. So aber liege ich einfach nur da, in meinem Schlafsack und schaue mir schweigend den Sonnenaufgang an, während in meinem Kopf die Gedanken um die Wette segeln.
Nach einigen Minuten oder Stunden regst du dich plötzlich. Die Sonne steht schon so hoch am Himmel, dass das Geisterschiff auf der anderen Seite der Bucht seine Geisterhaftigkeit verloren hat und nur noch aussieht, wie ein Segelschiff kurz vorm Erwachen. Du schlägst die Augen auf und siehst mich an und der letzte Fleck Morgenrot verschwindet vom Himmel auf meine eiskalten Wangen.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von KoKa (42) (05.04.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Skala meinte dazu am 05.04.2011:
Entschuldigen wofür? Aus dem in hab ich ein aus gemacht, danke für den Tipp schonmal und für den Kommentar generell auch...
Liebe Grüße, Ranky.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Such.t.agebuch.
Veröffentlicht am 05.04.2011, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.04.2011). Textlänge: 463 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.793 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.05.2021.
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