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dr. fausti weheklag am ostersonntag

Sonett zum Thema Alles und Nichts...


von rochusthal

das flüchtige leben zu wagen und halten
ins rettend vernichtende jüngste gericht
verstörung zerschlägt dir verstand und gesicht
es gelten nicht regeln die sonst immer galten

vergeltung ist sonne und irrtum verwalten
am festtag zum frühstück der zwischenbericht
von all deinem glück bleibt zum schluss der verzicht
auf fotos sind scherben und kälte und falten

erst gestern noch glaubtest vom eis dich befreit
schon bist du inmitten der sonne erfroren
und dennoch genießt du verbleibende zeit

zerknirscht und zertauscht und schon wieder geboren
geimpft zwar und doch gegen gar nichts gefeit
vertagst und verlegst und bist glücklichst verloren


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Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (24.04.2011)
Der letzte Vers bebildert sich mir nicht so gut wie der Rest, vielleicht noch mal dran feilen, er wirkt ein wenig wie am Bild vorbei in den Reim gefriemelt. Alle anderen 13 Verse gefallen mir ausgesprochen gut in ihrem Auf und Ab und all der Ambivalenz, die Leben und Glück uns zu bieten haben.

Ausgesprochen gern gelesen.

Liebe Grüße,

Sabine



Edit: Ach ja, den Titel könnte man eventuell auch noch mal überdenken, hm? ;)
(Kommentar korrigiert am 24.04.2011)
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Isaban meinte dazu am 25.04.2011:
Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass man sich das "Satzbezugs-Du" für die letzte Strophe aus der vorangehenden Strophe fischen muss - aber grammatikalisch völlig korrekt - und ein perfektes Stilmittel, um das Verlorenseins dieses lyrischen Dus zu bebildern!

Wie wäre es, wenn du aus dem "bist" in der letzten Zeile ein "bleibst" machst?

Liebe Grüße,

Sabine
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rochusthal antwortete darauf am 27.04.2011:
der war ja weder schon immer verloren noch schon immer glücklich und schon gar nicht damit glücklich, dass er verloren war
das kam erst durch das flüchtige leben, welches er am ostersonntag, und das verbindet ihn mit dr. faust, dem hausarzt von nebenan, erkannte

scherz beiseite: danke, manchmal braucht den kundigen mitmenschen und den anstoß am ostersonntag oder montag oder dienstag ach heut ist schon wieder mittwoch
das flüchtige leben
so geht es eben
weg
gruß
rst
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Peer
Kommentar von Peer (24.04.2011)
Mich stört eigentlich nur der allerletzte Vers, den ich von der Aussage und Formulierung nicht so gelungen wie den Rest finde, ansonsten schließe ich mich hinsichtlich der Ambivalenz des Textes und dem Reimschema der Ansicht Isaban's an. Gelungen.:)
LG Peer
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rochusthal schrieb daraufhin am 24.04.2011:
ich danke euch beiden für die freundliche aufnahme und konstruktive kritik. in der tat krankt und hinkt die letzte strophe, und besonders der letzte vers. ich überlege und wünsche euch schöne resto-stern!
gruß
rst
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Peer äußerte darauf am 24.04.2011:
Ich für meinen Teil finde, der Text hat jetzt spürbar gewonnen.:-) Nur die Doppelung von "bist" finde ich jetzt nicht ganz glücklich gelöst.
Ebenso noch schöne Ostern.
LG Peer
(Antwort korrigiert am 24.04.2011)
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rochusthal
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Veröffentlicht am 24.04.2011, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.04.2011). Dieser Text wurde bereits 1.421 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 17.09.2018.
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