totaler Gitterblick

Gedankengedicht zum Thema Absurdes

von  Jorge

Der Anstaltswärter rief sehr laut,
ich sollte nicht so stöhnen.
Das könnt ich, wenn er mich mal haut.
Die wer`n sich dran gewöhnen.

Mir fehlt kaum etwas in der Zelle
Hier hab ich meine Ruh.
Die Leberwurst hat dicke Pelle
Vom Nachbarn gibt’s ein Stück dazu.

Des Nachts, wenn man hier Tage zählt,
träum ich von meinem Liebchen.
Wir waren doch so kurz vermählt,
ich denke an  ihr Grübchen.

Wenn man mich jemals hier entlässt,
das wär` ein Schlag in mein Genick.
Ich brauch für meinen Lebensrest
diesen totalen Gitterblick.

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (11.05.11)
Rilke bezog das eher auf Panther oder so ähnlich Viecher. LG

 Jorge meinte dazu am 11.05.11:
Danke Armin, schön dass das mit der Besuchserlaubnis für dich geklappt hat.
RobertaRupp (48)
(11.05.11)
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 Jorge antwortete darauf am 11.05.11:
Dafür hab ich Verständnis RobertaRupp.
Beim Hofgang schieb ich dir mal ein neues Kassiber zu
(Antwort korrigiert am 12.05.2011)

 Emotionsbündel (11.05.11)
Witzig gedichtet, lieber Jorge, wobei die Absurdität für mich darin liegt, dass der doch recht frischgebackene Ehemann sich offensichtlich mit der Träumerei von Liebchens Grübchen zufriedengibt ,-)
(vielleicht bin ich heute aber auch nur zu ernst aufgelegt, sorry)

Liebe Grüße,
Judith

 Jorge schrieb daraufhin am 11.05.11:
Der Knasti kommt aus Absurdistan und träumt lieber vom Grübchen als dass er seine geliebten Gitter gegen Liebchen eintauscht.
Danke fürs Einfühlen, Judith
Liebe Grüße
Jorge
Mahina (70)
(16.05.11)
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 Jorge äußerte darauf am 16.05.11:
Danke Marlene fürs Kompliment und deine Grüßlis.
Saludos
Jorge
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