Kindsvater

Ballade zum Thema Gerechtigkeit/ Ungerechtigkeit

von  Prinky

Der Sommer wich den kalten Lüften,
ich schritt durch jenes Häusermeer.
Es stapelte sich Müll in Tonnen,
ein fieser Duft schwebte daher.
Ich sah mich um, auch in den Ecken,
und sah ein Bündel, ziemlich klein.
Da stöhnte etwas, wie ein Wimmern,
was mochte da im Bündel sein?

Ich schaute skeptisch, etwas ängstlich,
und war dann wirklich sehr erstaunt.
Ein kleines Baby, wirklich winzig,
mit aber manchmal gutem Sound,
blickte mich an, mit scheinbar hellen
Augen, dennoch leerem Blick.
Ich bin zwar nicht damit gesegnet,
doch ich war für den Winzling Glück.

Ich nahms behutsam in die Hände,
streichelte "ihm" übers Gesicht.
Ich sah dann etwas weiter südlich,
und sagte JUNGE fortan nicht.
Die Gegend schluckte alles Helle,
die Sonne schwand dem Augenblick.
Dann ging ich mit dem Bündel weiter,
und dann ging es nach Haus zurück.

Von dort begann ich anzurufen,
denn Kindesvater war ich nicht.
Man dachte nur, ich sei besoffen,
fast zerrte man mich vors Gericht.
Wie kann man Menschen wenig glauben,
die man doch überhaupt nicht kennt?
Ich wußte was ich tuen musste,
was man auch gern Verzweiflung nennt.

Ich sagte ernst was vorgefallen,
und bat sie noch um ihre Pflicht.
Sie sollten endlich hier erscheinen,
besoffen sei ich sicher nicht.
Da begann das Kind zu quäken,
was mir schiere Hilfe war.
Also tat sich doch nun doch was,
doch es war schon sonderbar.

Die Poilzei  kam mich besuchen,
und plötzlich kam da diese Frau.
"Das ist der Typ, der mich verfolgte,"
schmetterte diese haargenau
in meine Richtung, völlig anders
nahm die Aktion nun den Verlauf.
Und ganz bedrohlich baute sie sich
nun vor mir und den Bullen auf.

Gespräche, die bald lauter wurden,
nahm mich die Polizei jetzt fest?
Zudem eröffneten mir diese,
daß mich die Freiheit bald verlässt.
Jetzt war ich aber ohne Hoffnung,
und schließlich führte man mich ab.
Zudem begann ich mich zu hassen,
und dieses nicht gerade zu knapp.

Das war doch alles nicht zu glauben,
sollte ich büßen nun für nichts?
Ich ahnte schon was auf mich zukäm,
roch schon die Schärfe des Gerichts.
Mir schien das Leben durcheinander,
als diese Frau die Wahrheit sprach.
Von der Vernehmung durcheinander,
dachte sie jetzt noch einmal nach.

Und schließlich sprach sie dann die Wahrheit,
und so entlastete sie mich.
Das war für mich wie ein Geburtstag,
doch als ein Held sah ich mich nicht.
Sie hat ihr Kind nicht abgetrieben,
sie wollte nur das es bald stirbt.
Doch leider funkte ich dazwischen,
was für Zivilcourage wirbt.

Denn schließlich ging ich durch die Hölle,
nur weil ich einem Kind beistand.
Doch schließlich ist es selbstverständlich
in einem aufgeklärten Land.
Ich hab das Kind nochmal gesehen,
was mich ganz stolz macht, ungemein!
Es wird zur Pflege abgegeben,
dann soll es wohlbehütet sein.

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