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Im stillen Kelche

Erlebnisgedicht zum Thema Verzweiflung


von Ginkgoblatt

Wo das Licht sich leise niederlegt,
am Ende des Horizontes
seinen Tanz der Vergänglichkeit aufführt,
schwebt meine Seele
kostend der Freiheit Tropfen
im stillen Kelche der Dämmerung.

Würde die untergehende Sonne
doch auch meine Angst mitnehmen,
die mit lähmender Macht
wie ein bleiender Saum
auf verbrannter Erde
in meinem Herzen kauert.

Im bekannten Lande
der fressenden Dunkelheit
verklingt die Hoffnung
eines matten Schreies,
ertrinkt im einsamen Gewande der Nacht,
fliehend der Verzweiflung entgegen.

Gedanken und Gefühl
im Karussell des Schmerzes,
unkontrollierbar zwischen Himmel und Erde gefangen,
wo Hunger unstillbar scheint
und das Ich haltlos
in Raum und Zeit baumelt.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von SigrunAl-Badri (52) (17.08.2011)
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Ginkgoblatt meinte dazu am 26.08.2011:
Meine liebe Sigrun, vielen Dank für deine Spuren... Manchmal ist diese Verzweiflung wie ein schwarzes Loch. KG Coline
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (03.02.2015)
Hier passt das Thema 'Verzweiflung', denn genau das wirft der Text einem entgegen, besonders das Vergehen der Zeit versus der scheinbaren Zeitlosigkeit der Verzweiflung.
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Ginkgoblatt antwortete darauf am 03.02.2015:
scheinbaren genau dies ist das Problem, dass lyr. Ich hält es für die Ewigkeit. Der Zustand des Schmerzes bleibt, während alles andere vergeht und jegliche Chance mit sich nimmt, die Situation zu verändern. Danke für die Empfehlung. Coline
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 04.02.2015:
Es ist einen Momentaufnahme, klar. Aber wir leben im Augenblick. Und kann man ein Problem, die echten und die scheinbaren nicht nur dadurch überwinden, dass man sie ernst nimmt?
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Ginkgoblatt äußerte darauf am 04.02.2015:
Gute Frage. Ernst nehmen, ja, auf jeden Fall - und annehmen. Es ist, wie es ist. Lieben Gruß, Coline
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Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes Aufzeichnungen aus dem Chaos - oder das Vermächtnis einer Lebenden.
Veröffentlicht am 17.08.2011, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.08.2011). Textlänge: 99 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.351 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.09.2019.
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