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Gut Ding will Ursache haben

Erörterung zum Thema Erkenntnis


von loslosch

Quidquid gignitur, ex aliqua causa necessario gignitur; sine causa enim oriri quidam impossibile est (aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt und viel zitiert; nach Platon, ~428 v. Cr. bis ~348 v. Chr.; Timaios). Alles, was entsteht, muss notwendig aus irgendeiner Sache entstehen; denn dass etwas ohne Ursache entsteht, ist unmöglich.

Die Römer als anfängliche "Kulturbanausen" verehrten und bewunderten die Griechen ob ihrer literarischen, bildhauerischen und anderen Künste; ähnlich wie die Japaner im 20. Jh. die Produkte der technikverliebten Deutschen anhimmelten. So schlicht die Sentenz auch sein mag, sie lässt sich einfacher sagen: Ex nihilo nihil fit. Die Vorsokratiker im 5. Jh. v. Chr., wie Melissos von Elea, kannten dieses Sprüchlein schon: Von nichts kommt nichts. Der Begriffshuber Platon hat es zu einem Popanz aufgeblasen. Dass dies so ist, soll in einer (zulässigen) Übersetzungsvariante verdeutlicht werden: Alles Entstehende muss zwingend aus einer Ur-Sache entstehen; denn dass etwas ohne Ur-Sache entsteht, ist unmöglich. Platon formuliert eine Tautologie oder eine Banalität und folgert, dies zu bestreiten führe zu einer (logischen) Unmöglichkeit. Und die philosophisch angehauchte Epigonenschar der Antike (wie auch so mancher nachgeborene "Philosoph") hechelt dieser Leerformel hinterher.

Ob es eine Leerformel ist? Man denke an die Ideenwelt, die schöpferischen Gedanken. Wie gewinnt der Mensch Erkenntnisse, die vorher niemand hatte? Diese Frage hat Platon nicht angerührt. Dann hätte er folgern müssen, dass jeder menschliche Gedanke eine Ur-Sache hat. Das sind Fragen des Entdeckungszusammenhangs, unerforscht und wohl nie im Detail erforschbar. Außer auf rudimentärer Basis: Eben noch ideenleer, jetzt, nach zwei Tassen Kaffee, voll sprühendem Geist.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Karmesin (20) (30.08.2011)
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loslosch meinte dazu am 30.08.2011:
nicht unter timaios schrieb er das gleichnis, sondern in πολιτεία (der staat). danke fürs vorbeischauen. lothar
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Kommentar von Jack (33) (30.08.2011)
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Nimbus (35) antwortete darauf am 30.08.2011:
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Jack (33) schrieb daraufhin am 30.08.2011:
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loslosch äußerte darauf am 30.08.2011:
wenn ich mal auf ewig weg bin, ist eben nix mehr (für mich). butterlyeffekt: hübsch gesagt. alles hängt von allem ab oder: kleine ursache - große wirkung.

ich ahnte nicht, dass dieser kleine gedanke (gut ding ...) hohe wellen schlägt. lothar
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (30.08.2011)
Meine philosophische Ausbildung ist lückenhaft. Also frage ich vorsichtig: Könnte man Platon nicht entgegenhalten, dass die Ursache (wie immer man sie nennt), aus der alles entstanden ist, selber keine Ursache haben kann?
Ekki
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loslosch ergänzte dazu am 30.08.2011:
du machst aus der philosophischen frage unversehens eine theologische. die herren in den kostbaren gewändern überwinden ihre ratlosigkeit und sagen: "GOTT hat keine ursache." lothar, wie so oft ratlos, dankt dir, ekki
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Rudolf meinte dazu am 30.08.2011:
Fein beobachtet, auch Physiker, die viel Aufhebens um die Kausalität machen und Dir das gesamte Universum erklären, schweigen, wenn es um die Ursache für den Urknall geht. Die Frage ist unsinnig, sagen sie – ein klassischer Fall destruktiver Kommunikation mittels Totschlagargument.
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loslosch meinte dazu am 30.08.2011:
rudolf, da kann ich nur zustimmen. was war vor dem urknall? einige experten denken schon an periodisch vorgelagerte urknalle. ewigkeit, nach vorn und nach hinten gedacht, ist eine merkwürdige vorstellung. ob du gläubig bis oder nicht, so oder so. lo
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Kommentar von Shogun (73) (30.08.2011)
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loslosch meinte dazu am 30.08.2011:
forschungsthema: wie man die synapsen auf vordermann bringt. ausgeschrieben von der kaffee-import-handelsunion. danke dir sehr, liebe anne-marie
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star
Kommentar von star (12.09.2011)
Von nichts kommt nichts
wurde XXXX n. Chr. nochmal formuliert als sog. "Impulserhaltungsatz" und nochmal als "bemerkenswert" bejubelt. Das als ergänzende Info.
....denn dass etwas ohne Ur-Sache entsteht, ist unmöglich. Platon formuliert eine Tautologie oder eine Banalität und folgert, dies zu bestreiten führe zu einer (logischen) Unmöglichkeit.
zusammenfassend "Religion" ?
Wie gewinnt der Mensch Erkenntnisse, die vorher niemand hatte?
Durch Streuung.
(Kommentar korrigiert am 12.09.2011)
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loslosch meinte dazu am 12.09.2011:
was meinst du mit streuung? lo
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star meinte dazu am 12.09.2011:
Weiß nich, irgendwas wie "Zufall". "Erkenntnisse" als "Möglichkeiten", ab und an wird eine beleuchtet, zufällig.
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loslosch meinte dazu am 12.09.2011:
ja. dahintersteigen werden wir letztlich nie. hauptsache, man hat ideen. manchmal weiß man sogar, wie es dazu kam. lo
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star meinte dazu am 13.09.2011:
ist "manchmal weiß man sogar, wie es dazu kam" eine ironische antwort auf "Weiß nich" ? Ich weiss, was ich mit "Streuung" meine. Ich kann und mag es nur auf diesem Wege nicht erklären.
grusstar
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loslosch meinte dazu am 14.09.2011:
ironisch insofern, als man darüber nicht öffentlich reden mag. ansonsten ernst gemeint ... lo
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Kommentar von Graeculus (69) (31.10.2016)
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Veröffentlicht am 30.08.2011. Textlänge: 255 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.565 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.02.2020.
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