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Blubber Blubber

Erzählung zum Thema Mord/Mörder


von Erdenreiter

One day satan left me, aber nicht heute, dachte ich mir, als ich den bis auf Boxershorts nackten Weihnachtsmann, in die halb gefüllte Badewanne legte. Nur noch eben einen Sack über den Kopf, die Arme fesseln, eine Spritze zum wieder wach werden, schon kann die Folterung beginnen. Mit seinen gebrochenen Beinen, würde er eh nicht mehr aufstehen können. Da mein Freund gerade wieder aufwacht, nichts ahnend wo er ist, geschweige denn, was hier vorgeht, schalte ich die Musikanlage auf Zimmer Lautstärke. Zu hören ist eine ein stündige Aufnahme eines Massenmordes, eine Originalaufnahme, der nicht gerade freiwillig dahinscheidenden Anhänger, von irgend so einer Sekte, was es nicht alles für einen Scheiß gibt, jedenfalls, die andauernden aufschreie der Frauen und Kinder wirken echt heftig. Während er gerade wohl meint im falschen Film zu sein, liege ich im Nebenzimmer, stecke mir die Kopfhörer in die Ohren, schalte meinen MP3 Player an, bei den Klängen von Alabama Thunderpussy, versuche ich in Folterstimmung zu kommen. So ein typischer beschissener Montag morgen halt, kein Bock für gar nichts. Die gerauchte Tüte und Drogen geschwängerte Musik heben meine Stimmung, gut gelaunt und voller Tatendrang besuche ich, nach einer Mußestunde, meinen Freund mit Bart in der Badewanne im Bad. Er sitzt dort wimmert, mit einem Sack über dem Kopf, erhöhtem Puls und gebrochenen Beinen. Gut gelaunt nehme ich die Tauchsieder aus meiner Arbeitstasche, hänge sie in die Badewanne, durch die entstehenden Geräusche, wird mein Freund auf mich aufmerksam, versucht mir ein Gespräch aufzudrängen, mit, “hallo, wer ist da?, wo bin ich?, was waren das für Schreie?“, mit, “halt deine Fresse!“, versuche ich die Diskussion abzuwürgen. “Ich habe Schmerzen, bitte helfen sie mir“, nervt er weiter, das Stromkabel mit blanken Enden, an einem Trafo zur Einstellung der Stromstärke verbunden, fliegt unter Strom stehend in die Badewanne, mein Freund zuckt um die Wette. Ich brauch erst mal einen Tee, natürlich ökologisch angebaut, schon aus Prinzip, nach einigen Minuten schalte ich mit einer Tasse Tee in der Hand den Strom zum Kabel wieder aus. “Guten Morgen mein Freund, weißt du eigentlich, was passiert?, wenn man einen Frosch in einem Fass mit heißem Wasser wirft“, frage ich ihn, während ich Wasser in die Badewanne nachlaufen lasse, durch sein gezucke hat er ganz schön rumgesaut, und die darin hängenden Tauchsieder, in eine Steckdosenleiste einstöpsel, damit sie das machen können, wofür sie da sind, aber er antwortet nicht, atmet nur schwer und zittert vor sich hin. “Dann sag ichs dir, er versucht raus zu springen“, beim Wort springen, verpasse ich ihm die erste Betäubungsspritze, danach weitere, damit sein Unterleib betäubt ist. “Mein Freund, was passiert?, wenn der Frosch schon im Fass sitzt, dann erst die Temperatur langsam erhöht wird“, wieder keine Antwort, “dann sag ichs dir, er ist schon hinüber, bevor er es überhaupt merkt.“ Also das gleiche Prinzip, nachdem man die Rechte des Bürgers abschafft, bevor er merkt was los ist, sitzt er schon im Polizeistaat, denk ich völlig breit vor mich hin, während Mary Jane, die Gute, mich mit ihrem Rausch fest umarmt, die Welt könnte so schön sein. Ist sie ja auch, wenn sie nicht gerade total beschissen ist, nach dem Motto: Selig der Mensch, der gelitten hat; er hat das Leben gefunden, ja, ein Zitat von Jesus. Dann dürfte mein Freund in der Badewanne gerade vom Leben gefickt werden, er hat es gefunden, ich als Lebensspender sollte ihm dazu gratulieren. Mein Lachen, reißt mich aus meinem zugedröhnten Gedankengang, löst wieder die Zunge von meinem Freund, bevor er irgendetwas verständliches sagen kann, falle ich ihm unhöflich ins Wort, “Schnauze!, heute nicht als Weihnachtsmann unterwegs!?“ Er zuckt zusammen, zur Melodie von oh du fröhliche drücke ich das blanke Ende, vom wieder unter Strom stehenden Kabel, an seinen Oberkörper, während er immer wieder schreit. Der Weihnachtsmann heult, so ein verzweifeltes ich werde gerade gefoltert weinen, zeig mir wie du flennst beim Foltern und ich sage dir wer du bist. Seine Beine sind nun genug gegart, die
Tauchsieder entferne ich wieder. “Ich soll dich grüßen, von Melanie“, er reagiert nicht, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, schaller ich ihm ein paar, “Liebe Grüße von Melanie“, gefolgt von weiteren Schlägen. “Namen sagen mir nichts, so etwas mache ich nicht mehr, ich bereue es wirklich sehr!“ Ja, solche sind mir am liebsten, die Bereuenden, nun ja, das wird ihm auch nicht mehr helfen. “Dann werde ich dir auf die Sprünge helfen“, seinen Sack vom Kopf gerissen, halte ich ihm ein Foto von Melanie unter seine rotzige Nase, ein Foto, in der damaligen Zeit entstanden, bevor ihr dieses grausame, für Melanies Psyche, zerstörende Ereignis mit dem aufs Bild blickenden geschehen war. Auf dem Bild blickt sie ihn an, mit leuchtenden Augen, es geht einem richtig das Herz auf, ein kleines Menschenwesen mit so einer großen Ausstrahlung, die meist nur Kinder besitzen. Danach gab es solche Fotos nicht mehr von Melanie, ein Tag in ihrem Leben, der sie zerbrach. Zerrt ein Mensch nicht sein ganzes Leben von seiner Kindheit?, doch wie könnte sie das? Puh, ich sollte nicht mehr kiffen, wenn ich Folter, ich schweife ab, für meine Aufmerksamkeit, meinem Freund in der Badewanne betreffend, habe ich kein Belobigungsschreben verdient. “Und, erkennst du sie?“, “ja“, sagt er, “halt deine Schnauze“, brülle ich ihn an, während ich ihm mit dem Stromkabel unter Strom setze. “Und, erkennst du sie?“, frage ich erneut, aber er hält seine Fresse. “Los rede!, los rede!“, schreie ich, während ich ihm wieder Stromschläge verpasse. “Und, erkennst du sie?“, “ja“, erwidert er, “halt deine Fresse!“, brülle ich, während ich Stromschläge verteile, so geht das ganze noch lange weiter, er merkt recht schnell, dass er bei diesem Spiel nicht gewinnen kann, was ihn zusätzlich zermürbt. Er beendet die Folter mit seinem recht erschöpften Zustand und seinen schmerzensschreien, deren schmerzende Ursache die an gegarten Beinen sind, die Betäubung klingt ab. Während er immer lauter vor Schmerzen schreit, hole ich LSD aus meiner Arbeitstasche, das ich ihm mit gekonnten Griffen verabreiche, erst mal nur die doppelte Menge, die üblich ist. Es würde mich wundern, wenn er gleich kein Horrortrip bekommt, seine Schmerzen, der Anblick seiner an gegarten, gebrochenen Beine, aus denen mal hier mal dort ein Knochen ragt, sollten genügen, aber um sicher zu gehen, lasse ich die Originalaufnahme des Massenmordes, von irgend so einer Sekte, nochmal erklingen, es zeigt auch recht schnell Wirkung. Wer einmal einen Horrortrip hat, kommt da so leicht nicht wieder von runter, die eigenen Vorstellungen und Gedanken sind eng mit dem Trip verbunden, selbst wenn er wüsste, dass er einfach nur an etwas schönes denken müsste, würde es den wenigsten gelingen, vielleicht erst nach ein paar Stunden, wenn überhaupt. Während er auf Horrortrip ist, frage ich mich, was sich wohl gerade Melanie denkt, die das Ganze, die Technik macht es möglich, im Internet live verfolgt. Nachdem ich meinem Freund noch ein paar weitere Trips gekonnt verabreicht habe, die Tauchsieder wieder in der Badewanne ihre Funktion verrichten, lasse ich ihn erst mal allein, er hat ja genug mit sich selbst zu tun, ich warte lieber im Nebenzimmer. Als dann endlich irgendwann seine Schreie verstummen, statte ich ihm einen letzten Besuch ab, ja, der Weihnachtsmann hat das Gebäude verlassen, auf einem Horrortrip ist er entschwunden. Meine Arbeitsutensilien rasch in meine Arbeitstasche verstaut, bring ich noch schnell die Bombe an, “das Arschloch soll es in tausend Stücke zerreißen“, klingt mir Melanies Stimme in den Ohren. Warum auch nicht?, denke ich mir, während ich im Auto mit einer fetten Tüte im Mund, geröteten Augen, auf die Explosion warte, welch ein herrlicher
Anblick, so eine zerstörerische Kraft doch hat, die Faszination, die sie ausstrahlt. Ein an meiner Windschutzscheibe vorbeifliegender Finger, erinnert mich daran, dass ich mich noch sputen muss, ich brauch noch etwas aus dem Baumarkt, grobes Schleifpapier, eine elektrische Schleifmaschine, Handgewindeschneider für Innengewinde, mal sehen, ob es bei Knochen auch funktioniert, und sonst noch ein paar Dinge.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (19.09.2011)
Was soll dieser komische Zeilenumbruch???

Der führt zu einer massiven Verschlechterung der Lesbarkeit. Obwohl es ganz interessant anfing habe ich dann doch aufgehört zu lesen, aufhören müsssen.
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Kontrastspiegelung meinte dazu am 22.09.2011:
Diese Zeilenumbrüche verdankt man Kv...ist dir noch nie so einen Fehler passiert?
Man kopiert und fügt sein geschreibsel beim veröffentlichen ein und e-voila, ist mal ein Zeilenumbruch/sind mehrere vorhanden. Evtl. liegt es aber auch am Schreibprogramm? Kein plan.
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Erdenreiter antwortete darauf am 01.10.2011:
@ Dieter
Die "komischen Zeilenumbrüche" waren beabsichtigt, und wurden mittlerweile geändert.

@ Konti
Beim geänderten Text gab es dann Probleme, müssten aber alle beseitigt sein.

Danke für Euer Feedback.
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Kommentar von SigrunAl-Badri (52) (19.09.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Erdenreiter schrieb daraufhin am 12.10.2011:
Liebe Sigrun,
wie immer freue ich mich sehr, wenn Dir etwas gefallen hat.

"Der größte Horrorautor des 20. Jahrhunderts ist H. P. Lovecraft - daran gibt es keinen Zweifel." ( Stephen King )

Liebe Grüße und danke für Dein Feedback
Marco
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RainerMScholz
Kommentar von RainerMScholz (13.11.2014)
"mein Freund" würde ich einige Male weglassen. Und vielleicht nochmal überarbeiten, wegen des Textflusses. Titel?
Alabama Thunderpussy ist nicht schlecht.
Ich freu´mich schon auf Nikolaus.
Grüße,
R.
(Kommentar korrigiert am 13.11.2014)
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Erdenreiter äußerte darauf am 19.11.2014:
Danke für Deine Resonanz.
Ja, die Erzählung hat einige Ecken und Kanten. Es freut mich, dass es Dir gefallen hat.

Liebe Grüße
Marco
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Erdenreiter
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Veröffentlicht am 19.09.2011, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.09.2011). Textlänge: 1.300 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.175 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.03.2020.
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