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Wenn der Augenblick Stille trägt

Skizze zum Thema Schmerz


von Ginkgoblatt

Manchmal sehe ich in deinen Augen den Schmerz, den du nicht sagen kannst. Nur manchmal, wenn der Augenblick Stille trägt und die Zeit zwischen unsere Hände rieselt, kann ich in deine Seele schauen. Dieser eine Blick kann die Verwüstung sehen, die in deinem Inneren wie ein loderndes Feuer wütet. Und mir kommt dieser Moment wie verboten vor und als ob du dieses gleiche Gefühl spürst, schließt du die Tür. Und ich bleibe zurück in diesem Raum ohne Fenster, dessen Tür mit einem eisernen Schloss versiegelt ist. Mir ist es fast, als habe ich mir diesen anderen Raum hinter der schwarzen Tür nur eingebildet. Als ist da, wo eben noch ein anderes Leben war, der Klang eines schmerzlichen Schreies, nichts mehr. Kein Licht, keine Tränen, kein Atem. Und während ich in deinen Augen nach diesem verschlingenden Schmerz fahnde, bist du mit deinen Worten auf der Flucht. Und deine Haltung zeigt dein eigenes Erschrecken über diese herausbrechenden Gefühle der Einsamkeit, der Traurigkeit, die du doch mit ganzer Kraft in das tiefste Verlies deines Herzens verdrängst. Dieser eine Augenblick, indem du mir eine Sekunde des Sehens gewährt hast, offenbart dir deine eigene Verletzlichkeit. Und während ich dich so sitzen sehe, möchte ich dich so gerne in den Arm nehmen. Einfach Herz an Herz drücken, Arm an Arm, Kopf an Schulter. Mag sein, dass dies kindlich ist. Doch soweit der erwachsene Mensch auch wandeln wird, wie viel er auch lernen mag, eins vermag er nicht  zu vergessen, die Wärme und Geborgenheit und Kraft, die eine Umarmung geben kann. Ist es nicht diese Liebe, die uns stark macht, die uns durch den Alltag begleitet, uns schützt und in uns wurzelt?

So spüre ich ein Verlangen nach diesem Austausch des Haltens und Gehaltenwerdens. Doch zum Schluss dieses Momentes bleiben Zweifel. War dieses Spüren nur eine trügerische Empfindung? Bist du auch auf der Suche nach Heimat? Nach Wärme, die nicht von einer Heizung in einer Wohnung stammt? Oder vermischte ich die Realität mit meinen Sehnsüchten, mit meinen Ängsten…? Während in mir Chaos entsteht, merke ich dieses Erstarren. Möcht‘ den Moment nicht zerstören, möcht‘ dich nicht verschrecken, möcht‘ keine Grenzen überschreiten. So bleibt meine Hand im Schoße liegen, während unsere Worte im Schweigen ertrinken. Zusammen blicken wir ein Loch in den grauen Teppich, jeder mit sich beschäftigt bis die Uhr an der Wand zehn vor um zeigt. Ich höre dich aufatmen, vielleicht bin ich es auch. Dann ein „Tschüß, bis nächste Woche.“

Mal sehen wie weit dann jeder von uns auf seiner Flucht gekommen ist.

Anmerkung von Ginkgoblatt:

gewidmet Stadt lengs stone



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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (26.09.2011)
Du schilderst überzeugend ein schwieriges Zusamnmensein. LG
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Ginkgoblatt meinte dazu am 02.10.2011:
Vielen Dank für deinen Kommentar. In der Tat ist es mehr als schwierig in solchen Momenten ein gutes Verhalten zu finden. KG Coline
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Wie die Nacht, nur unendlichInhaltsverzeichnisWie arm kann ein Mensch sein...
Ginkgoblatt
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Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes Aufzeichnungen aus dem Chaos - oder das Vermächtnis einer Lebenden.
Veröffentlicht am 26.09.2011, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.04.2012). Textlänge: 417 Wörter; dieser Text wurde bereits 13.317 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.10.2019.
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