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Kurzprosa zum Thema Alles und Nichts...


von Mondsichel

Ich blicke hinauf zum Sternenmeer und weiß, das Schicksal hat mich erwählt. Es hat mir einen Namen gegeben der mich sehen lässt, mich verstehen lässt - kann ich auch nicht berühren was ich begehre. Denn die irdische Welt ist nicht für jene wie uns geschaffen.

Wir sind Besucher einer Illusion. Wollten erfahren wie es ist, einer von ihnen zu sein. Suchten das Paradies und fanden Verblendung. Im Tunnelblick gefangen, ist nichts so wie es von außen erschien. So wurden wir selbst zur ewigen Lüge unseres Forscherdrangs.
Die wenigen die sich erkannten mussten sich bald wieder trennen. Denn der gemeinsame Weg beraubt uns wichtiger Erkenntnisse. Jeder muss für sich selbst erfahren wo Liebe gedeiht und Schmerz erblüht. Wo Lügen sich ranken und Ungerechtigkeit die Augen erblinden lässt. Jeder von uns muss wissen wie und wann er sein Schwert erhebt. Niemand kann uns dies lehren, außer unserer Natur, die uns überwältigt ohne zu fragen.

Wir sind Einzelkämpfer die sich erst sammeln wenn der letzte Tag gekommen ist. Und der Schmerz über dieses unbewusste Wissen gräbt sich durch unsere Gedanken. Wir suchen und meinen zu finden. Wiegen uns in Leichtigkeit und festem Glauben, der sich stets auf das fokussiert was wir am ehesten an uns heran lassen können. Wir sind wie sie, wir agieren wie sie und doch werden wir niemals wie sie sein. Eine ewige Sehnsucht die in uns schlägt - die wir manchmal hören aber meist einfach überhören.
Schmerz ist nur von kurzer Dauer, ein Herzschlag in der Unendlichkeit. Wir müssen verlieren um zu gewinnen. Wir müssen fallen um wieder aufstehen zu können. Doch der Blick und die Schultern sind nach oben gerichtet. Der Rücken biegt sich nur für kurze Zeit. Resignation ist nicht für uns erschaffen worden. Jede selbsterschaffene Illusion findet einmal ein Ende und macht Platz für die Wirklichkeit. Denn der neue Morgen ist der Auftakt zu einem weiteren Abenteuer.

Wir sind nur Besucher einer Illusion. Manchmal spielen wir mit und lassen uns treiben. Doch wenn das Zeichen am Horizont erglüht, dann wissen wir wohin wir gehören. Und nichts irdisches wird uns mehr binden. Denn es ist der Tag an dem wir uns selbst wiederfinden...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Gewidmet Orion und allen die sich angesprochen fühlen...


 
 

Kommentare zu diesem Text


franky
Kommentar von franky (01.10.2011)
Hi liebe Arcy,

"Wir müssen verlieren um zu gewinnen. Wir müssen fallen um wieder aufstehen zu können."
Das ist eine Kernaussage, der ich mich voll anschließen kann.
Ein sehr mutiger kämpferischer Text.

Liebe Grüße

Franky
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Mondsichel meinte dazu am 01.10.2011:
Danke mein lieber Franky. Das Leben ist eben ein ewiger Kampf! Wer könnte das besser wissen als Du

Liebe Grüßle
Deine Arcy
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Kommentar von KingCrimson (37) (01.10.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel antwortete darauf am 02.10.2011:
Ganz lieben Dank. Werde die Änderungen im Laufe des Tages übernehmen
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Mondsichel
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Veröffentlicht am 01.10.2011, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 01.10.2011). Textlänge: 358 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.613 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.08.2019.
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