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Für Jesuskind und Luzia.

Erzählung zum Thema Lebensbetrachtung


von franky

*

Für Jesuskind und Luzia.

Das Schicksal räusperte sich kräftig als es mich auserchoren hatte mit Luzia an dieser Weihnachtsfeier das „Stille Nacht“ zu singen. Luzia die Erste und ich die zweite Stimme.
Eine versierte Zitterspielerin, die schon mehrere Darbietungen  zur Feier geboten hatte, begleitete uns.
Vergaß zu erwähnen, dass Luzia 13 Jahre und ich 12 Jahre, blind sind und wir beide in Graz im Odilien Blindenheim in der Leonhartstraße zur Schule gingen.
Musste mich verdammt nach außen dazu überwinden, für das Jesuskindlein zu singen, wo ich eigentlich im Herzen nur für Luzia Platz hatte.

Für unseren Einsatz machten wir hinter der Bühne kurzen Soundjäck. Meine Ohren waren vom Chorsingen her schon auf zweite Stimme geschult. Luzia hatte eine silberhelle, glockenreine Stimme, die mir Gänsehaut über den Rücken jagte. Es kostete mir viel Mühe, mein Knieschlottern und Zähneklappern zu verbergen. Mit Luzia gemeinsam singen und vor dem Auftritt hinter der Bühne im engsten Raum Zusammensein zu dürfen! Ein Weihnachtsgeschenk strahlend und unfassbar himmlisch. Das Gefühl war leider nur einseitig, da ich für eine Liebeserklärung viel zu nervös und unerfahren war.

Als wir dann zu unserem Auftritt auf die Bühne geführt wurden, klopfte mein Herz bis zum Hals, mein Kopf drohte zu zerspringen. Nach den ersten zögerlichen Tönen kam Ruhe in meine Seele. An die Hundert Kriegsblinde aus dem zweiten Weltkrieg mit ihren Frauen oder Bekannten lauschten unserem „Stille Nacht“   
Wir brachten Liebe, Frieden und Stille in die durstigen Herzen und Seelen dieser Menschen. 

Als Lohn für unseren Auftritt bekamen Luzia und ich je einen Ast vom Christbaum, der ausschließlich mit Süßigkeiten behangen war.
Aber mein inneres Geschenk von reinster Liebe verließ mich mein ganzes Leben nie. Durch sie wurde ich zu einem, Mitfühlenden guten Menschen. 

Für mich war das Geschenk wie inneres Sonnenlicht für mein verlorenes äußeres Augenlicht. 

*
© f. Puschnik 
P.S. Weihnachten Nachkriegszeit 1948

Anmerkung von franky:

Ist bis heute nicht erloschen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (07.11.2011)
Sehr ergreifend. LG
diesen Kommentar melden
franky meinte dazu am 07.11.2011:
Hi lieber Azu,

Freut mich, dass es dir gefällt.
Danke auch für den Klick.

LG Franky
diese Antwort melden
mondenkind
Kommentar von mondenkind (07.11.2011)
so müssen weihnachtsgeschichten klingen.
wie schön!
lg, nici
diesen Kommentar melden
franky antwortete darauf am 07.11.2011:
Hi mein liebes Mondenkind Nici,

Danke für den netten Kommentar und hellen Stern.
Flüstere dir ins Ohr: „Ach tut das gut!“

Liebe Grüße

Franky
diese Antwort melden
Kommentar von Steyk (61) (08.11.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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franky schrieb daraufhin am 08.11.2011:
Hi lieber Stefan,

Deine Zustimmung zu meiner Geschichte macht mir Mut.
Danke für Kommentar und Klicks.

Sende herzliche Grüße

Franky
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franky
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Veröffentlicht am 07.11.2011, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.11.2011). Textlänge: 304 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.157 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.01.2020.
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