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Tanz der Schwärze

Innerer Monolog zum Thema Loslassen


von Ginkgoblatt

Es ist wieder Zeit.

Gib dich hin, schließe die Augen und höre auf die Klänge. Lass dich von ihnen mitnehmen, lass die Kontrolle los. Sie ist nur hinderlich auf diesem Stück Weg, tritt ein, in ein Inneres, welches schon lange verschüttet ist. Dort, wo dieser existenzielle Schmerz sitzt, der dich seit Jahren gefangen hält.

Tanze die Schwärze aus deiner Seele. Lass den zarten Ton in dein Innerstes. Gib dich diesem Klang vollkommen hin, der dich mit melodiösen Flügeln begleiten möchte. In die Tiefe deiner Seele, dort, wo Schreie lauern, denen nie Gelegenheit gegeben wurde, zu entfliehen, wo Erinnerungen kauern, die niemals zur Sprache gebracht wurden. Es ist ein Teil deines Lebens, der dort gefangen ist, den du in dir vergraben hast, aus Angst, er wird dich verschütten. Doch dieser existenzielle Schmerz lässt sich nicht wegschließen und wenn du ehrlich bist, siehst du ihn immer noch in deinem Alltag flackern. Heute ist er zumeist nur noch ein dunkler Schleier, der sich mal bleiern und still, mal tränend und offensichtlich auf deine Erfahrungen legt. Der mal stärker, mal schwächer dein Leben überflutet und alles aus deiner sorgsam geschaffenen Kontrolle reißt. So, wie es jetzt ist, wird dieses lautlose Ignorieren und Verdrängen immer wieder die unersättlichen Gier des inneren Kindes in deinem Herzen entflammen und dich niemals zur Ruhe kommen lassen. Denn diese Verletzungen sind weiße Narben in deiner Seele, ob gesehen und bearbeitet oder in Schweigen und Sprachlosigkeit gehüllt.

Dein Weg liegt in deiner Hand. Lege diese zwanghafte Kontrolle für ein paar Momente nieder. Empfinde noch einmal diese Agonie. Steh auf, nimm dein Gewand aus Schmerz und trage es mit Leidenschaft in die Welt. Höre das Echo und tanze, werde frei, lass die dunklen Bilder aus deiner Seele, sei selbst der Schlüssel zur Freiheit. Ergieße dich in den Raum, der Tanz der Schwärze wird dich reinigen. Diese Kraft, die deine Arme rhythmisch bewegt, die deine Beine tanzen lässt, die dein Herz weit macht, ist nichts mehr, als deine innere Sehnsucht nach Harmonie, wie ein Lechzen nach dem Ende des Kampfes, nach einem Neuanfang. Horche auf die Stille zwischen den Tönen, dein Lächeln zwischen den Tränen, deinen Mut zwischen der Verzweiflung und auf die Ewigkeit zwischen den Augenblicken.

Nun schließe die Augen, lass dich von deinen Gedanken in die Ferne tragen, in die Weite des Raumes, zwischen die Zeiten. Dorthin, wo noch immer das kleine Mädchen um die grenzenlose Liebe der Eltern bettelt ohne perfekt sein zu müssen, wo noch immer ihre Schreie nach Geborgenheit und „Richtig-sein“ in unstillbarer Sehnsucht ertrinken. Dorthin, wo noch immer diese junge Frau versucht, den Verlust von symbiotischer Liebe zu verkraften, während ihr das Leben in der Gegenwart entgleitet.

Leere den Kelch der Verzweiflung. Es ist nun Zeit. Lass uns gehen. Die Nacht liegt im Sterben. Das Feuer, was dich einst verbrannte, ist schon lange erloschen, und die letzte zerstörerische Flamme glimmt mit spärlichem Atem. Bald bleibt als Erinnerungsspur nur noch die Asche in meiner Hand, die mit kaltem Hauch der Vergänglichkeit entgegen weht.

Anmerkung von Ginkgoblatt:

in Symbiose mit dem Soundtrack zu "The Requiem", sozusagen die Nutzung der lautstarken Repeatfunktion



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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (30.11.2011)
Welch intensiver Monolog, er nimmt den Leser im doppelten Sinne mit. LG
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Ginkgoblatt meinte dazu am 02.12.2011:
Findest du ihn wirklich intensiv? Ich wollte gerne mit dem gleichen Gefühl, mit der gleichen Besessenheit/ Stärke meine Gefühle aufschreiben. Über eine Antwort freue ich mich. KG Coline
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AZU20 antwortete darauf am 02.12.2011:
Ich würde es nicht schreiben, wenn es nicht so wäre. LG zum Wochenende
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Wie arm kann ein Mensch sein...Inhaltsverzeichnis...während ich Teufel bin
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Veröffentlicht am 30.11.2011, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.01.2013). Textlänge: 497 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.296 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.01.2020.
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