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Stepf - Der Brief

Erzählung zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit


von Prinky

Kapitel 3

Die Zeit floss wie ein mächtiger Fluß.
Und mit jedem Tag wurden meine Gefühle stärker für Sie. Ich wollte nur noch eines. Sie an meiner Seite. Sie in meinem Leben. Erfolg und Geld sind nette Begleitumstände im Leben, aber sie ersetzen nicht das wunderbare Gefühl der große Liebe. Und irgendwie wurde mir klar, endlich die Richtige für mich gefunden zu haben.
Ich fühlte mich gut, wenn ich in ihrer Nähe war. Ich war gut drauf und wollte unbedingt spüren, wie glücklich man sich fühlt, wenn man einer bestimmten Frau einfach nur in ihre Augen schaut.
Mit der Zeit öffnete sie sich mir gegenüber, und ich spürte, daß sie mich mochte. Aber mögen und lieben sind bekanntlich zwei grundverschiedene Dinge. Und mir war nicht klar, ob ich bei ihr landen konnte, oder nicht. Ein Gefühl ist schließlich keine Bestätigung, aber es hinterlässt Spuren, die sich ähnlich einbrennen wie ein Siegel auf heißem Wachs. Und ich war immer jener Typ, der sich einfach nicht direkt offenbaren konnte. Da war ein Brief, persönlich und doch nicht persönlich, die perfekte Art intimer Kommunikation.
Also setzte ich mich eines Abends auf meine verwaiste Couch im Wohnzimmer, und begann einen Brief für sie aufzusetzen. Ich schrieb mir meinen Kummer von der Seele, und legte in jedes Wort etwas Herzblut hinein

Eigentlich saß ich nicht sehr lange an diesem Brief, aber er kam total von Herzen. Und als ich ihn geschrieben hatte, legte ich ihn sorgfältig in den Umschlag ein, und dann klebte ich eine ausgesuchte Briefmarke auf den Umschlag. Zwei Herzen, die ein Pfeil verband. Völlig aufgelöst ging ich anschließend zum Briefkasten, und warf ihn ein. Das war unglaublich! Erst zögerte ich, aber als er sich dann im Innern befand, und ich nicht mehr an ihn rankam, malte ich mir eine hoffnungsvolle Zukunft aus.
Ich wartete auf eine Sms, beziehungsweise auf eine persönliche Note von ihr, vielleicht auf einen Besuch von ihr und eine ganz persönliche Unterhaltung. Aber das geschah nicht. Stattdessen erielt ich einen Brief, auf dem drei kleine Herzschen prangten. Das weckte eine kleine Hoffnung in mir Vor allem wegen der Herzen.
Ich machte den Brief aber noch nicht auf. Ich nahm ihn wie einen kleinen Schatz in meine Hände, und wiegte ihn wie ein winziges Baby, das man als liebender Papa im Arm hält. Auf dem Wege in die Stadt steckte ich ihn ins Innenteil meiner Daunenjacke. Ich wollte ihn in meiner Lieblingskneipe öffnen, dem Irish Pub meiner Stadt.
Dort angekommen bestellte ich mir ein großes Kilkenny, trank einen großen Schluck, und zog den Brief aus der Innentasche heraus. Ich hielt ihn in meinen beiden Händen, und schaute ihn minutenlang an. Es war eine unglaubliche Anspannung in mir. Würde sich in wenigen Sekunden mein ganzers Leben ändern, oder bliebe es so beschissen wie vorher?

Ich öffnete ihn.

Mit jeder Zeile schossen mehr Tränen in meine Augen. Es war ein schöner und netter Brief, aber er hatte eine wohl endgültige Aussage. Und es war eine, die mich nicht sehr glücklich machte. Man kann im Nachhinein sagen; Es war wohl ein Korb. Die Sammlung setzte sich fort, aber diesmal konnte und wollte ich nicht so einfach sagen; Naja, auf ein Neues! Es war einfach unmöglich für mich aufzugeben. Klar war mein Höhenflug erst einmal gestoppt, aber ein Satz machte mich vor allem traurig, aber er stach mich auch so extrem, daß ich dachte; "Nein, das werden wir ja noch sehen!"
Sie schreib am Schluss ihres Briefes:
DA IST NICHTS, UND DA WIRD AUCH NIEMALS WAS SEIN!
Nun ja, und das war für mich wie ein Auftrag. Ich habe immer das Gefühl gehabt, das nichts endgültig ist. Weder stand das tausenjährige Reich solange wie seine Aussage, noch war die Mauer für die Ewigkeit gebaut. Und Gefühle können sich ändern. Jedenfalls dachte ich damals so, und...im Vertrauen...heute denke ich noch immer so.

Trotz alledem fuhr ich todtraurig nach Hause. Es war eine ganz miese Zeit, und ich weinte sehr lange, bis mich schließlich der erlösende Schlaf übermannte. Und als ich am nächsten Morgen aufwachte, war mir eines klar. Mein Stepf, wie ich sie, und nur ich sie nannte, war einfach viel zu wichtig, um sie einfach so aufzugeben. Und diesen Auftrag gab ich mir selber.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Helene-Lutz-Barabas (57) (02.12.2011)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Prinky meinte dazu am 04.12.2011:
Diese Grenzen einzuschätzen kann aber die Hoffnung doch nicht in einem tilgen Helene.
Micha
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Prinky
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Stepf.
Veröffentlicht am 02.12.2011, 7 mal überarbeitet (letzte Änderung am 30.04.2012). Textlänge: 700 Wörter; dieser Text wurde bereits 958 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 26.02.2020.
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