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Tanz der SchwärzeInhaltsverzeichnisIch werde springen - oder Tag 0

...während ich Teufel bin

Innerer Monolog zum Thema Schmerz


von Ginkgoblatt

Weißt du eigentlich wie es ist, hier am Rande des leuchtenden Himmels, kurz vor der Hölle zu stehen?

Ich spüre schon den heißen Atem mein Gesicht umwehen. Es ist wie ein Kuss, nur keiner der Zärtlichkeit, sondern des Verschlingens. Und während ich untergehen werde, kannst du nur zuschauen. Du wirst dich retten, denn die Intensität meines Schmerzes wird alles mit sich reißen, was sich ihr in den Weg stellt. Ich werde nicht mehr Herr über mich sein, denn in dieser Phase bin ich, nicht mehr ich.
Dann kommt all das zum Vorschein, was eingeschlossen ist, was hinter eine dicken Mauer aus Zeit und Verdrängung verbannt wurde und dort ein Dasein fristet, welches nur darauf wartet, dass der Beton bröckelt. Die Fähigkeit zum Bösen steckt in jedem, das weiß ich, aber hin und wieder kann ich dieses existenzbedrohliche Tier, welches in mir haust, spüren und wenn es hervorbricht, überschwemmt es wieder mein so sorgsam errichtetes Selbst.

Und dann wird es für mich kein Überleben mehr geben, kein Netz mehr, in das ich fallen kann, kein Boden mehr, auf dem ich wieder aufstehen kann. Oh nein, du weißt gar nicht, was es für mich bedeutet, erneut zu springen. Zu wissen, die Glut wartet und zu wissen, wenn Salz im Augenblick liegt und jeder Schrei lautlos im Raum verhallt, dann werde ich alleine sein. Ich weiß es.

Und diese Seite der Seele, die sich dann zeigen wird, wird mich mitnehmen ins Alles und Nichts, dort wo die Dunkelheit so schwarz ist, dass es keine Schatten gibt, dorthin, wo Dämonen hausen, die nur darauf warten eine neue Heimat zu finden. All das, was mir heute wichtig ist, wird wie in einer Seifenblase mir so unwichtig vorkommen. All die Liebe, die ich jetzt für andere spüre, all den Gottesglauben, all die Dankbarkeit, diese Gefühle werden mir vorkommen wie Einbildung, wie ein vergangener Traum. Denn dann gibt es nichts Gutes mehr, was ich wahrnehmen kann. Die Minderwertigkeit wird mich einnehmen, und um der Sinnlosig- und Ausweglosigkeit zu entgehen, werde ich erneut die Grenzen des Körperlichen erwandern.

So glaube mir, wenn du dich retten willst, gibt es nur den Weg des Gehens.
Ich weiß, es ist nicht leicht jemanden im Stich zu lassen, doch am Ende trägt jeder nur die Verantwortung für sich selbst – wir wissen das. Denn sonst ist mein Schicksal, auch deines. Denn all die verdrängten, vergessenen, unbewussten Gefühle lauern in uns und wenn diese Wunde bei mir wieder aufplatzt, dann gibt es eine Explosion. Mein Kopf, meine Seele, mein Herz, meine Gedanken, alles explodiert und die Druckwelle vernichtet alles, was mich umgibt.

Dann kommt zu all der Wut, der Traurigkeit, der Ohnmacht, der Verzweiflung noch der Selbsthass. Du weißt nicht, was das bedeutet. Ich weiß es. Dieses Zerstörerische wird sich nicht aufhalten lassen und ich werde zwischen den Stunden darin ertrinken. Dann wirst du sagen: „Sie müssen anders mit all diesen destruktiven Gefühlen umgehen. Gehen Sie raus, machen Sie Sport, schreiben Sie es auf.“ Aber ich kann mich und das Leben dann nicht mehr fassen. Ich schwebe dann zwischen den Zeiten, jeder Raum wird weit, in mir ist nur Nacht und nichts hält mich mehr auf dieser Erde. Diese (Ir-) Realität, die mich dann gefangen hält, ist übermächtig und ich wüsste noch nicht mal jetzt, am Rande dieser Hölle, wie du mir helfen solltest, während ich Teufel bin. Es ist unmöglich, glaube ich.

Entweder werde ich einem qualvollen Tode entgegen gehen oder die Vergangenheit hinter mir lassen und das Herz meines inneren Kindes heilen.

Entweder werde ich sterben oder wachsen.


(von Coline)

Anmerkung von Ginkgoblatt:

vom 07.01.2012



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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (13.01.2012)
Besser wachsen. LG
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Kommentar von Graeculus (69) (10.08.2014)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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