Geisterschloss - Teil 1

Erzählung zum Thema Geister

von  Pingui

Die Frau, die ich im Spiegel sah, war Sophie. Meine Ehefrau. Aber das konnte doch gar nicht wahr sein. Sie war tot. Sie kam bei einem Verkehrsunfall, kurz vor unserem Einzug in das alte Herrenhaus, ums Leben. Mir war klar, dass es eine Halluzination sein musste. Sophie war doch tot! Es gibt sie nicht mehr. Es gibt doch keine Geister...

In mir wuchs das Gefühl der Unsicherheit. Ich verspürte urplötzlich große Sorge um die Kinder.
Beide waren glücklicher Weise auf ihren Zimmern. Verwirrt starrten sie mich an. „Was wollt ihr heute Abend essen?“, stotterte ich vor mich hin. „Spaghetti.“, meinte John freudig klingend. „Okay, dann machen wir das so.“, antwortete ich mit glücklicher Miene.

Nach einem doch noch anstrengendem Nachmittag, freute ich mich umso mehr auf das gemeinsame Abendessen. Ich war vollkommen beruhigt.Nach dem Vorfall mit dem Spiegel, der mich doch ziemlich erschrocken hatte, war zum Glück nichts weiteres seltsames mehr geschehen. Wir wohnten zwar noch nicht allzu lang in diesem Haus, aber merkwürdigerweise fühlte ich mich dort sehr wohl. Das Lächeln meiner Kinder half mir lange Zeit über den Tod von Sophie hinweg zu kommen. Sie geben mir auch heute noch die nötige Kraft, um mit diesem Verlust klar zu kommen. John,acht Jahre alt, und Maya, elf Jahre alt, brauchen, wegen ihres jungen Alters, immernoch ihre Bezugsperson. Da ich nun die alleinige Bezugsperson für sie war, muss ich quasi doppelt für die Beiden da sein. Ein Highlight für mich war es, wenn ich meine Kinder abends zu Bettgebracht habe und ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen konnte. Beide hörten jedes Mal sehr gespannt zu. An jenem Abend  erzählte ich ihnen eine kleine Geistergeschichte. Da bald Halloween vor der Tür stehen würde, wollte ich ihnen schon mal einen Vorgeschmack darauf geben.

Als beide eingeschlafen waren, beschloss ich hinunter ins Wohnzimmer zu gehen, um die Nachrichtensendung noch zu verfolgen. Eigentlich wollte ich schon schlafen gehen, aber irgendwie war mir nicht danach. „Wiedermal nur diese Wirtschaftskrise", dachte ich mir "irgendwann musste es doch mal wieder Bergauf mit der Weltwirtschaft gehen.“ Ich konnte dieses Thema einfach nicht mehr hören. Immer dieses leidige Thema, aber wenn dauernd dasselbe hört, wird es irgendwann langweilig.
Ich war kurz vorm einschlafen, als einen lauten Knall aus dem Keller vernahm und mit einem Mal war der Fernseher aus. Muss wohl ein Stromausfall gewesen sein! Bei dem Gedanken jetzt noch in den Keller zu müssen, wurde es mir ganz mulmig. Ich schloss das, schon fast ur-alte, Schloss auf und stieg die knarrende Treppe hinunter. „Tja, wenn du jetzt noch wüsstest, wo der Stromkasten ist, wäre es kein Problem.“, dachte ich mir. Auf einmal griff eine Hand von hinten an meine Schulter. Ich erschrak furchtbar, und flog in selben Moment von der Couch hinunter. Als ich die Augen aufschlug, stand John plötzlich im Schlafanzug vor mir. "Ich habe Durst", meinte er mit müdem Klang zur mir. Ich musste wohl eingeschlafen sein. Trotzdem, merkwürdiger Traum…


Anmerkung von Pingui:

Hallo Zusammen,
ich hab jetzt erst einmal mit dieser Erzählung angefangen. Ich warte jetzt die Rezensionen ab und wenn positive Kritik zurück kommt, werd ich sicher auch weiter schreiben und euch weiterhin spannende neue Abenteuer liefern.
Pingui

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (06.02.12)
Fängt doch ganz gut an. LG

 Pingui meinte dazu am 06.02.12:
Das freut mich. Dann darfst du dich demnächst auf weitere spannende geschichten freuen

 princess antwortete darauf am 08.02.12:
Da bin ich ja mal gespannt!

 Prinky (06.02.12)
Nach deiner zeitlichen Überarbeitung durchaus lesenswert.
Ich freue mich, das du Ratschläge annimmst.
Schreibe weiter, aber erforsche auch den Keller.
P.
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