Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
HiKee (14.05.), Sonic (14.05.), Lemonhead (12.05.), AchterZwerg (11.05.), Kuki (30.04.), schopenhaueriswatchingyou (30.04.), cannon_foder (30.04.), Drimys (30.04.), Philostratos (26.04.), Katastera (25.04.), BabySolanas (23.04.), Ralf_Renkking (19.04.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 701 Autoren* und 104 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.820 Mitglieder und 426.760 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 24.05.2019:
Politisches Gedicht
Politische Lyrik hat immer dann Hochkonjunktur, wenn die Zeiten zu politischer Einmischung herausfordern. Auf der einen Seite... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Alles was man über den Duce wissen muß von AlmÖhi (03.05.19)
Recht lang:  Deutsch sein von Harmmaus (461 Worte)
Wenig kommentiert:  Schnell, heute liest das vielleicht jemand von Kettenglied (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Gestern gabs ein Volksbegehren von Jorge (nur 74 Aufrufe)
alle Politischen Gedichte
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Herzjuwelen
von AnneSeltmann
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil das eine offene Plattform ist." (Menschdefekt)

Moppelkäferplanet

Märchen zum Thema Gier


von RainerMScholz


Wenn Du angemeldet wärst, könntest Du Dir diesen Text jetzt auch anhören...
Für Clara


Sie gingen über eine grüne Wiese. Die Sonne schien. In der Ferne fuhr ein Traktor über das Feld.
„Erzähl´ mir eine Geschichte vom Moppelkäfer“
„Was?“
„Vom Moppelkäfer“
„Was ist das denn?“
„Der Moppelkäfer, Du weißt schon. Erzähl´ `was vom Moppelkäfer. Komm´ schon.“
„Na schön. Was soll ich denn erzählen?“
„Denk´ Dir etwas aus.“
„Ich weiß jetzt aber nichts. Komm´ jetzt.“
Es begann zu dämmern und die ersten Sterne standen im Osten am Himmel. Sie liefen einen buckligen Feldweg entlang.
„Bitte, Papa.“
Also...

Es war einmal ein Moppelkäfer, der wollte die ganze Welt essen und alles, was er sah und nicht sah, alles, was er kannte und auch das, was er nicht kannte. So fing er an,  aufzufressen, was ihm in den Weg kam, die Bäume und die Häuser und die Menschen darin, die Katzen und Hunde, die Vögel, die er erreichen konnte und die Straßen und Wege und die Autos, die Berge und Täler und alles und jeden. Er soff die Bäche aus und die Flüsse und die Ozeane, und alle Lebewesen darin aß er auf, alle Fische und Wale, Delphine und Robben und Krebse und Muscheln und Seesterne. Er wurde immer dicker und dicker. Er wurde so groß, dass er bis an den Mond reichte. Den schaffe ich auch noch, dachte er. Weil ich so groß bin. Keiner ist so groß wie ich. Den Mond fraß der Moppelkäfer dann komplett auf, mit all dem Mondgestein und den Kratern und wurde so rund und voll wie der Mond selbst. Da war da ein Loch im Himmel, wo bis dahin der Mond gestanden hatte. Der Moppelkäfer war mittlerweile so unförmig und riesig geworden, dass er die Erde, auf der er stand, nicht mehr sehen konnte. Er bekam das Übergewicht, stürzte über den Horizont und fiel ins All, genau in das Loch, wo vorher der Mond gewesen war. Da kreist er jetzt als lebloser Moppelbrocken um die Erde. Und er ist ganz allein und ihm ist unheimlich kalt.

„Papa, das geht doch gar nicht.“
„Doch das geht. Wenn man genau hinsieht - sieh hoch -, steht da am Himmel nicht der Mond. Sondern der Moppelkäfer grinst uns vom schwarzen Himmel herab an. Man kann noch genau sein trauriges Gesicht sehen.“



© Rainer M. Scholz


Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

RainerMScholz
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Veröffentlicht am 05.04.2012, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 07.04.2012). Textlänge: 372 Wörter; dieser Text wurde bereits 920 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.05.2019.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Fressalia
Mehr über RainerMScholz
Mehr von RainerMScholz
Mail an RainerMScholz
Blättern:
voriger Text
nächster Text
zufällig...
Weitere 2 neue Märchen von RainerMScholz:
Sternenkreide Harte Tage für Könige
Mehr zum Thema "Gier" von RainerMScholz:
Schwarzer Stern, schwarzer Himmel Sepp
Was schreiben andere zum Thema "Gier"?
gierig. (Bohemien) selten sterne (harzgebirgler) Venezuela (DanceWith1Life) anale ursachen (harzgebirgler) kakadu & gier raffen (harzgebirgler) Nur heute ganz billig: (Xenia) WM-Erkenntnis (eiskimo) mugabe & simbabwe - ein kleptokrat und tyrann seit jahrzehnten... (harzgebirgler) Ficken ist laut (Xenia) gier (harzgebirgler) und 51 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de