Der alte Ficker

Gedicht zum Thema Abgrenzung

von  RainerMScholz

Der alte Ficker
hat sich wieder eine vorgenommen;
die wird jetzt dicker,
und der Balg beizeiten `rausgeschnitten.

Im Park in der Nacht,
der Mond schien hell, er holte ihn `raus,
hat er mit Macht
die Kleine umgebracht mit Mann und Maus.

Er frisst dein Fleisch
in dunkelsten Stunden bei Mitternacht.
Er lässt seinen Laich,
wenn er den Körper mit Benzin entfacht.

Er trinkt dein Blut
beim letzten Abendmahl. Dein Kopf wird schwer.
Hauche die Glut,
die deinen Leib versehrt und sterbe mehr.

Jetzt läuft er, gejagt,
gehetzt von unsichtbarer Meute;
doch nie versagt
sein Herz, denn Menschen sind seine Beute.

Ging ich leise
zu des grausen Flusses Strand und schaute
hinab ins Eise,
sah ich ihn im Wasser. Er lachte,
schwamm an`s andere Ufer, dort winkte
er mir, der ich in die Erde sinkte.



© Rainer M. Scholz

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